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Hausmittel gegen Scheidenpilz und Blasenentzündung

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NFP zur Vorbeugung und Früherkennung nutzen

In diesem Blog stellen wir euch zwei der häufigsten Krankheiten im Intimbereich kurz vor. Zudem zeigen wir euch wie ihr die Krankheiten mit Hausmitteln behandeln könnt. Seid gespannt, warum Frauen, die regelmäßig Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) anwenden, bei der Früherkennung, Vorbeugung und Diagnostik der Krankheiten im Vorteil sind.

Krankheiten natürlich zu heilen hat viele Vorteile. Erstens ist es sinnvoll, ein einfaches Hausmittel zu kennen, das man in der Not verwenden kann, wenn mal kein Arzt zur Verfügung steht. Zweitens sind natürliche Behandlungsmethoden oft schonender, sanfter und nachhaltiger für unseren Organismus. Drittens hilft die Auseinandersetzung mit den Hausmitteln dabei, seinen Körper besser zu verstehen.

Bevor wir zu den Krankheiten kommen, möchten wir darauf hinweisen, dass ihr vor der Anwendung der hier aufgeführten Methoden einen Arzt oder Fachkundigen aufsuchen solltet. Als Hausmittel definieren wir alle Mittel, die man rezeptfrei in der Apotheke bekommen kann. Allerdings haben wir uns bemüht, die Hausmittel so natürlich und schonend für den Körper wie möglich auszuwählen.

Scheidenpilz [3]

Der Scheidenpilz bzw. eine Vaginalmykose tritt bei drei von vier Frauen im Leben mindestens einmal auf [5]. Häufig wird die Pilzinfektion der Scheide durch den Hefepilz Canida albicans ausgelöst. Bei gesunden Frauen hat die Scheidenflora ein saures Milieu, erzeugt von Milchsäurebakterien, dass die krankmachenden Pilze an der Vermehrung hindert. Die Einnahme von Antibiotika, Erkrankungen wie Diabetes, Veränderung des Hormonhaushaltes usw. können das Gleichgewicht der Scheidenflora massiv beeinflussen und somit Ursache für eine Scheidenpilzerkrankung sein. Darüber hinaus ist eine Übertragung der Pilzerkrankung beim Geschlechtsverkehr, durch falsche Toilettenhygiene sowie bei einem Besuch einer Sauna oder eines Schwimmbades möglich.
In 10 Prozent der Fälle kehrt der Scheidenpilz auch nach erfolgreicher Behandlung immer wieder zürück – man spricht in diesem Fall von einer chronischen Scheidenpilzerkrankung [11].

Symptome

Das Immunsystem wehrt sich gegen die Infektion in der Scheide, so dass häufig Symptome wie Juckreiz, Brennen im Scheidenbereich, bröckliger weißer Ausfluss, Schwellungen und Rötungen sowie Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr beobachtet werden können.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, auf Intimreinigungsmittel und zu häufiges Waschen des Intimbereiches zu verzichten. Ebenso sind Bäder in Whirlpools und Saunabesuche ohne Handtuch gefährlich, da sich der Pilz unter diesen Bedingungen sehr gut übertragen kann. Ebenso kann sich ein zu häufiger Wechsel des Tampons während der Periode negativ auswirken, da die Scheide stark austrocknet.

NFP-Vorteile in der Früherkennung

Bei der Erkennung von Scheidenpilz kann die regelmäßige Anwendung von NFP-Methoden sehr hilfreich sein. Eine Frau, die symptothermal verhütet, beobachtet regelmäßig ihren Zervixschleim und weiß daher genau, wie er in den verschiedenen Zyklusphasen aussieht. Aus diesem Grund kann sie schneller und leichter Abnormalitäten erkennen und die Infektion schnellstmöglich behandeln (lassen).

Alles Wichtige rund um die regelmäßige Beobachtung des Zervixschleims wurde in unserem Beitrag Zervixschleim und Zauberdosen ausführlich diskutiert.

Hinweise für Verhütung und Sex

Die Pille senkt den Östrogenspiegel, was den natürlichen Hormonhaushalt der Frau somit stark verändert. Die Fachärzte sind bisher geteilter Meinung, ob die Pille das Risiko für den Scheidenpilz erhöht. Bei einigen Pillen steht sogar in der Packungsbeilage: „Vermehrte Vaginalinfektionen (vereinzelt)”. Gynäkologen raten im Falle einer chronischen Scheidenpilzerkrankung zu einem Pillenwechsel. Wir raten zu einem Absetzen der Pille, da es hormonfreie Alternativen gibt. Die symptothermale Methode ist ein gutes Beispiel, da deren Sicherheit mit der der Pille vergleichbar ist. In unserem Beitrag Warum die symptothermale Methode so wenig verbreitet ist haben einige Frauen berichtet, welche Erfahrungen sie beim Umstieg von der Pille auf die symptothermale Methode gemacht haben.

Viele Frauen, die häufig an Scheidenpilz leiden, haben Angst mit ihrem Partner zu schlafen und ihn ebenfalls anzustecken. Ebenso empfinden sie eine trockene Scheide als unangenehm, was den Sexualverkehr beeinträchtigt. Wer während einer Scheidenpilzerkrankung nicht auf Sex verzichten möchte, sollte Kondome in Kombination mit Gleitgel verwenden. Die Kondome schützen den Mann vor einer Übertragung des Pilzes. Das Gleitgel wirkt der Austrocknung der Scheide entgegen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass Gleitcremes mit Fett und Wachs Latex-Kondome brüchig machen. Es gibt jedoch auch wasserlösliche, fettfreie Gleitmittel sowie Kondome aus Polyurethan, welche genauso sicher wie gute Latex-Kondome sind.

Hausmittel und Behandlungsmöglichkeiten

Die meisten Scheidenpilzerkrankungen sind natürlich behandelbar. Sollte die Wirkung der Naturheilmittel in Absprache mit dem behandeltem Arzt innerhalb der ersten drei Tage ausbleiben, sollte dringend nochmals ein Arzt aufgesucht werden. Hinter der Erkrankung muss nämlich nicht immer eine Vaginalmykose stecken. Ähnliche Symptome kann man auch bei einer Scheideninfektion beobachten, welche durch Bakterien verursacht wird. Die besten Hausmittel gegen Scheidenpilz sind nachstehend aufgeführt.

Anti-Pilz-Cremes

Die Cremes werden ein- bis zweimal täglich mit einem Applikator in die Scheide eingeführt und dünn auf die Schamlippen aufgetragen. Zur Sicherheit empfehlen die Ärzte, den Afterbereich mit zu behandeln, da sich dort ebenfalls Pilzsporen befinden können.

Vaginaltabletten

Vaginaltabletten werden mit dem Finger oder einem Applikator in die Vagina eingeführt. Während der Menstruation sind sie nicht sinnvoll, da der Wirkstoff mit dem Blut aus der Scheide gespült wird. Normalerweise sollte an drei aufeinanderfolgenden Tagen je eine Tablette genommen werden. Wird eine Tablette ausgelassen oder verzögert sich die Einnahme zwischen den Tabletten um mehr als 24 Stunden, kann die erwünschte Wirkung ausbleiben.

Knoblauch

Einige Frauen schwören auf die Anwendung von Knoblauch in Kombination mit Joghurt. Diese Anwendung ist höchst bedenklich und nicht empfehlenswert, da Knoblauch eindeutig Bakterien und nicht Pilze abtötet. Vorbeugend wird Knoblauch allerdings sehr häufig verwendet – allerdings auf dem Speiseplan. In Extremfällen raten Ärzte, Knoblauch, Zwiebeln, Kümmel und Meerrettich in die tägliche Küche einzubauen, da diese Stoffe pilzhemmend wirken. Eine Behandlung einer Pilzinfektion kann man mittels ,Knoblauch-Küche’ leider nicht ersetzen.

Tampons mit Naturjoghurt [1]

Die Meinungen über die Verwendung von Naturjoghurt zur Behandlung von Scheidenpilz sind sehr gespalten. Während auf der einen Seite die Ärzte im Internet meinen, dass der Joghurt das Risiko für Infektionen sogar erhöhen kann [3], schwören viele Frauen darauf [4].

So ein strittiges Thema kann man ohne Fachexperten nicht ausreichend aufklären. Aus diesem Grund befragte ich die erfahrene Krankenschwester und Heilpraktikerin Frau Kunick-Wünsche über die Risiken, Nebenwirkungen und Anwendung von Joghurttampons zur Behandlung von Scheidenpilz.

Einigen Lesern ist Frau Kunick-Wünsche vielleicht als Autorin der Zeitschriften „BIO” oder „Natur & Heilen” bekannt. Zudem ist sie der „Kopf” für Medizin im größten Autorennetzwerk Deutschlands „suite101.de” und hat den überaus hilfreichen Artikel „Was tun gegen Scheidenpilz? Helfen Joghurt-Tampons und Teebaumöl?” geschrieben, durch welchen ich auf sie aufmerksam geworden bin.

myNFP: In den Medien, gerade bei Fachärzten, wird der Naturjoghurt-Tampon zur Behandlung des Scheidenpilzes oft negativ dargestellt. Am Häufigsten wird das Risiko der Austrocknung der Scheide sowie die Verträglichkeit des Joghurt in der Scheide aufgeführt. Wie sehen Sie diese Problematik?

Frau Kunick-Wünsche: Es gibt wie bei jeder Sache im Leben Für- und Gegensprecher. Zur Tamponfrage allgemein müssen sie sich vorstellen, dass es sich hier bei allen schlauen Ratschlägen, die sich eher kritisch oder sogar negativ dagegen äußern, wie bei einem Beipackzettel eines Medikamentes handelt. Alles das, was irgendwann einmal aufgetreten ist, wird aufgeführt und lässt viele Menschen geradezu in Angst und Schrecken versetzen. Logisch, wenn man dies liest.
Die Probleme der Austrocknung der Scheide und der Verträglichkeit des Joghurts können durch die richtige Anwendung des Joghurt-Tampons bzw. richtige Auswahl des Joghurts in den meisten Fällen entkräftet werden. Als Joghurt ist ausschließlich Naturjoghurt ohne Geschmacks- und/ oder Fruchtzusätze erlaubt. Dieser Joghurt ist dann auch für die Scheide verträglich, da er keine Fremdstoffe enthält. Probiotische Joghurts sind vorteilhaft, da sie den wichtigen Bakterienstamm Lactobacillus acidophilus enthalten, welche auch in Vaginaltabletten und Zäpfchen mit Milchsäure vorhanden ist. Damit der Tampon die Scheide möglichst wenig austrocknet, sollte er sich vor dem Einführen wirklich mit Joghurt vollsaugen.

myNFP: Wie lange sollte der Joghurt in der Vagina bleiben?

Frau Kunick-Wünsche: Etwa 4 bis 8 Stunden. Am Besten verwenden Sie den Joghurt-Tampon über Nacht.

myNFP: Ist das nicht ein Risiko? – Schließlich schlafen manche Frauen länger als 8 Stunden.

Frau Kunick-Wünsche: Selbst wenn es einmal am Wochenende länger sein sollte, so ist dies absolut kein Problem, denn der Joghurt-Tampon ist feucht, absolut feucht! Eventuelle Tampon-Probleme entstehen meist nur, wenn im Laufe der Periode zu viel Trockenheit herrscht. Dies kann durch die richtige Wahl der Tampon-Größe zum richtigen Zeitpunkt minimiert werden. Wenn man außerhalb der Menstruation ein Joghurt-Tampon einführen möchte empfiehlt sich die Größe Mini, da der Tampon ja im vollgesaugtem Zustand noch einführbar sein sollte.

myNFP: Das ist ja interessant. Viele Frauen sehen das Risiko der Austrocknung nicht in der Wahl der richtigen Tampons, sondern denken, dass sich der Joghurt zu schnell auflösen könnte. Gibt es hier ein Risiko oder ist das unbedenklich?

Frau Kunick-Wünsche: Der Großteil des Joghurts kommt mit dem Tampon wieder heraus. Der Rest, der in der Scheide verbleibt, wird mit dem natürlichen Selbstreinigungsmechanismus der Vagina ausgeschieden. Aus diesem Grund ist die Auflösung des Joghurts in der Vagina eher unbedenklich im Bezug auf die Austrocknung der Scheide.

myNFP: Wie viele Tage würden Sie die Joghurt-Kur zur Behandlung eines Scheidenpilzes empfehlen?

Frau Kunick-Wünsche: Standardempfehlungen, wie es in der Schulmedizin üblich ist, gibt es hierbei nicht. Eine Frau, die mit dem Symptombild einer Scheidenpilzinfektion gut vertraut ist und bereits bei den allerersten Anzeichen mit der Behandlung beginnt, kann die Sache ganz schnell in den Griff bekommen, im Gegensatz zu einer bereits voll aufgeblühten Infektion. Wichtig ist, die Behandlung auch bei eingetretener Beschwerdefreiheit noch zwei Tage weiter durchzuführen, um das Scheidenmilieu weiter zu stabilisieren und einer schnellen Reinfektion mit noch vorhandenen Pilzen beziehungsweise deren Vermehrung vorzubeugen.

myNFP: Wann sollte man spätestens zum Arzt gehen, wenn die Wirkungen des Joghurttampons ausbleibt?

Frau Kunick-Wünsche: Ein Arzt sollte auf jeden Fall aufgesucht werden, wenn nach drei Tagen Selbstbehandlung keine Besserung eintritt.

myNFP: Worauf sollte man bei der Behandlung von Scheidenpilz mit Naturjoghurt besonders achten?

Frau Kunick-Wünsche: Die angegebenen Behandlungsvorschläge mit Joghurt-Tampons haben vielen Frauen schon geholfen, eine Garantie gibt es für die Therapie jedoch nicht. Die Behandlung einer Vaginalmykose ist von vielen weiteren Faktoren abhängig, wie vom Ausmaß der Infektion, Immunstatus, vorgeschädigter Vaginalschleimhaut und von der persönlichen Compliance des Patienten hinsichtlich bestimmter Therapieformen. Die im Interview vorgestellte Joghurt-Tampon-Methode ist auch nur für Frauen geeignet, die sicher selbst beurteilen können, ob tatsächlich ein Scheidenpilz vorliegt.

myNFP: Eine letzte Frage zum Abschluss. Sie kennen sich als Krankenschwester und Heilpraktikerin in der Schulmedizin sowie in der Naturheilkunde bestens aus. Welches System ist besser?

Wir alle brauchen die Naturheilkunde, ebenso wie auch die Schulmedizin. Beide Systeme ergänzen sich sinnvoll. Aus diesem Grund setze ich mich persönlich dafür ein, dass zum Wohle aller Patienten beide Systeme besser zusammenarbeiten.

Für Leser, die sich mehr für die Naturheilkunde von Frau Kunick-Wünsche interessieren, haben wir hier einen Link zu ihrer Homepage eingerichtet.

Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien

Wesentlich unbedenklicher als die Naturjoghurt-Variante sind Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien, welche sehr günstig erworben werden können. Milchsäurebakterien sind Bewohner der Vaginalschleimhaut und sorgen für ein natürliches, saures Millieu. Sie eignen sich besonders zur Vorbeugung sowie nach einer Anwendung der Antimykotika-Behandlung.

Zur Anwendung werden diese über einem Zeitraum von sieben bis zehn Tagen einmal täglich in die Scheide eingeführt.

Aloe Vera [9]

Im Naturforum habe ich gelesen, dass einige Frauen als Gleitgel Aloe-Vera-Gel vor dem Verkehr verwenden, da man hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Zum einen soll Aloe Vera gegen Scheidenpilz helfen, da es antibakterielle, antimykotische und antivirale Wirkung hat. Zum anderen kann es ein vaginalvertägliches Gleitgel sehr gut ersetzen.

Lapacho-Rinden-Tee [2]

Schon die Indianer wussten von der reinigenden und entgiftenden Wirkung der Lapacho-Rinde und nutzen sie seit vielen Jahren.

„Lapacho Rinde enthält eine besondere Kombination und Konzentration von seltenen Mineralsalzen und Spurenelementen.”

Der Tee ist ein wahres Wundermittel und kann bei „Asthma, Arteriosklerose, Allergien, Bronchitis, Blutarmut, Dickdarm-, Blasen- und Prostataentzündungen, Diabetes, Leukämie, Knochenmarkentzündungen, Parkinson, Pilzerkrankungen Rheuma, Hautproblemen und schlecht heilenden Wunden eingesetzt werden.”

Aus diesem Grund hilft er nach Ansicht der Frauen in Foren auch
gegen Scheidenpilz, gerade in der Vorbeugung oder kurativ.

Zur Zubereitung des Tees werden ein bis zwei Esslöffel Rinde auf ein Liter fast kochendes Wasser gegeben. Das Gemenge aus Rinde und Wasser sollte kurz kochen und danach zugedeckt 15 Minuten ziehen. Zum Schluss wird die Rinde vollständig abgesiebt, sonst schmeckt der Tee bitter.

Während der Menstruation können Hausmittel weniger wirksam sein. Darauf sollte bei der Auswahl der Behandlungsmethode geachtet werden.

Probiotische Tampons [12]

Viele Hausmittel sind während der Periode weniger wirksam. Gerade in diesem Zeitraum ist das Risiko an Scheidenpilz zu erkranken sehr groß. Zur Vorbeugung von Scheidenpilz wurde vor Kurzem ein neues Produkt auf den Markt gebracht – die probiotischen Tampons.

Probiotische Tampons enthalten, ähnlich wie der Naturjoghurt Tampon, Milchsäurebakterien im Innern der Spitze des Tampons. Die Bakterien werden erst bei Körpertemperatur und somit in der Vagina freigesetzt. Aus diesem Grund sollten die Tampons etwa bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Die probiotischen Tampons können sowohl bei einer bestehenden Pilzinfektion sowie vorbeugend eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Tampons ist klinisch getestet. Die Tampons haben eine CE-Zertifizierung der Klasse 3. Die Tampons werden ausschließlich vorbeugend während der Menstruation angewendet. Die Anwendungsdauer hängt von der Stärke der Regelblutung ab. An Tagen mit starker Blutung werden drei bis sechs Stunden Tragedauer empfohlen. Dagegen ist an schwachen Regeltagen bis acht Stunden Tragedauer möglich. In seltenen Fällen können die Tampons allergische Reaktionen auslösen.

Weitere Hinweise zur Anwendung sowie eventuelle Nebenwirkungen sind aufgrund der Übersichtlichkeit des Beitrags hier nicht dargestellt. Sie sollten nach dem Kauf in der Verpackungsbeilage nachgelesen werden.

Blasenentzündung [6]

Die Blasenentzündung bzw. Zystitis ist eine Infektion der Harnwege, hervorgerufen von Bakterien. Eine Blasentzündung ist sexuell übertragbar, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Sie kann bei Frauen vermehrt nach dem Geschlechtsverkehr auftreten, da Bakterien bei dem Akt in die Harnröhre gelangen können. Etwa 50 bis 70 Prozent der Frauen haben mindestens einmal im Leben eine Blasenentzündung. Bei fünf bis zehn Prozent der Frauen kehrt die Krankheit mehrmals wieder. Zystitis ist eine bakteriell bedingte Erkrankung. Über die Harnröhre gelangen Bakterien in die Blase und können dort eine Entzündung auslösen. Steigen die Bakterien von der Harnblase über die Harnleiter bis zur Niere auf, können sie in schweren Fällen zu einer Nierenbeckenentzündung im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen.

Symptome

Die Entzündungen der Blase können zu ständigem Handrang führen, wobei pro Toilettengang nur geringe Mengen Urin ausgeschieden werden. Schmerzen im Unterleib entstehen häufig durch das Zusammenziehen der Harnblase während des Wasserlassens. Ebenso kann oft ein Brennen beim Wasserlassen und Blut im Urin beobachtet werden.

Vorbeugung [8]

Schon im Vorfeld kann das Risiko einer Entzündung deutlich reduziert werden, und zwar durch den Gang zur Toilette unmittelbar nach dem Sex. Die meisten Bakterien werden dadurch sofort herausgespült.

Wer viel trinkt, senkt das Risiko eine Blasentzündung zu bekommen.
Mindestens 2,5 Liter täglich. Ideal geeignet sind Wasser, Früchte- oder Kräutertee.

Gesunde Ernährung kann sich positiv auswirken. Zur Vorbeugung ist ein ausgewogenes und vielfältiges Essverhalten empfehlenswert. Allerdings sollte stark gesalzenes und gewürztes Essen gemieden werden, denn Salz und Gewürze reizen die Blase.

Das Ansäuern des Urins mit entsprechenden Mitteln wie Acimol kann dazu beitragen, das Bakterienwachstum in der Blase zu vermindern.

Blasentzündung ist auch eine Frage der richtigen Hygiene. Eine übertriebene Reinigung des Intimbereiches mit Seife oder Intimsprays kann sich negativ auswirken. Die Mittel können ihre empfindliche Haut reizen und den Säureschutzmantel schädigen.

Wer sich richtig kleidet, senkt ebenso das Risiko einer Entzündung der Blase. Prophylaktisch sollte die Frau immer frische und nicht zu enge Baumwollunterwäsche tragen, welche bei 60°C – 90°C gewaschen wurde. Unterwäsche aus Kunstfasern oder Kunststoffe sollte gemieden werden.

NFP-Vorteile in der Vorbeugung

Frauen, die mit der Pille verhüten, neigen vermehrt zu einer Blasenentzündung. Die regelmäßige Pilleneinnahme senkt hierbei den Östrogenspiegel. Östrogene schützen jedoch den Körper vor Infektionen. Sie helfen dabei, die Schleimhaut der Harnröhre und der Blase zu verdicken, welche einen Schutzwall für die eindringenden Bakterien darstellt. Sinkt der Östrogenspiegel, wird der Schutzwall vermindert, was das Risiko einer Infektion steigert [7].

Zu häufiger Sex kann die Harnröhre und Blase in ihrer Funktion reizen und zur sogenannten Flitterwochenzystitis führen. Den gleichen Effekt können zu große oder drückende Diaphragmen auslösen [7].

Die Verhütung mit NFP-Methoden beeinflusst den natürlichen Hormonkreislauf nicht. Zudem wird auch die Blase und Harnröhre durch die Anwendung der Methoden der natürlichen Familienplanung nicht gereizt. Somit kann man sagen, dass die Verhütung mit NFP-Methoden eine gute Vorbeugung gegen eine Blasentzündung ist.

Hausmittel und Behandlungsmethoden

Blasenentzündung ist, früh erkannt, sehr gut mit Hausmitteln behandelbar.
Zum Hausarzt oder Urologen sollte man gehen, wenn mit Naturheilmitteln keine Besserung spätestens nach drei Tagen erreicht wird. In diesem Fall sind Antibiotika vom Arzt meist sehr wirksam.

Cranberrysaft

Zur Vorbeugung und bei leichter Blasenentzündung ist hundertprozentiger Cranberrysaft oder Preiselbeersaft sehr empfehlenswert. Die Eigenschaften des Saftes verhindern, dass sich die Bakterien überhaupt an den Blasenwänden festhalten können.

Preiselbeersaft ist in fast jedem Naturkostladen erhältlich.

Zur Anwendung empfiehlt sich eine Kur von täglich etwa 75 ml über zehn Tage. Der Kauf von Cranberrysaft im Supermarkt mit etwa 30 % Fruchtgehalt ist nicht zu empfehlen, da der Zucker die Wirkung in der Regel aufhebt.

Wer den sauren Geschmack des Saftes nicht mag, kann auf Nahrungsergänzungsmittel wie z. B. Cranberry-Kapseln und Cranberry-Lutschtabletten zurückgreifen.

Viel trinken, Nieren- und Blasentee

Generell hilft viel trinken (mindestens zwei bis drei Liter täglich), auch wenn das Wasserlassen durch die Entzündung der Blase schmerzt. Wer viel trinkt, spült die Harnwege frei und hilft ihnen dabei, sich von den gefährlichen Bakterien zu lösen. Nieren- und Blasentees unterstützen diesen Vorgang noch besser als andere Getränke. Kaffee, schwarzer Tee, saure Fruchtsäfte oder Alkohol sollten während einer Blasenentzündung vermieden werden.

Nieren- und Blasentee ist in fast jedem größeren Supermarkt, Drogerien und Apotheken erhältlich.

Drei bis fünf Tassen Blasentee pro Tag sind Pflicht.

Wärmflasche, Sitzbäder, Massagen

Bei einer Blasenentzündung können auch Magen- oder Nierenschmerzen auftreten, die mit einer Wärmflasche und Sitzbädern sehr gut gemildert werden können.

Außerdem helfen Massagen des Bauches und des Unterrückens, die Verspannungen zu lösen. In Asien werden die Schmerzen einer Blasentzündung häufig mit Reflexzonenmassage behandelt.

Bärentraubentee [10]

Das Heidenkraut enthält antibakterielle Wirkstoffe wie Arbutin.
Dies macht die Kräuter zu einem effektiven Mittel gegen Blasenentzündung, dass auch bei akuten Beschwerden helfen soll. Übrigens hilft Bärentraubentee auch bei Infektionen der Harnwege.

Zur Anwendung sollte man drei Mal am Tage je eine Tasse Bärentraubentee trinken. Der Zeitraum, in welchem der Tee getrunken wird, sollte eine Woche nicht überschreiten. Es kann sonst zu Magenreizungen sowie Leberbeschwerden kommen.

Bei Schwangerschaft oder Kleinkinder darf der Tee nicht zur Behandlung von Blasenentzündung angewendet werden! In diesen Fällen wendet ihr am besten andere Behandlungsmethoden und Hausmittel an.

Meerrettich

Meerrettich wirkt reinigend und antibakteriell. Aus diesem Grund solltet ihr während einer Blasenentzündung Meerrettich essen oder trinken. Für die letztere Variante mischt man drei Esslöffel Meerrettich und etwas Zitronensaft mit einem halben Liter Wasser zusammen und lässt den Trunk mehrere Stunden ziehen. Anschließend trinken. Zugegeben, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig – seine Wirkung jedoch unumstritten.

Hausmittel gegen Scheidenpilz und Blasentzündung auf einen Blick

Krankheit Symptome Behandlung
Scheidenpilz Juckreiz, Brennen in der Scheide, bröckliger weißer/gelblicher Ausfluss, Schwellungen und Rötungen am After und Vaginalbereich, Schmerzen beim Wasserlassen Knoblauch essen, Tampons mit Naturjoghurt, Vaginaltabletten, Anti-Pilz-Cremes, Aloe Vera, Lapacho-Rinden-Tee, Milchsäure-Vaginalzäpfchen,Probiotische Tampons
Blasenentzündung Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Nieren und Unterleibsschmerzen Cranberrysaft, Cranberrytabletten, Wärmflasche, Sitzbäder, Massagen, viel trinken, Nieren- und Blasentee, Meerrettich, Bärentraubentee

Dieser Artikel zeigt einmal mehr, dass NFP-Anwenderinnen viele Vorteile genießen, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind. Es würde mich daher brennend interessieren, ob euch NFP-Methoden geholfen haben, eine der angesprochenen Krankheiten früher zu erkennen? Welche Hausmittel nutzt ihr, um die aufgeführten Krankheiten zu behandeln? Was hat euch geholfen, was könnt ihr nicht empfehlen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Marcus Krahlisch für myNFP

In einem Artikel allein kann eine Krankheit nicht vollständig dargestellt werden. Aus diesem Grunde empfehlen wir vor der Anwendung der dargestellten Methoden mit einem Arzt oder Fachkundigen zu sprechen. Falls in dem Artikel etwas falsch oder unverständlich dargestellt ist, bitten wir die Leser, es umgehend zu melden. Eine Korrektur wird dann umgehend durchgeführt. Wir übernehmen keine Haftung für die Wirksamkeit der angegebenen Hausmittel.

Weitere Hausmittel und Informationen erhaltet ihr unter den angegebenen Quellen:

[1] Barbara Kunick, Was tun gegen Scheidenpilz? Helfen Tampons und Teebaumöl?,babara-kunick-wuensche.suite101.de,Juli 2010

[2] Forumbeitrag von Angelika, Lapacho-Rinden -Tee, natur-forum.de, November 2002

[3] Springer Medizin, Auf einen Blick: Scheidenpilzinfektion, scheidenpilz.com , Mai 2007

[4] Forumbeitrag,Tampon mit Naturjoghurt, med1.de April 2006

[5] Autor: Dr.Christian Windelen, Vaginalmykosen – Pilzerkrankungen der Scheide, hilfreich.de, Unbekannt

[6] Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz, Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz, Blasenentzündung (Zystitis), onmeda.de, November 2010

[7] Dr. med. H. T. Giesen, Informationsschrift zum Thema ?Blasenentzündung’ (Zystitis),drhaegele.de, Unbekannt

[8] Dr. R. Pfleger, Ratschläge zur Vorbeugung einer Blasenentzündung, dr-pfleger.de, 2011

[9] Forum-Beitrag von Angelika, Aloe-Vera-Gel – wiederkehrender Scheidenpilz, natur-forum.de,November 2004

[10] Unbekannt,Hausmittel gegen Blasententzündung (Zystitis) – Bärentraubenblättertee, hausmittel-gegen-Blasenentzündung, Oktober 2010

[11] Professor Dr. med. Dr. med. habil. Ernst-Rainer Weissenbacher, Pilzerkrankungen im Genitalbereich, apotheken-umschau.de, Juli 2010

[12] Unbekannt, Probiotische Tampons, ellen.de, Unbekannt

[13] Unbekannt, Wie wende ich Soft-Tampons an, soft-tampons.de, Unbekannt

16 Antworten auf Hausmittel gegen Scheidenpilz und Blasenentzündung

  1. henna sagt:
    31. August 2011 um 21:07

    Hm, also vaginale Pilzinfektion und Blasenentzündung sind keine Geschlechtskrankheiten im eigentlichen Sinne – und bei Verdacht auf HPV, immerhin die Ursache von Zervixkarzinom an dem Jahr für Jahr viel zu viele Frauen sterben, empfinde ich es äusserst fahrlässig irgendwas anderes als ”ab zum Arzt” zu empfehlen.

    Im Falle, dass der Krankheitsverlauf schon sehr fortgeschritten ist, muss dringend ein Facharzt der Urologie oder Dermatologie aufgesucht werden. Dieser kann mit speziellen Cremes, Flüssigkeiten, Vereisen, Hitze, Lasertherapie oder operativer Entfernung helfen.

    Bei sichtbaren Anzeichen (Feigwarzen) weiss frau einfach nicht, ob sie nicht doch schon eine Dysplasie am Muttermund hat, oder ob die Viren high risk sind oder nicht. Das kann man nicht selbst abklären. Nur ein Fachmann kann entscheiden, ob der Krankheitsverlauf sehr fortgeschritten ist, nicht die frau selbst.

    Wichtig ist, dass bisher noch kein medizinischer Weg existiert, die Viren gänzlich auszulöschen. Aus diesem Grund kann man – einmal erkrankt – immer wieder an Genitalwarzen erkranken.
    Meines Wissens trift das lebenslange persistieren und wiederaufflammen auf Genitalerpes zu, keineswegs auf HPV, welches auch mal bestenfalls unbehandelt gänzlich versschwinden kann(im Sinne von: Ausheilen, Immunsstem hat das Virus erfolgreich bekämpft).

    • Marcus sagt:
      31. August 2011 um 22:13

      Liebe Henna,

      danke für deinen Kommentar. Du hast recht, Genitalwarzen sind ein Grenzfall. Wie du richtig sagst, können sie auch Anzeichen von Dysplasie sein. Danke für diesen Hinweis.

      Allerdings steht im Blog unten, dass wir vor der Anwendung der Methoden empfehlen einen Arzt aufzusuchen. Darüber hinaus glaube ich, dass wenn Dinge wieder auftauchen man schnell erkennen kann, worum es sich handelt. Sobald etwas nicht anschlägt, geht man sowieso so schnell es geht zum Doktor. Zudem
      ist manchmal am Wochenende kein Arzt verfügbar. In diesem Fall sind Hausmittel eine Alternative, das wird in der Einleitung des Blogs angesprochen.

      Hinsichtlich der Genitalwarzen habe ich recherchiert, dass sie immer wiederkehren können.

      Es gibt Mittel und Wege, um Warzen kurzfristig oder auch längerfristig zu entfernen. Es gibt jedoch derzeit keine Möglichkeiten, um etwas gegen humane Papillomviren zu tun. Konkret heißt das, es kann prinzipiell immer zu Rückfällen kommen.

      Quelle:

      http://www.warzenentfernen.com/behandlung-mittel-gegen-feigwarzen/

      • henna sagt:
        31. August 2011 um 22:36

        Hi Marcus,
        wichtig ist einfach dass bei HPV nur eine ärztliche Untersuchung Aufschluss darüber geben kann, ob eine Gefahr besteht, man kann es ja nicht von aussen sehen am Muttermund und auch nicht tasten(!). Wenn was äusselrich zu sehen ist, sollte man das also auch abklären.

        Die verlinkte Seite scheint mir nicht so fachgerecht zu sein, ich weiss also nicht wer das schreibt und wie er drauf kommt. Es ist wirklich so, dass man nichts gezielt und wirksam gegen das vorhandene Virus unternehmen kann, muss man aber nicht zwingend – meist verschwindet es von alleine oder nach Entfernen der Warzen, und zwar richtig, sprich unser Immunsystem wird dann mit den Resten von alleine fertig. Das es wie Herpesviren schlummern und erneut ausbrechen kann, höre ich zum ersten Mal und halte die Quelle für nicht überzeugend. Was hingegen recht wahrcheinlich ist, dass sich eine sexuell aktive Person irgendwann noch mal später damit ansteckt, bei der hochen Durchseuchung?

        • Marcus sagt:
          1. September 2011 um 10:27

          Hallo Henna,

          du hast Recht. Ich habe ein Update eingefügt. Genitalwarzen können wiederkehren, dass zeigt der folgende Beitrag:


          Studien zeigen, dass 20-30 % aller Genitalwarzen innerhalb von drei Monaten von selbst ohne Behandlung verschwinden. Dies geschieht am wahrscheinlichsten dann, wenn die Warzen klein und vereinzelt sind. Warzen, die nicht von selbst verschwinden, können durch eine Behandlung beseitigt werden. Sie können aber auch wiederkehren, und müssen dann erneut behandelt werden. Die Rückfallraten hängen von der verwendeten Therapie und den individuellen Umständen ab. Durchschnittlich wird jedoch geschätzt, dass 30 % aller Genitalwarzen wiederkehren und etwa drei Behandlungszyklen erfordern.

          Quelle:
          http://www.hpv-test.de/about-hpv/genital-warts-faqs/#Do-genital-warts-go-away

          (Kommentar wurde aktualisiert!)

  2. D_ sagt:
    1. September 2011 um 10:36

    Zum Thema Naturjoghurt bei Candida: Inzwischen gibt es Milchsäurebakterien auch als Vaginalzäpfchen in der Apotheke. Meiner Erfahrung nach unkomplizierter in der Anwendung als Naturjoghurt auf Tampons, zumal Tampons in einer wunden Vagina mechanisch reizen können, während das Zäpfchen sich einfach auflöst.

  3. sonnenblumenkern sagt:
    2. September 2011 um 22:38

    Also ich schwöre schon seit langem auf den besagten Cranberrysaft. Dadurch habe ich mir schon einige Male den Gang zum Arzt gespart sowie auch die Praxisgebühr+Rezeptzuzahlung. ;) Wobei der Saft aber auch relativ teuer ist mit etwa 6-8 ¤ pro Liter.

    Ich neige dazu relativ schnell eine Blasenentzündung zu bekommen und weiß mittlerweile schon sehr genau wie es sich anfühlt, wenn sich eine anbahnt. Sobald ich ein Anzeichen dafür spüre trinke ich ca. 1/2 Liter 100%igen Cranberrysaft über einen Tag verteilt. Meistens ist es dann schon am selben Tag oder spätestens am zweiten Tag weg. Wenn ich „Angst” habe, dass es zu einem Rückfall kommen könnte, mache ich auch oft eine Kur mit täglich einer Espresso-Tasse voll vom 100%igen – so lange bis die Flasche aufgebraucht ist.

  4. Virus sagt:
    3. September 2011 um 10:54

    Ich finde in dem Zusammenhang mit HPV interessant, dass mehrere Studien belegen, dass der Impfstoff für junge Mädchen auch bei Männern wirkt.

    Allerdings ist die Impfung nicht hundertprozentig sicher, etwa 3 % der Testpersonen erkranken trotz Impfung.

    Die Impfung wird vorwiegend bei homosexuellen Männern empfohlen, da die ein höheres Ansteckungsrisiko haben.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34407

    Wenn ich einen Sohn hätte, würde ich ihn gegen HPV impfen lassen, denn so werden viele Frauen und er selbst geschützt. Schließlich ist das Zervixkarzinom die zweithäufigste Krebsform bei Frauen.

    Allerdings finde ich nicht gut, dass trotz Impfung immer noch 3 % erkranken. Das ist meiner Meinung nach viel zu viel. Eine gewisse Unsicherheit wird also immer mitspielen.

    Im med1.forum habe ich gelesen, dass eine Frau die Viren seit über 1.5 Jahren nicht los wird. Sie hat Angst ihre Sexualpartner anzustecken und Ihnen von den Viren zu erzählen. Schließlich sagt niemand gern: „Hey du, ich habe übrigens gefährliche Viren in meinem Körper – die Krebs auslösen können – wenn wir miteinander?” Sie verzichtet aus diesem Grund schon 1.5 Jahre auf Sex. Einfach schrecklich. Nein, dass muss aufhören. Nur mit einer Impfung für Frau und Mann kann dieser Mist wird das enden?

    Ein anderer Aspekt ist das die Pille das Risiko einer Gebärmutterkrebserkrankung steigert. Also auch zeigt sich wieder ein Vorteil für NFP. Leider hat keiner von den Frauen im med1-forum zu NFP geraten. Schade eigentlich!

    http://www.med1.de/Forum/HPV/412691/

    Ich finde es gut, dass in diesem Blog schnell reagiert wurde und auf die Gefährlichkeit des Virus hingewiesen wird und auf die NFP-Vorteile eingegangen wird. Mein Fazit ist: Sex macht Spaß, mit NFP noch mehr?

  5. InaNabiNat sagt:
    3. September 2011 um 12:17

    Hey :) Ich schwöre auf Joghurt bei Pilzen. Allerdings ist das ziemlich larifari beschrieben?
    Der Tampon muss im Joghurt ”ziehen”, sich komplett vollsaugen, sonst entzieht er der Scheide Feuchtigkeit, was kontraproduktiv wirkt. Der Joghurt sollte mögl. Vollfett und probiotisch sein.
    Ich habe in einem Blogg mal gelesen, dass man 2 Tropfen Teebaumöl zum Joghurt geben soll für die Desinfektion. Hab ich getestet (war etwas ungläubig bezügl. des Teebaumöls) – funktioniert sehr gut! Sogar zur ”richtigen” Pilzbehandlung!!!! :) :)
    Anti-Pilz-Creme und Vaginal-Tabletten sind für mich keine alternativen Heilmethoden! Die reizen die Schleimhaut doch nur noch mehr. Manchmal leider nicht zu umgehen.
    Liebste Grüße!!! :)

  6. Alana sagt:
    7. September 2011 um 07:31

    Ich möchte mich ausdrücklich darüber beschweren, dass Blasenentzündungen und Scheidenpliz als Geschlechtskrankheiten bezeichnet werden!
    Beides kann man völlig ohne Kontakt zu anderen Menschen bekommen.

    Übrigens ist z.B. Cranberrysaft bei Blasenentzündung höchstens zur Vorbeugung geeignet. Die Wirksamkeit bei akuten Entzündungen ist durch diverse Studien widerlegt.

    Außerdem gehört man mit Nierenschmerzen zum Arzt (Stichwort Nierenbeckenentzündung).

    Für weitere Anmerkungen habe ich gerade keine Zeit. Sie werden eventuell noch folgen.

  7. Blaustern sagt:
    7. September 2011 um 11:25

    Marcus hat doch schon darauf hingewiesen, dass es auf die Definition von Geschlechtskrankheiten ankommt die man verwendet, ob man Scheidenpilz und Blasenentzündung zu den Geschlechtskrankheiten zählen kann oder nicht. Außerdem steht doch in dem Artikel ausdrücklich, dass man einen Arzt aufsuchen sollte, auch wenn man die Hausmittel anwendet. Daher verstehe ich deine Einwände nicht ganz Alana.

  8. Alana sagt:
    7. September 2011 um 17:52

    @ Blaustern

    Es gibt genügend Seiten auf denen solche oder ähnliche Informationen zu finden sind. Ich hätte mir einen Artikel gewünscht, der dem bisherigen Niveau von mynfp entspricht und nicht einen schlecht recherchierten Artikel, mit mehreren Nachträgen. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.Im übrigen gibt es immer genügend Leute die dann nicht zum Arzt gehen und die genannten Mittelchen trotzdem verwenden. Also kann man gleich etwas empfehlen, dessen Wirksamkeit und Sicherheit erprobt ist.
    Wenn es nicht gerade Genitalwarzen sind, gibt es so einiges das nicht auf synthetischen Wirkstoffen beruht und eine hohe Qualität besitzt.

    Übrigens halte ich von Joghurttampons nicht viel. Sie sind für diesen Zweck nicht gedacht, außerdem können Verunreinigungen im Joghurt erst recht zu Problemen im Vagnialbereich führen.

    Teebaumöl auf Feigwarzen würde ich erst recht keinem empfehlen. Stark konzentriert kann Teebaumöl auch reizen, außerdem ist bei Produkten die gegen ”alles” helfen immer ein auch bisschen gesunde Skepsis angebracht.

    @ Virus

    MIR reicht die Datenlage nicht aus um die HPV Impfung zu befürworten. Da ist es mir auch völlig egal was die STIKO und der Hersteller dazu erzählen.
    Ich würde auch nicht meine Tochter impfen lassen. Einen Sohn schon zweimal nicht. Außerdem sind es nur 2-3 Typen des Virus (je nach Impfstoff) gegen die überhaupt geimpft wird. Es gibt noch deutlich mehr Untertypen mit denen man sich immer noch infizieren kann.
    Früherkennung und Kondome sind das A und O. Auch mit Impfung.

  9. Marcus sagt:
    7. September 2011 um 18:05

    Alle Kommentare vor diesem Kommentar beziehen sich auf einen früheren Beitrag, welcher neu überarbeitet wurde.

    Liebe Leser, der Blog wurde nun grundlegend überarbeitet. Wir hoffen, dass euch der Beitrag gefällt, und freuen uns über weitere Kommentare und Anregungen. Einen herzlichen Dank möchte ich auch an Frau Kunick-Wünsche aussprechen, welche sich zu einem Interview zum Scheidenpilz bereit erklärt hat.

    Wir haben uns entschieden alle Kommentare stehen zu lassen, da wir darüber froh uns stolz sind, dass die Leser des myNFP Blogs immer wieder so kritisch und fleißig kommentieren:) Ohne euch wäre dieser Blog nicht so hochwertig und gut. Fehler können in jedem Blog passieren, daher können wir nur versprechen diese zu korrigieren und zu minimieren.

    Viele Grüße sendet euch Marcus

  10. Schüssler Salze abnehmen sagt:
    17. Dezember 2011 um 15:00

    Hi, ich bin wirklich froh, dass ich diese Info gefunden. Heute Blogger nur über Klatsch und Web-Zeug zu veröffentlichen und das ist wirklich reizend. Eine gute Seite mit interessanten Inhalten, das ist was ich brauche. Danke, dass Sie diese Website, und ich werde wieder besuchen werden. Machen Sie Newsletter? Ich kann ihn nicht finden.

  11. Sugar sagt:
    25. April 2012 um 19:24

    Also ich kann hier das Muli-Gyn-Actigel empfehlen. Es hilft auf der Basis von Aloe Vera und ich bin meine rezidivierenden Harnwegs- und Pilzinfektionen komplett losgeworden! Gibt es in der Apotheke und ich kann es jeder Frau die mit Infektionen oder Trockenheit Probleme hat absolut empfehlen.

  12. Petra sagt:
    20. September 2014 um 17:51

    Zu diesem Thema habe ich einen gut verständlichen und kurz gefassten Bericht gelesen. Der Lösungsansatz ist interessant und funktioniert. Habe ich selber getestet.