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Messweise, Thermometer usw.
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Krachbum
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Hallo :wave:

Du kannst alle Werte auch nachträglich in der App einpflegen.
In meiner Signatur findest du einen Link zur Anleitung wie man die Zyklen freigeben und verlinken kann.

LG
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Bisher konnte nicht regelkonform ausgewertet werden. Das heißt entweder hat noch kein ES stattgefunden oder der ES war eventuell gerade erst, das kann man aber erst sicher sagen, wenn die Auswertung erfolgt ist.

Kennst schon den Wissenteil von mynfp bzw. das Buch natürlich & sicher? Dort findest du alle Regeln, Beispielzyklen mit Auswertung usw.
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Der Wissensteil hier ist super! Wenn du noch Fragen hast, melde Dich :thumbup:
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Beides gibt es in deinerKurve noch nicht. Sowohl die Hilfslinie als auch die ehm lassen sich erst durch die Auswertung festlegen.

Schau dir mal meine aktuelle Kurve an (in der Signatur verlinkt). Ließ dir bitte die Auswertungsregeln durch und versuche dann mal meine Auswertung nachzuvollziehen. Dann kannst du auch versuchen nachzuvollziehen, warum du (noch) nicht auswerten konntest.

Hier die Regeln:
https://www.mynfp.de/temperatur-auswerten
https://www.mynfp.de/zervixschleim-beobachten
https://www.mynfp.de/temperatur-und-zer ... ombinieren
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Ich war faul und habe so gerade eben genug niedrige Werte gesammelt, um auszuwerten ;)

Hast du schon die Regeln gelesen und die Beispielzyklen angeschaut? Ich glaube vorher bringt es nichts viel zu erklären. So ein Grundgerüst an Regelwissen sollte vorher idealerweise vorhanden sein.
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

K@rina hat geschrieben: Sonntag 3. September 2023, 23:18 <gelöscht>
Du kannst noch keinen Eisprungzeitraum feststellen oder erahnen. Das geht tatsächlich erst, wenn du eine regelkonforme Auswertung hast.
Die hast du dann, wenn auf mindestens 6 niedrige Werte (Tieflage) 3 erhöhte Temperaturwerte folgen.
Von den 3 höheren Werten muss der 3. mindestens 0.2 Grad höher liegen als der höchste der 6 niedrigen Temperaturwerte (von diesem Wert wird die Hilfslinie festgelegt).
In meiner Kurve kannst du das gut sehen.
Das zeigt dir dann, dass der Progesteronspiegel angestiegen ist, was während bzw. nach dem ES passiert.
Die Ausnahmeregeln lass ich jetzt mal raus.

Nach dem ES sackt außerdem der Östrogenspiegel ab. Das wiederum erkennst du an der Verschlechterung der Zervixschleimqualität. Um den ES herum ist der ZS am besten, dann nimmt die Qualität ab. Wenn sich im zeitlichen Zusammenhang des Temperaturanstiegs auch der ZS verschlechtert (3 Tage schlechtere Qualität nach dem ZS-Höhepunkt), ist die Auswertung komplett und du kannst davon ausgehen, dass ein ES stattgefunden hat.

In deiner Kurve gibt es noch keine potentielle erste höhere Messung, daher hat wahrscheinlich auch noch kein ES stattgefunden.

LG :flower:
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Genauso ist es :D
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Re: Kurvenbild

Beitrag von Krachbum »

Die Kurve ist nicht nichtssagend, sondern sagt dir: da war (noch) kein Eisprung ;) . Auch für die Wechseljahre ist nfp super, weil man eben genau nachweisen kann, ob noch Eisprünge erfolgen oder nicht, wenn ja wann oder mehren sich doch anovulatorische Zyklen…
Ich steuer auch so langsam auf die Wechseljahre zu und kann mit Hilfe von nfp sehr schön verfolgen wie sich die Eisprünge gerade nach vorne verlagern.
Ich verstehe natürlich, dass man irgendwie eine „pünktliche“ bilderbuchartige Auswertung möchte. Das wird schon :flower:
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Re: Kurvenbild

Beitrag von The-cycle1992 »

Hey, ist wirklich nicht böse gemeint, aber ich glaube nicht, dass es so viel bringt, so viel über die eigene Kurve zu "philosophieren", wenn man die grundlegenden Basics noch nicht verstanden hat. Das meine ich echt nicht vorwurfsvoll, aber ich habe wirklich gefühlt fast ALLES gelesen, was es zu NFP im Internet gibt (natürlich auch n+s, wobei mir das wenig neues gebracht hat) - und trotzdem habe ich hin und wieder immer wieder große Fragezeichen, wenn ich mir meine Zyklen (oder auch die von anderen hier om Forum angucke). In meinem "Stadium" ist das aber hilfreich, wenn man so ganz am Anfang steht wissenstechnisch mE nicht.

Der Grund: Der Zyklus einer Frau ist selten wie er im Bilderbuch steht, es gibt zig Ausnahmen und Sonderfälle und Fragen, die erst bei der konkreten Anwendung aufkommen, man selbst und andere machen womöglich Fehler, gerade die KIWU verwenden auch mal eigene Kürzel oder dokumentieren irgendetwas nicht-regelkonform (was natürlich völlig legitim ist!), Erfahrene anwenderinnen messen nur an ganz wenigen Tagen, weil das für die Auswertung reicht, nicht wenige Frauen (mich eingeschlossen) haben PCOs oder andere Zyklusprobleme, und und und.... um aber wirklich die Theorie zu vestehen ist es am einfachsten, man hat Erklärungen und Beispiele, die erstmal vom Idealtypus ausgehen.

Stell dir eine Medzinstudentin oder eine Medizinstudentin vor: Die lernen auch erstmal die absoluten Standardkrankheiten zu behandeln und zu diagnostizieren - und steigen nicht direkt mit den richtig schwierigen Fällen á Dr. House ein :D
Oder beim Autofahren: In Fahschulbüchern wirst du auch erstmal Verkehrssituationen finden, wie sie eher in einer idealen Welt vorkommen. Im Straßenverkehr begegnen dir dann zig Situationen, wo du dich fragst : äh, und jetzt? Da hat mich aber keiner drauf vorbereitet. Aber wenn du nicht mal die Grundverkehrsregeln kennst, solltest du vielleicht nicht in Rom durch die Innenstadt fahren. Das Gleiche mit Fremdsprachen. ich könnte jetzt noch tausende Beispiele nennen ;)

Klar, kannst du hier Rückfragen etc. stellen und man wird dir sicher auch gerne helfen. Aber ich würde mich wirklich erstmal mit den ganzen Grundlagen beschäftigen. Ich persönlich gehe da sogar noch einen Schritt weiter und würde sagen: Bevor du dir das Sensiplan Regelwerk anschaust, lerne GANZ GENAU zu verstehen, wie der weibliche Zyklus funktioniert, welche Hormone sich wie verändern etc. (Wobei man da auch im Wissensteil sehr gute Infos findet). Denn wenn man die grundlegende Biologie verstanden hat, wird das Ganze um einiges durchsichtiger.

(Schmierblutungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Mens stehen, werden im Übrigen immer als S+ gewertet).

Sorry will dich mit meiner Meinung auch echt nicht angreifen, aber es gibt einfach so gute Bücher, Internetseiten, etc. (Wobei man die oft auch mit vorsicht genießen muss, denn oft werden auch fehlinformationen verbreitet), die das Thema richtig schön aufbereiten. Natürlich und Sicher enthält auch diverse Beispielzyklen und es gibt meine ich auch ein Arbeitsheft. Das kann einfach keine hier im Forum so gut und komprimiert rüberbringen. Wenn du Dinge nicht verstehst oder Beispiele brauchst, kannst du ja auch einfach erstmal mit den Bilderbuchartigen Musterzyklen arbeiten und zu denen deine Rückfragen stellen und parallel deinen Zyklus einfach mal beobachten, ohne Interpretationsversuche zu starten.
Just saying :flower:
"beobachtend" im 14. Zyklus - #fightPCOS - 32 und aktuell noch kinder(wunsch)los glücklich :flower:
The-cycle1992
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Re: Kurvenbild

Beitrag von The-cycle1992 »

Hey, ich sehe das Problem in der Hinsicht als ein gesellschaftliches. Ich kenne wirklich kaum Frauen, die wissen, wie der weibliche Zyklus funktioniert. Wir lernen das einfach micht. Genauso wie wir nicht lernen, wie beispielsweise sexuelles lernen funktioniert. Mich macht das teilweise echt wütend. Selbst als ich mit PCOs diagnostiziert wurde, hat mir niemand erklärt, was da wirklich in meinem Körper passiert (vielleicht, weil ich dann sofort durchschaut hätte, warum die Pille nicht die Lösung sein kann?). Was Zykluswissen angeht, kann ich dir echt den Podcast "einfach zyklisch" ans Herz legen. Die erklären das alles sehr gut und es gibt auch die ein oder andere nfp-folge.

Die unfruchtbare Phase am Zyklusanfang ist ein gutes Beispiel dafür, dass man das Ganze, wenn man die dahinterliegende Biologie mal verstanden hat, wesentlich besser greifen kann:
1. Ein gesunder, weiblicher Körper setzt irgendwann im Laufe des Zyklus eine Eizelle frei.
2. Bis diesem Zeitpunkt reifen im Körper kleine Eibläschen, die so genannten Folikel heran. Im Normalfall wird eines dieset Bläschen dann groß genug und springt. (Bei mir, die ich PCOs habe ist diese Eizellreifung gestört, weswegen die Phase bis zum Eisprung bei mir mitunter sehr lange dauert.)
3. Während dieser Phase steigt der Östrogenspiegel kontinuierlich an. Das hat diverse Auswirkungen auf den Körper. Unter anderem verändert sich dadurch der Zerfixschleim, er wird mehr, wässriger und erreicht bei vielen am Ende eine nahezu eiweißartige Konsistenz (S+). Damit wird er auch für Spermien immer durchlässiger. Aus diesem Grund ist der Schleim auch ein Indikator für den BEGINN der fruchtbaren Phase, weswegen Frauen mit Kinderwunsch dann gerade diese Tage "nutzen" sollten. Das Problem: Der Körper kann die Eizellreifung immer wieder pausieren, z.B. aufgrund von Stress. Deswegen ist der Schleim alleine kein zuverlässiger Indikator.
4. Nach erfolgtem Eisprung, ändert sich auch die Hormonlage im Körper: der Östrogenspiegel fällt wieder. Die Folge: Der Schleim wird wieder "schlechter" (klumpiger, weißlicher, matschiger - das variiert von Frau zu Frau). Stattdessen wird Progesteron freigesetzt und der Körper beginnt, sich physisch und psychisch auf eine Schwangerschaft einzustellen..Deswegen werden viele Frauen in dieser Phase eher "gemütlicher" , "häuslicher" und auch die Libido verändert sich bei vielen. Wurde keine Eizelle befruchtet, fällt der Progesteronspiegel irgendwann, die Gebärmutterschleimhat wird wieder abgebaut. Manchnal kommt es auch nochmal zu einem Östrogenanstieg, sodass kurz vor der Menstruation auch nochmal Schleim sehr guter Qualität auftreten kann (S+).
5. Progesteron ist gleichzeitig das einzige Hormon, was die menschliche Körpertemperatur mitbeeinflusst. Deshalb haben Frauen, die keine künstlichen Hormone nehmen, im Laufe des Zyklus zwei Temperaturniveaus - und das machen wir uns bei NFP zunutze. D.h. aber auch dass die Temperatur nur nach erfolgtem Eisprung entsprechend ansteigt und es keinej Eisprung ohne Temperaturanstieg gibt (seltene Erkrankungen jetzt mal außen vor gelassen).
6. Jetzt kann die Zeit bis zum Eisprung aber variieren - und das tut sie auch. Auch mit NFP haben wir keine Glaskugel, wir können nicht vorhersagen, wann denn der Eisprung stattfinden wird, nur wenn er definitiv stattgefunden hat. Gleichzeitig ist, wie gesagt, der Zerfixschleim ein Indikator für den (möglichen) Beginn der fruchtbaren Phase. Da wir aber kurze Zeit vor dem Eisprung nunmal am fruchtbarsten sind und Spermien eine gewisse Zeit in Körper überleben können, gehen wir bei NFP sofort von Fruchtbarkeit aus, sobald der Schleim die Kategorie "f" erreicht. (Die "idealtypische" Abfolge wäre eben t-f-s-s+-s-t, wobei nicht alle Frauen genau dieses Muster bei sich beobachten.
7. Der Schleim allein wäre aber viel zu unsicher, deswegen berücksichtigt man auch am Zyklusanfang die Temperatur. Statistisch gesehen ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein ES früher als Tag 12 stattfindet. Aus diesem Grund sind bei NFP am Anfang die ersten 5 Tage frei. Wenn man davon ausgeht, dass Spermien etwa 3-5 Tage überleben können, ist man so immer noch auf der sicheren Seite - auch bei einem Eisprung an Tag 12. Aber es gilt eben immer noch das Prinzip der doppelten Kontrolle: kannst du innerhalb dieser 5 Tage Schleim der Kategorie f oder besser beobachten, musst du sofort von Fruchtbarkeit ausgehen. Denn wir erinnern uns: Der Schleim wird zur fruchtbaren Phase hin kontinuierlich besser. Das Ganze dient somit der Absicherung.
8. Nochmal: die erste Zyklusphase, die der Eizellreifung, variiert, nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Zyklus zu Zyklus. Ich bin in Zyklus 7 und hatte meine späteste ehm an Tag 50, meine früheste an Tag 18. Entscheidend ist natürlich die früheste ehm, denn wir wollen ja auf Nummer sicher gehen. Jetzt findet der Eisprung in der Regel 1-2 Tage vor der ehm statt (wann genau kann man nicht sagen) und Spermien überleben wie gesagt eine gewisse Zeit. All dass berücksichtigt man, indem man von der ehm zurückrechnet und die 8 Tage wieder als Sicherheitspuffer abzieht. Immer mit dem Ziel: es darf kein Spermium auf eine befruchtungsfähige Eizelle treffen. Sprich der Eisprung darf nie in den fruchtbaren Zeitraum fallen. Hast du in dieser Zeit aber nun einen Eispung an Tag 11, verkürzen sich auch die 5 Tage am Anfang nochmal. Denn 11-8= 3. Dann wären nur die ersten 3 Tage safe undruchtbar.
9. Bei der minus 20 Regel geht man von der Periode aus (menskalender) und orientiert sich an der allgemeinen Länge der zweiten Zyklushälfte (diese kann eigentlich nicht länger als 18 Tage sein), in der Regel ist sie 12-14 Tage. Sie kann dann zum Einsatz kommen, wenn man kein NFP betrieben und damit auch keine Daten zur frühesten ehm hat. Das Ganze ist jedoch stark unstritten, da es sehr ungenau ist und du ohne NFP auch gar nicht wissen kannst, ob und wann ein ES stattgefunden hat oder ob die Zyklen, die du da in deinem Periodenkalender gesammelt hast, nicht sogar anovulatorisch waren.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Generell wird die Minus-8 Regel aber eh erst nach mindestenst 12 ausgewerteten Zyklen relevant. Daher ist es jetzt auch nicht soo wild, wenn man die noch nicht hunderprozentig verstanden hat. Liebe Grüße
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