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Der Minus-8-Regel-Tag

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Minus-8-Regel

Wie meine Leidenschaft für die symptothermale Methode begann

Es war ein schöner Sonntagmorgen. Ich lag noch im Halbschlaf im Bett und genoss die Stille, als plötzlich eine Stimme erklang: ?Aufwachen, weißt du denn nicht was heute für ein Tag ist?? Darauf öffnete ich meine immer noch müden Augen ? meine Freundin war inzwischen auf meinen Körper gekrabbelt, hatte mich an beiden Armen gepackt und schaute mich fragend an. Ängstlich antwortete ich: ?Nein Schatz, ich hoffe nicht unser Jahrestag!? Meine Liebste fasste sich mit der einen Hand an den Kopf und erwiderte: ?Nein, du Blödmann. Heute ist ein besonderer Tag? Ab heute können wir die Minus-8-Regel anwenden!? Staunend fragte ich: ?Die Minus-8-Regel? Bitte was??

Freudestrahlend wie ein Kind, das Schokolade bekommt, zeigte sie mir ihren Zyklus auf dem Laptop. ?Schau mal hier mein Schatz, dass sind meine letzten 12 Zyklen. Meine früheste erste höhere Messung der Temperatur, schau hier: Dieser Tag minus 8 Tage ergibt den letzten unfruchtbaren Tag am Zyklusanfang!? Mit einem Blick wie ein Auto fragte ich erneut: ?Schatz, ich verstehe nicht ? was willst du mir damit sagen?? Meine Freundin erhob ihre Stimme ?Wir haben fünf grüne Tage mehr im Monat in denen wir? Na, du weißt schon ? eben unverschlossene Herzen eintragen können.?

Ich gab meiner Freundin einen langen Kuss und fragte: ?Und was für ein Tag ist heute?? Heiß wie Feuer stürzte sie sich auf mich und wir erfüllten uns unsere äußerste Sehnsucht. Es war einer der schönsten Tage meines Lebens. Seit diesem Tag entwickelte ich eine tiefe Leidenschaft für die hormonfreie Verhütung und den Zyklus der Frau. Die symptothermale Methode hatte uns neben dem Valentinstag und unserem Jahrestag einen weiteren Tag der Romantik und Erotik beschert: Den Minus-8-Regel-Tag ?

Nun, da ihr meine Geschichte rund um die Minus-8-Regel kennt, würde es mich natürlich sehr interessieren, was ihr erlebt habt. Was für Erfahrungen habt ihr mit der Minus-8-Regel gemacht? Hat jemand von euch Pech gehabt und die unfruchtbare Zeit aufgrund der Regel verkürzt? Haltet ihr euch strikt an die Regel oder habt ihr hier und da mal eine Ausnahme gemacht? Wie reagieren eure Männer auf die Verhütung mit der symptothermalen Methode? Bezieht ihr den Partner in die Methode mit ein und zeigt ihm gar eure Zyklen? Interessieren sich eure Männer für die Methode, oder ist sie ihnen egal? Würdet ihr im Falle eines günstigen Ergebnisses der Minus-8-Regel diesen Tag feiern? Wie würdet ihr einen solchen Tag feiern oder wie habt ihr ihn gefeiert ;-) ?

Hintergründe zur Minus-8-Regel

Die Minus-8-Regel ist eine der Hauptregeln der symptothermalen Methode. Mit ihr ist es möglich, Aussagen über die Fruchtbarkeit der Frau am Zyklusanfang zu treffen. Sie besagt, dass sich die unfruchtbaren Tage zu Beginn des Zyklus aus der frühesten ersten höheren Messung (f1.hM) aus mindestens 12 Zyklen minus 8 ergibt.
Der eigentliche Hintergrund der Regel basiert auf dem Wissen, dass sich der Eisprung etwa 2 Tage vor bis einen Tag nach der ersten höheren Messung ereignet. Des Weiteren wird die durchschnittliche Befruchtungsfähigkeit der Spermien im Zervixschleim bei 4 Tagen angenommen. Rechnet man noch einen Sicherheitstag hinzu, ergibt sich der letzte unfruchtbare Tag aus der frühesten ersten höheren Messung minus 8.

Die Minus-8-Regel wird oft missverstanden, weil sie einige Besonderheiten mit sich bringt. Die wichtigsten sollen an einfachen Grafiken erläutert werden.

Wann wird die Minus-8-Regel angewendet?

Prinzipiell werden zwei Anwendungsmodelle unterschieden. Diese richten sich nach der Anzahl der bisher ausgewerteten Zyklen. Zum einen gibt es Frauen, die gerade mit der Methode beginnen und weniger als 12 ausgewertete Zyklen zur Verfügung haben. Innerhalb dieser ersten 12 Zyklen wird die Fruchtbarkeit mit der 5-Tage Regel bestimmt. Diese besagt, dass die ersten 5 Tage des Zyklusanfangs als unfruchtbare Tage gezählt werden können. Die Minus-8-Regel kommt nur ins Spiel, wenn die früheste erste höhere Messung vor dem 13 Zyklustag gemessen wird. In diesem Fall verkürzt sich die unfruchtbare Zeit um die f1.hM minus 8 und die Zahl der unfruchtbaren Tage am Zyklusanfang sinkt unter 5.
Zum anderen gibt es Frauen, die auf mehr als 12 ausgewertete Zyklen zurückschauen können. Diese Frauen wenden die Minus-8-Regel in jedem Fall an. Für einige Frauen verlängert sich die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang. Für die Anwendung der Minus-8-Regel nimmt die Frau die früheste höhere Messung als Grundlage. Mit dieser kann sie aus der Formel f1.hm ? 8 ihre unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang vergrößern. In der nachstehenden Abbildung sind die Aussagen nochmals grafisch zusammengefasst:

minus 8 regel zeitlich

Was ist bei der Minus-8-Regel in Kombination mit dem Zervixschleim zu beachten?

In der zweiten Abbildung ist die konkrete Anwendung der Minus-8-Regel in Kombination mit dem Zervixschleim dargestellt. Die Grafik zeigt den 13. (oben) und den 14. (unten) Zyklus einer Frau, für die nun erstmals die Minus-8-Regel zur Anwendung kommt. Aus den Vorgängerzyklen ergibt sich für beide Zyklen: f1.hM=15. Im oberen Zyklus kann die Unfruchtbarkeit bis zum 7. Tag angenommen werden, da der Zervixschleim erst am 9. Zyklustag gefühlt oder gesehen wurde. Im Gegensatz dazu muss im unteren Zyklus die Fruchtbarkeit bereits am 5. Tag angenommen werden, da der Zervixschleim schon ab diesem Tag beobachtet werden konnte. Die Sicherheit der Methode ist also maßgeblich durch eine doppelte Kontrolle mit dem Zervixschleim gekennzeichnet.

minus-8-regel-symptothermale-Methode

Wie viele Zyklen sollten als Grundlage für die f1.hM genommen werden?

In der Literatur wird die Frage eindeutig beantwortet: ?Es gilt immer die früheste erste höhere Messung aus allen ? mindestens aber aus 12 Zyklen. (vgl. [2] S.50)? Hintergrund des Minimums von 12 Zyklen ist die Tatsache, dass die relative Schwankung um die erste höhere Messung erst nach 12 Zyklen hinreichend genau erfasst werden kann [3]. In 95 Prozent der erforschten Zyklen trat die früheste erste höhere Messung innerhalb der darauf folgenden 12 Zyklen wieder auf [2]. Aus diesem Grund kann man eine hohe Sicherheit bereits nach 12 Zyklen gewährleisten.

Warum gibt es in einigen Internetquellen [4] die Regel, dass nur die letzten 12 Zyklen für die früheste erste höhere Messung herangezogen werden müssen?

Streng genommen ist diese weiche Regelauslegung falsch. Allerdings ist die harte Regelung, alle ausgewerteten Zyklen als Grundlage zur Bestimmung der frühesten ersten höheren Messung heranzuziehen, in einigen Punkten unlogisch und durchaus kritisch zu sehen. Zum einen verändert sich der Zyklus der Frau mit dem Lebensalter. Das heißt: Mit dieser harten Regelauslegung müsste eine junge Zwanzigjährige, die eine sehr frühe erste höhere Messung aufgezeichnet hat, bis zu den Wechseljahren darunter leiden. Dies erscheint nicht sehr sinnvoll.  Zum anderen hätte die gleiche Frau einen enormen Vorteil, wenn sie ihre Zyklusaufzeichnungen verlieren, die früheste 1.hM vergessen und nur die letzten 12 Zyklen wiederfinden würde. Nach der Regel reichen mindestens 12 ausgewertete Zyklen für den sicheren Gebrauch der Minus-8-Regel aus. Also dürfte sie nun endlich ihre früheste erste höhere Messung aus den Zwanzigern ignorieren. Abschließend ist zu bedenken, dass sich häufige Ausnahmen wie Fieber, Stress und andere Störungen zu einer sehr zeitigen f1.hM führen können. Nach diesen Überlegung können sich nach der harten Regelauslegung die unfruchtbaren Tage nicht mehr erhöhen.

Es stellt sich die berechtigte Frage: Warum müssen bei der Minus-8-Regel alle Zyklen betrachtet werden und nicht nur die letzten 12 Zyklen? Die Regel mit der Verwendung aller Zyklen wird als Naturgesetz in der Literatur formuliert ohne ausreichende Begründung.

Bleibt zu hoffen, dass die Forschung voranschreitet und die Bestimmung der frühesten ersten höheren Messung künftig mit den letzten 12 Zyklen auskommt. Bis heute bleibt es dem Leser überlassen, welcher Meinung er sich anschließen möchte.

In einem Artikel allein ist eine vollständige Darstellung der Regel und der symptothermalen Methode nicht möglich. Aus diesem Grund raten wir, vor Anwendung der symptothermalen Methode und der Minus-8-Regel die unten angegebene Literatur zu verwenden oder ein Beratungsgespräch mit einer NFP-Beraterin zu ersuchen. Falls wir unwissentlich einen Zusammenhang inkorrekt dargestellt haben, bitten wir um eine Benachrichtigung. Entsprechende Korrekturen werden dann umgehend vorgenommen.

Marcus Krahlisch für myNFP

PS: Wir danken Frau Zett für ihre Mithilfe. Außerdem danke ich Lydia, Anne und Christian für ihre ausführlichen Korrekturarbeiten und Anregungen. Ohne euch geht es nicht. Danke!

Ergänzung (28.05.2011): Die Minus-8-Regel darf nur angewendet werden, wenn im vorhergehenden Zyklus eine eindeutige Temperaturhochlage festgestellt werden konnte. Ohne einen ausgewerteten Temperaturanstieg im vorigem Zyklus dürfen keinerlei unfruchtbare Tage am Zyklusanfang angenommen werden.

Bei Frauen mit PCO-Syndrom ist die Minus-8-Regel ebenso anwendbar. Allerdings muss hier besonders auf den Zervixschleim als Fruchtbarkeitsindikator geachtet werden.

 

[1] S. Baur, P. F. Hermann, E. R. Paula, U. Sottong, Natürlich und Sicher. Das Arbeitsheft: Natürliche Familienplanung ? Mit Zyklusbeispielen von Pubertät bis Wechseljahre, Herausgeber: Köln Malteser Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung, 2008

[2] E. Raith, P. Frank, G. Freundl, S. Baur, N. Klann, U. Sottong, Natürliche Familienplanung heute: Mit ausführlicher Darstellung der Zykluscomputer für Ärzte, Berater und interessierte Anwender, Herausgeber: Sichere Empfängnisregelung, Köln Arbeitsgruppe nfp der Malteser e.V., 4. Auflage, 2008

[3] P. Frank, E. R. Paula, J. Sadlik, U. Sottong, Natürlich und sicher: Auf den eigenen Körper hören. Natürliche Familienplanung, Herausgeber: Sichere Empfängnisregelung, Köln Arbeitsgruppe nfp der Malteser e.V., 2005

[4] Unbekannt, NFP-Regeln, www.MayI.de, 2006

[5] Grafikdesign von Anne Zietmann

34 Antworten auf Der Minus-8-Regel-Tag

  1. 123 sagt:
    22. Mai 2011 um 11:51

    Relevant für die minus-8-Regel ist nicht die Überlebensfähigkeit der Spermien, sondern deren Befruchtungsfähigkeit. Während letztere bis zu 5 Tagen beträgt, kann die Überlebensfähigekeit auch bei bis zu 8,5 Tagen liegen. (vgl. NFP heute)

    Für das Heranziehen aller Zyklen gibt es durchaus eine hinreichende Erklärung (ebenfalls in NFP heute): Die früheste 1hM wiederholt sich bei den allermeisten Frauen in späteren Zyklen. Das hindert natürlich niemanden daran, sich eigene, lockerere Regeln zu schaffen und nur 12 Zyklen heranzuziehen. Allerdings muss man sich dabei im Klaren darüber sein, dass der sehr gute PI der STM nur mit den strengen Regeln erreicht werden kann.

  2. marcus sagt:
    22. Mai 2011 um 12:17

    Erstmal vielen Dank für dein ergänzendes Kommentar. Ich habe das Wort Überlebensfähigkeit durch Befruchtungsfähigkeit ersetzt. Du sagst es ja selbst in den letzten 12 Monaten wiederholen sich sehr frühe erste höhere Messungen ? das könnte man auch als Begründung für die weiche Regelauslegung interpretieren. Gut das du richtig dargestellt hast ? das die Methode mit der weichen Regelauslegung unsicherer wird. Vielen Dank!

    • Marcus sagt:
      22. Mai 2011 um 12:35

      Ich wollte noch etwas zu meinem Artikel ergänzen. Die durchschnittliche Befruchtungsfähigkeit von Spermien liegt bei 3-5 Tagen wie 123 richtig dargestellt hat. Bildet man von diesen beiden Zahlen den Mittelwert kommt man auf 4 Tage so wie im Artikel angenommen. Der Sicherheitstag könnte also auch so interpretiert werden als wenn von der maximalen durchschnittlichen Befruchtungsfähigkeit mit 5 Tagen ausgegangen wurde.

  3. Spring sagt:
    22. Mai 2011 um 12:40

    Mir ist nicht klar, warum bei der weichen Regelauslegung die Methode unsicherer werden sollte. Es wird für die Methode ein PI angegeben, der nicht zwischen der Anzahl der Zyklen unterscheidet. Ich habe also den gleichen PI nach 12 und nach 20 Zyklen. Wenn ich also immer nur die letzten 12 Zyklen betrachte für die -8 Regel, dann dürfte mein PI doch nicht schlechter werden. Der PI gilt ja sogar schon für den ersten Zyklus, wobei da die -8 Regel nicht mal verkürzend wirken konnte. Oder habe ich da einen Denkfehler?

    • 123 sagt:
      22. Mai 2011 um 12:51

      Wenn ich den Absatz aus NFP heute richtig im Kopf habe, wiederholt sich eine frühe 1hM bei 98% der Frauen in den darauffolgenden zwei Jahren. Da zwei Jahre bei den meisten Frauen mehr als 12 Zyklen entsprechen, geht man eben ein höheres Risiko ein, wenn man nur die letzten 12 Zyklen heranzieht. Solange man sich dieses Risikos bewusst ist, spricht aus meiner Sicht nichts gegen die weiche Auslegung. Sicherer ist jedoch die strenge Auslegung.

  4. Mondhäschen sagt:
    22. Mai 2011 um 20:48

    Bei mir dauerts noch 4 Zyklen, da ich (vielleicht?)einen Anovulatorischen dabei hatte..(Jedenfalls ist die Temperatur nicht ganz hoch gegangen und war nur minimal über der CL).
    Bin ja mal gespannt wie?s bei uns wird ;)

  5. sitopanaki sagt:
    22. Mai 2011 um 22:17

    Die Minus-8-Regel kam noch nicht zum Einsatz ? wir haben nach 5 Zyklen ein Baby gemacht und seitdem habe ich noch keinen Eisprung wieder gesehen :P Von daher hatte ich die erstmaln außen vor gelassen. Wie es aussieht, werde ich mich seeehr lange nicht mit ihr beschäftigen brauchen *g*
    Und mein Mann ist begeistert! Er kennt sowohl die Methode als auch meinen Zyklus (bzw. momentan dessen Abwesenheit) besser als ich und unterhält sich auch gerne mit mir und anderen darüber. :)

  6. dot sagt:
    23. Mai 2011 um 11:52

    ?ueber eien -8 tah wuerde ich nicht feiern und mein oh wuerde das auch gar nicht verstehen. Ich hab mal grob die zwei haelften eines zyklusses erklaert aber das ist nicht ganz so sein gebiet xD.(Im suedafrika der 70er jahre legten sie nicht so viel wert darauf den jungs zu erklaeren wie ein weiblicher Koerper funktioniert ;) .

  7. anni86 sagt:
    23. Mai 2011 um 15:28

    An sich fände ich so einen Tag auch nicht schlecht, zum jährlich Feiern wär das vielleicht nicht unbedingt was, aber nen Eintrag im Kalender gäbe es schon ;-)

    Leider habe ich die Vermutung, dass bei mir die Minus-8-Geschichte auch in Zukunft nichts bringen wird, denn meine 1hM befindet sich meist am ZT 13 :-/

    Aber egal ;-)
    Daran solls ja nun nicht scheitern. Die Zeit nach dem ES find ich vollkommen ausreichend um freizugeben ^^

  8. Einalem84 sagt:
    24. Mai 2011 um 21:05

    Bei uns kam die Regel auch noch nicht zum Einsatz, unser Sohnemann war schneller:-) Jetzt ist mein Zyklus nach der Stillzeit ?wieder da? und wir wollen mit der STM verhüten.
    Allerdings kann es bei mir etwas dauern bis ich die 12 Zyklen überhaupt zusammen bekomme, da ich auf Grund eines PCO-Syndroms Zyklen zwischen 40 und 60 Tagen habe. Meine f1.hM war bisher nicht vor ZT 24, sollte das so bleiben, dann hätte ich nach 12 Zyklen relativ viel freie Zeit am Zyklusanfang;-) Was mich zu der Frage bringt: Ist die Regel mit dieser Hormonstörung überhaupt anwendbar? Klar, man hat immer die doppelte Sicherheit durch die Beobachtung des Zervixschleims, aber interessieren würde es mich schon, ob es dazu irgendetwas fundiertes gibt?
    NFP und mein Mann: ein rotes Tuch, aber er vertraut mir wenn ich sage wir haben frei:-)

    • lydia sagt:
      25. Mai 2011 um 21:09

      Hallo Einalem84,

      erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem ?Buben? !!!

      Ja, PCO ist ein schwieriges Thema, aber eben auch eine weit verbreitete Störung, die jedoch durchaus mit der symptothermalen Methode vereinbar ist. Allerdings ? wie Du wahrscheinlich weißt ? ist es für Dich wichtig, besonders auf das Schleimsymptom zu achten. Jede Schleimphase zeigt auch Fruchtbarkeit an. Die Temperatur hingegen kann Dich schon einmal durch sehr leichte Anstiege irritieren. Dennoch: Auch bei PCO ist die symptothermale Auswertung sehr zuverlässig. Und die Minus-Acht-Regel ebenfalls anwendbar, warum auch nicht? Du kannst doch Deinen Eisprung eingrenzen?

      Na klar kannst Du ebenfalls freigeben, wenn Du die zwölf Kurven zusammen hast. Du weißt aber sicher, dass Du diejenigen vor der Schwangerschaft mitzählen kannst, oder? Es besteht da eine leichte Uneinigkeit, ob frau nicht wieder neu beginnen sollte. Aber wenn Du die Kurven vor der Schwangerschaft für typisch hältst, was spricht dann gegen deren Anwendung?

      Apropos: Warst Du bereits beim Endokrinologen, der Dich durchgecheckt und v. a. auf die Schilddrüse, die Nebenniere und weitere bei PCO typische Hormonkonstellationen geachtet hat? Gibt es einen Behandlungsansatz wie bspw. die Einnahme von Melformin?

      Wahrscheinlich kennst Du auch die Überorganisation der Selbsthilfegruppen zu PCO und deren gute Infos und Hinweise. http://www.pcos-selbsthilfe.org

      Oder ? vielleicht magst Du Deine Zykluskurven hier einstellen? Das wäre sicherlich auch für andere Userinnen mit dem gleichen Problem sehr hilfreich. Wenn Du möchtest oder Auswertungsprobleme hast, kannst Du sie uns aber auch gern anonym posten.

      • Einalem84 sagt:
        26. Mai 2011 um 10:14

        Hallo Lydia!
        Vielen Dank schon mal für deine ausführliche Antwort!
        Bei mir ist alles abgecheckt, war sogar im KH um alle Tests machen zu lassen, übrig blieb dann die ?Wenn-es-sonst-nix-ist-dann-ist-es-eben-PCOS?-Diagnose:-) Schilddrüse funktioniert auch nicht richtig, da war ich aber bisher gut mit L-Thyroxin eigestellt (gut, das müsste ich mal wieder überprüfen lassen, jetzt nach der Stillzeit) Ich hatte in Eigenregie auch schon Metformin versucht, aber meine Zyklen sind ja jetzt einigermaßen im Lot, von daher halte ich es momentan nicht für notwendig medikamentös einzugreifen.
        Ja, das ich die vorherigen Zyklen nutzen kann weiß ich, ich tendiere aber eher dazu ?von vorne? zu zählen, da ich der Ansicht bin das eine Schwangerschaft doch ein erhebliches Hormonchaos ist und ich schon von einigen PCOS-Mitbetroffenen gehört habe, das sich die Zyklen nach der Schwangerschaft ganz anders verhalten als davor. Außerdem ist da eine dabei, bei der weiß ich heut noch nicht ob ich es eher als eigene Zykluskurve werten oder eher dem vorherigen Zyklus zuordnen sollte.
        Achso, gerne kann man da auch mal draufschauen: https://www.mynfp.de/display/view/iyy0mwfgu5ns/ (ich hoffe das funktioniert so, ist der Link zu meinem aktuellen Zyklus, aber man müsste auch auf die anderen Kataloge zugreifen können?Reihenfolge: Postpillenzyklen 1. Jahr, Schwangerschaft, Stillzyklus)
        Dazu muss ich aber sagen, dass ich diese Kurven bisher nicht zur Verhütung genutzt habe, hab es mit den Regeln da noch nicht so genau genommen;-)

        • lydia sagt:
          26. Mai 2011 um 16:04

          Hallo Einalem84,

          lieben Dank, dass Du die Kurven freigegeben hast! Da wird sich sicher die eine oder andere wiederfinden.

          Naja, dass der Stillzyklus sehr lang ist, ist ja eher normal. Der zweite jetzt wird spannend.

          Mir ist aufgefallen, dass Du ganz häufig S+ hast, teilweise verbunden mit leichten Temperaturanstiegen. Wenn Du aber verhüten würdest, müsstest Du doch eigentlich immer so?ne kleine Panik bekommen, hm, bin ich jetzt vielleicht fruchtbar? Denn einen (Ausreißer)Zyklus hattest Du ja auch ? mit früher 1.hm am 13. bereits.

          Aber Du schreibst ja, dass Du beobachtest und bisher nicht verhütest. Dann ist es auch nicht so wichtig ;-) .

          Liebe Grüße und alles Gute, Lydia

          • Einalem84 sagt:
            27. Mai 2011 um 08:40

            Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen weiter:-)
            Den Zyklus mit der 1. hm a 13. ZT würd ich auch eher zu dem ersten Monsterzyklus zählen, hab ihn nur mal als selbstständigen Zyklus stehen lassen weil es so schön normal aussieht:-)
            Bin ja schon im dritten Zyklus nach der Geburt, wir halten uns mittlerweile an die Regeln, so dass es eh ab ZT 5 nur noch Herzchen mit Schloss gibt. Von daher schocken mich solche Anstiege mit gleichzeitig S+ Schleim nicht, kann ja nix passieren.
            Liebe Grüße!

  9. Gandala sagt:
    26. Mai 2011 um 09:32

    Oje ich mag diese -8 Regel nicht und wenn, dann wird der Tag an dem sie das erste mal angewendet werden konnte schwarz angestrichen und betrauert. Ich bin leider eine derjenigen deren Herz-mit-Schloss-Phase verlängert wurde, denn meine f1.Hm war am Tag 12 *schnüff*
    Mein Freund wird in die Verhütungsmethode natürlich mit einbezogen. Soll ja nicht alles nur Frauensache sein. Aber er verliert relativ schnell den Überblick und vertraut auf mein Urteil über das Wi was wann und ob er etwas verwenden muss.

    • Lydia sagt:
      26. Mai 2011 um 16:16

      Hallo Gandala,

      tröste Dich! Ich habe letztes Jahr auch einen(!) mit einer f1.hM am 11. gehabt. Das passt überhaupt nicht. Normalerweise zwischen 15. und 17. Aber da hatte ich hohes Fieber. Ich kann das also ganz deutlich zuordnen. Trotzdem muss ich ihn halt berücksichtigen, was bei mir aber nicht so schlimm ist ;-) .

  10. lemonada sagt:
    26. Mai 2011 um 16:16

    Der jetzt laufende Zyklus ist der zwölfte fertig ausgewertete. Und die früheste ehM ist an Tag 13 ? es ändert sich also rein gar nichts. Schade.

    • Lydia sagt:
      26. Mai 2011 um 16:19

      Hallo lemonada,

      da ich schon mal dabei bin. Ich glaube, das geht ganz vielen Frauen so, dass sich rgn verändert. Denn der 13. als f1.hM ist ganz gewiss überhaupt nicht außergewöhnlich.

  11. Lydia sagt:
    26. Mai 2011 um 16:26

    Allgemein möchte ich einfach mal schreiben, dass ich eure rege Beteiligung an den Blogs echt schön finde und ich hoffe auch, dass ihr von den Themen und Kommentaren profitieren könnt.

  12. Melanie sagt:
    1. Juni 2011 um 10:39

    Ich habe so meine Zweifel an der Minus-8-Regel. Die Temperatur steigt ja erst ein paar Tage nach dem Eisprung an. Ich mache schon recht lange NFP, auch zu Kinderwunschzeiten. In ?dem? Zyklus hatten wir ca. 7 Tage vor Eisprung das letzte Mal Geschlechtsverkehr, und damit entstand unser Sohn. Also ca. 10-11 Tage vor der ersten höheren Temperatur. Und nu?

  13. Windelwinnie sagt:
    1. Juni 2011 um 11:14

    Mein Mann steht NFP ganz offen gegenüberm, er war sogar dafür, dass ich eben KEINE Hormone mehr schlucken soll! dank NFP kam vor 10 monaten mein SOhn zur welt und die auswertungen hier von der HP haben da echt sehr weiter geholfen! Auch nach der Geburt wollen wir nun dabei bleiben und seit ich abgestillt habe ist dies nun der 3.Zyklus, den ich wieder messe! Ich zeige meinem MAnn ab und an die Kurven aber er sagt dann immer nur, er verlässt sich da auf mich, er versteht das mit der auswertung nicht! bisher bin ich auch noch nicht dazu gekommen ihm das alles mal in Ruhe zu erklären!
    Die ?-8Regel?, tja, was ich davon halten soll weiss ich nicht genau, ich hab auch grad kein Vergleich um es zu testen, hab vor der SS nur 8 monate gemessen und nun ist es ja auch erst der 3.Zyklus!

    Marcus, danke für die tolle Homepage!!!!!!!

  14. Marcus sagt:
    1. Juni 2011 um 11:36

    Es freut mich Windelwinnie, das Dir die Artikel des Blogs sowie die Homepage vom myNFP gefallen. Die Homepage ist allerdings nicht auf meinen Mist gewachsen ? ich schreibe die Artikel. Christian ist der Erfinder von mynfp und wir sein Team versuchen unser bestes die HP noch zu verbessern. An dieser Stelle sollten wir auch mal Manuel einem weiteren Programmierer der Homepage danken:) Selbstverständlich freuen wir uns, wenn euch die Homepage gefällt, dass ist für uns immer noch mehr Motivation zur Verbesserung. Kommentiert weiter so fleißig, denn durch den Austausch werden die Artikel erst richtig brauchbar. Außerdem können wir auch auf eure Wünsche zur Verbesserung der HP eingehen.
    Vielen Dank!

    @melanie

    Mich würde interessieren was der Schleim 10 bis 11 Tage vor der ersten früheren Messung sagte. War er schon fruchtbar? Wenn nein,
    willkommen im Club der 0.01% bei dem die Methode sich mal irrt.

  15. sheri sagt:
    1. Juni 2011 um 15:03

    Mir gehts wie Gandala: Ich hab nichts von der -8Regel. Das find ich für mich aber auch nicht so schlimm. Mein Freund verlässt sich auf mich.

    NFP hat für mich so viel mehr Vorteile als Nachteile, da ist es mir egal wenn ich nur 4 Tage frei habe. Mein Libidoverlust ist weg und das ist es mir allemal wert. Feiern tu ich den Tag allerdings nicht ;o)

  16. Melanie sagt:
    2. Juni 2011 um 18:15

    @Marcus:
    Der Schleim war so an der Grenze zwischen nicht fruchtbar und fruchtbar. Ich werde zur Sicherheit meine 8 Tage noch ein bisschen ausweiten. ;-)

    • .anne. sagt:
      3. Juni 2011 um 12:44

      Hallo Melanie,

      zu erst möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass der genaue Zeitpunkt des Eisprungs auf 2 Tage vor bis 1 Tag nach der 1.hM eingrenzbar ist (bis auf sehr sehr seltene Ausnahmen).

      Du schreibst, Dein ?Schleim war so an der Grenze zwischen nicht fruchtbar und fruchtbar?. Die Minus-8-Regel besagt, dass ab sofort Fruchtbarkeit anzunehmen ist, sobald Zervixschleim bemerkt wird. Dazu gehört AUCH z. B. gefühlt f ! Also: Hattest du an dem Tag des GVs schon f oder anderen Schleim gefühlt oder gesehen? Wenn ja, dann hättest du bereits Fruchtbarkeit an diesem Tag gehabt.

  17. clydesbonnie sagt:
    8. Juni 2011 um 19:34

    Tja, was soll ich sagen .. am Anfang hatte ich noch auf die Vollendung meines 12. Zyklus gewartet, weniger aus verhütungstaktischen Gründen, eher aus Neugier, wie sich mein Zyklusblatt dann gestaltet. Gehofft hatte ich natürlich, diesen 12. Zyklus gar nicht erst zu erreichen, wir haben ja Kinderwunsch. Dann habe ich mit meinen 25-bis-29-Tage-Zyklen sehr schnell festgestellt, dass ich zu den Frauen gehöre, bei denen die Minus-8-Tage-Regel auch schon früher angewendet wird. Meine 1.hM war nämlich an einem 12. Zyklustag. Sehr schön sieht das aus, denn es verlängert die fruchtbare Zeit optisch doch schon und die Wartezeit bis zum nächsten Eisprung wirkt kürzer. Für die Anwendung von NFP nach einer Schwangerschaft ist das aber natürlich nicht so günstig, wenn man verhütet, sieht man eine solche Regel (und auch die andere ;-) ) mit ganz anderen Augen.

  18. anatevka sagt:
    10. Juni 2011 um 10:25

    Ja, also ob wir den Minus-8-Regel-Tag feiern werden, weiß ich noch nicht. Bis jetzt hegt mein Herz ein herzlich geringes Interesse für die Methode und das Drumherum, was wichtig ist für ihn wann müssen wir verhüten und wann nicht. Ganz am Anfang fand ich das furchtbar traurig, aber wenn er meint, dass die Geschichte für ihn ein Mysterium bleiben soll, dann bitte. Ich lern mich kennen und das ist mir im Moment das Wichtigste. Traurig genug dass man das erst mit knapp 30 tut. Aber ich fands witzig, als ich mal so ein kleines bisschen zurückgeblickt hab. Früher hab ich gedacht, wenn den ZS weiß ist, dann hab ich nen Pilz oder so. Erheiternd :-)
    Ja aber mal schauen, vielleicht interessiert er sich dann doch irgendwann etwas mehr. Vielleicht geh ich ja dazu über dass ich ihm sag, er soll selber schauen ob wir verhüten müssen ;-)

  19. meow sagt:
    12. Juni 2011 um 23:32

    Zunächst einmal ein Dankeschön für diese sehr informative Seite.
    Seit mittlerweile zehn Jahren greife ich auf hormonelle Verhütungsmethoden zurück, mit zunehmenden Nebenwirkungen. Ich kenne meine eigenen Sexualität quasi gar nicht ohne Hormone. Deshalb trage ich mich mit dem Gedanken, es vielleicht einmal mit NFP zu versuchen. Es kann schließlich nicht schaden, neben dem Vorhersagen der unfruchtbaren Tage, den eigenen Körper einmal genau unter die Lupe zu nehmen und kennenzulernen. Allerdings weiß ich noch nicht genau, ob ich wirklich 100%iges Vertrauen in diese Methode aufbringen könnte. Nun eine Frage: Im Bericht steht, dass die -8 Regel u.a. anzuwenden ist, wenn die 1.hM vor dem 13. ZT liegt. Angenommen, ich gehe in meinem ersten pp-Zyklus davon aus, die ersten 5 ZT nicht fruchtbar zu sein. Wie kann ich Gewissheit haben, im nächsten Zyklus wieder 5 unfruchtbare Tage zu Anfang zu haben? Reicht es da aus, wenn die 1.hM im pp-Zyklus nach dem 13. Tag liegt, auch wenn mein Zyklus vielleicht noch pillenbedingt sehr chaotisch ist? Außerdem müsste ich in diesen Tagen dann ja (leider) meine Mens haben Oo
    Da sind noch viele Fragezeichen bei mir. Ich werde mir wohl jetzt erstmal das Buch ?natürlich und sicher? zulegen und dann weitersehen.

    • .anne. sagt:
      13. Juni 2011 um 13:30

      Hallo meow,

      ich denke auch, dass sich deine Fragen schnell klären werden sobald du das Buch ?Natürlich und sicher? gelesen und verstanden hast. Sollten dann immer noch Fragen auftauchen empfehle ich dir das Buch ?NFP heute? für noch mehr Hintergrundinformationen oder eine Beratung bei einer NFP-Beraterin. Möchtest du eher anonym Fragen stellen, kannst du dies am besten in einem Forum wie z.B. http://www.mynfp.de/forum

      Zu deiner Frage bezüglich des postpill-Zyklus:
      Ja, die Sicherheit ist trotzdem gegeben auch wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass in den ersten 12 Anwendungszyklen eine 1.hM vor dem 13.Zyklustag stattfindet. DENN es wird ja immer in doppelter Kontrolle mit dem Zervixschleim ausgewertet. Das heißt sobald du das Schleimsymptom auftritt ist Fruchtbarkeit anzunehmen, auch wenn dies vor dem 5.ZT der Fall ist.

      • Falklandinsel sagt:
        12. Mai 2012 um 16:34

        zum postpill-Zyklus kann ich nur meine Erfahrungen beisteuern. Ich habe mit der Pille eigentlich aufgehört, wegen Kinderwunsch und zu nfp kam ich deswegen, weil mein Frauenarzt sagte, das postpill viele Frauen verrückte Zyklen hätten. Ich wollte einfach wissen was los ist und ersann diese Methode, kaufte mir das Buch ein Thermometer und los gings. Ich trug also jeden Tag ein was ich sah und fühlte sowohl Tempi als auch Schleim. Da wir Kinderwunsch hatten, interpretierte ich das Eingetragene auch nicht sondern trug es eben einfach ein. der 1. Zyklus war wie im Bilderbuch: 1.hM an ZT 15 und ich glaube ein Zyklus von 30 Tagen. Und im zweiten Zyklus bin ich schwupp schwanger geworden und hatte die 1hM an ZT11!!! Leider schlug das Herz unseres Krümels nicht weiter und ich erlitt einen missed abort in der 8. Woche. Zuerst war ich natürlich zutiefst traurig aber nun kam der Traumjob und Kinderwunsch wurde erstmal hintenan gestellt. Nun bin ich im 7. Zyklus postpill und alle meine ersten höheren Messungen seitdem sind vor ZT13. Jetzt im 7. Zyklus sogar an ZT10. Damit verfluche ich eher die Minus-8-Regel ;-) Zumindest was das Verhüten angeht. Bei Kinderwunsch würde ich mich freuen schnell wieder anfangen zu können. Aber man kann eben nicht alles haben. Somit haben wir nun gerade mal noch 2 unfruchtbare Tage am Zyklusanfang, die sowieso Periode bedeuten. Damit gebe ich am Zyklusanfang gar nicht frei. Oft tritt nach dem ES auch rötlicher ZS auf, so dass ich auch am Ende kaum freigeben könnte. Zum Glück hab ich zeitig mit dem Muttermundtasten angefangen und kann so am Ende noch ein paar Tage rausschinden, wenn der Schleim mal wieder keine Lust hat mitzuspielen ;-)
        Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass mir die Methode sehr gut gefällt und ich 100% von der Sicherheit überzeugt bin, wenn man sich an die Regeln hält. Und ich freue mich vor allem über die wiederentdeckte Libido, die eindeutig in der fruchtbaren Zeit liegt :-D Der Körper weiß also was er tut!
        Die Geschichte zur Minus-8-regel finde ich sehr lustig und spanndend und generell freue ich mich, wenn ich Leute kennenlerne die sich damit auskennen. Und ich bewundere Männer, die darüber Bescheid wissen. Respekt an euch. Mein Freund ist interessiert aber kennt nur den Überblick nicht die Details.

        • Christian sagt:
          22. Mai 2012 um 01:18

          Danke für deinen Beitrag, 2 Wochen sind wirklich krass. Ich hoffe, es reguliert sich alles bald wieder bei dir.

  20. Brisu sagt:
    24. Mai 2012 um 21:23

    Eine kurze Frage zum postpill-Zyklus. Ich hatte in meinem ersten und letzten pp-Zyklus die 1.hM am ZT12. Konnte ihn auch normal auswerten. Muss ich diesen Zyklus jetzt in die 12 Zyklen mit reinrechnen, oder zählt er nicht, weil es der erste Zyklus nach der Pille war? Ohne diesen Zyklus bin ich nämlich bald bei 12 Zyklen, von denen bisher die früheste 1.hM am ZT18 war. Jetzt warte ich noch ein paar Zyklen ab, um dann hoffentlich die Minus-8-regel anwenden zu können.Falls ich den pp-Zyklus mit dazunehmen muss, gilt ja dass ich diese Regel anwenden muss :-(

    • Christian sagt:
      26. Mai 2012 um 07:50

      Streng genommen zählt er dazu, da die 1.hM ja wieder an ZT 12 auftreten könnte. myNFP sollte dir die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang auch entsprechend verkürzen, für alle Folgezyklen ? da die Minus-8-Regel sofort greift, wenn sie die unfruchtbare Zeit am Anfang verkürzt.

      Inwiefern du dich daran hältst, musst du selbst entscheiden. Es gibt durchaus Gründe, die dafür sprechen, nur ein Fenster von rund 12-15 Zyklen zu betrachten, siehe dazu auch hier:
      https://www.mynfp.de/unfruchtbarkeit-am-zyklusanfang#q3

      Nach den offiziellen NFP-Regeln musst du die früheste 1.hM an Tag 12 für immer beibehalten.

      • Brisu sagt:
        26. Mai 2012 um 15:58

        Vielen Dank für die Antwort! Schade, aber naja, ich hab meine Zyklen mal angesehen und mir ist aufgefallen, dass ich fast immer lange vor dem Zyklustag 10 schon ZS beobachten konnte. Also hätte ich sowieso kaum freigeben können ? von daher wäre es eh nur Theorie gewesen ;-)
        So und jetzt werd ich mir in Ruhe noch den Link durchlesen?