Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Wer schaut sich mal meine Kurve an?
Mokkaschnittchen
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Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Mokkaschnittchen » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:51

Hallo liebe NFP-Community :wave: ,

seit zwei halben Zyklen taste ich mich langsam an NFP ran und habe ein paar Fragen, die ich mir trotz intensiver Lektüre von Natürlich & Sicher und dem dazugehörigen Arbeitsheft nicht 100%tig beantworten kann.

Meine Ausgangslage: Seit 3,5 Jahren hormonfrei unterwegs, seit einem Jahr in einer Partnerschaft, kein Kinderwunsch. Hatte 8 Monate lang die Kupferspirale, aber mein Körper hat sich vehement dagegen gewehrt (zweimal verrutscht, bis zu 18 Tage lang starke Blutungen), sodass ich sie habe ziehen lassen. Dummerweise musste ich dann direkt die Pidana nehmen (EllaOne), da ich vor dem Ziehen der Spirale noch Sex hatte, es ungefähr um den Eisprung herum war und mir zu unsicher... Kurzum, mein (letzter) Pidana-Zyklus war außer der Norm lang (38 Tage, sonst eher zwischen 25-27) und seit meinem jetzigen beobachte ich Temperatur und Zervixschleim (MuMu auch, aber das nur zur Übung und besserem Verständnis für meinen Körper).

Nun zu meinen Fragen:

1. Um die unfruchtbare Zeit am Anfang zu bestimmen muss ich erst 12 auswertbare Zyklen mit ehM haben. Oder ich kann die Minus-20-Regel anwenden, wenn ich vorher bereits 12 Zyklen beobachtet habe. Letzteres trifft zu. Nun habe ich aber ein Problem. Mein kürzester Zyklus in den letzten 12 Monaten war der, als ich mir die Spirale habe legen lassen. Diese wurde zum Ende meiner regulären Periode gelegt, allerdings hatte ich kurz danach wieder meiner Periode - der Zyklus war nur 17 Tage lang. Das würde ja bedeuten, dass ich in den nächsten 12 Zyklen ab Beginn Blutung nie freigeben könnte. Allerdings habe ich stark das Gefühl, dass dieser 17-tägige Zyklus ein einmaliger Ausreißer war, der auf Grund des Fremdkörpers in der Gebärmutter so stattgefunden hat. Abgesehen von diesem extrem kurzen Zyklus war mein kürzester 24 Tage, was mir perspektivisch 4 Tage Freigabe am Zyklusanfang bescheren würde. Wie schätzt ihr die Situation ein?
PS: Direkt am zweiten Tag meiner Periode des jetzigen Zyklus ist das Kondom in mir stecken geblieben (er war noch nicht gekommen). Ich habe ehrlich gesagt kein Schiß, dass was passiert ist, weil ich geblutet habe wie abgestochen und in meinem Kopf die möglichen 4 Tage wabern... Fehler?

2. Am neunten und zehnten Zyklustag war ich richtig krank mit Fieber und habe geklammert. War das korrekt? Weil eine ehM wäre da meiner Meinung nach komplett fehlerhaft gewesen, da die Tempi am 11. und 12. Tag nochmal ganz normal in der TL war.

3. Bei der Auswertung des Zervixschleims habe ich total Probleme zwischen nass und feucht unterscheiden zu können. Momentan fühle ich andauernd nass und empfinde das auch. Sprich: ich denke mich hin und es blubbert raus. Wenn ich mit dem Finger fühle: klatschnass. Wenn ich hinsehe: minimal weißlich & klumpig, feucht. Weder flüssig, noch glasig usw. Deswegen beschreibt meine Schleimkurve so ein Zickzack zwischen S und S+. Ich überprüfe den Schleim mehrmals täglich am Scheideneingang. Von meinem Gefühl her war mein SH diesen Monat am Zyklustag 9. Da war die Qualität definitiv am besten, wobei meine Erkältung auch ein Störfaktor hätte sein können. Aber danach eben das auf und ab und die damit verbundene Unauswertbarkeit bisher. Anhand meiner Temperaturkurve wäre ja ein SH zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr logisch, oder? :think: Oder ist dieser Zyklus generell mit Vorsicht zu betrachten, weil ich vor einem Monat die Pidana nehmen musste?

Ich würde mich sehr über eure Anmerkungen zu meinem Roman freuen! :)

https://app.mynfp.de/zyklus/freigabe/td ... 383A8j8A_a

Van
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Van » Freitag 11. Januar 2019, 11:46

Hallo Mokkaschnittchen!

Schön, dass du dich auch für NFP entschieden hast und dich schon so gut eingelesen hast :)

Ich selbst habe bisher ja noch nicht viel Erfahrung mit nfp, aber ich kann dir erzählen, wie ich es machen würde:
Zum einen würde ich nach der PiDaNa damit rechnen, dass noch Unregelmäßigkeiten auftreten oder "Unerklärliches" passieren kann. Es ist ja doch wieder ein Eingriff in den Hormonhaushalt, den jeder Körper unterschiedlich verkraftet.

Konkret zu 1.) Prinzipiell gilt, dass man ohne Vorwissen über den eigenen Zyklus (z.B. nach Absetzen der Pille) die 5-Tage-Regel am Zyklusanfang verwenden darf im Zyklus direkt nach Absetzen der Pille (in der Phase der Abbruchblutung) - trifft bei dir ja nicht zu - oder wenn der vorherige Zyklus eine ausgewertete Hochlage hatte - trifft bei dir, wenn ich das richtig sehe, auch nicht zu. Wenn man mindestens 12 Monate einen Zykluskalender geführt hat, bevor man mit nfp anfängt, darf man die Minus-20-Regel anwenden, die bei dir ja verkürzend wirken würde. Zur Minus-8-Regel: die kann man ja erst verlängernd anwenden, wenn man 12 Zyklen zusammen hat. Verkürzend wirkt sie aber schon vorher! Und das würde dich auch absichern, da deine Periode und deine Zyklen ja recht kurz zu sein scheinen.
Ich würde an deiner Stelle sowieso erstmal zwei oder drei Zyklen beobachten und anderweitig verhüten, wie du es aktuell ja auch schon machst. Eventuell hast du in dieser Zeit ja schone eine früheste ehM, die dir die Entscheidung abnimmt, ob du am Zyklusanfang freigeben sollst oder nicht. Die "sicherere" Phase im Zyklus ist sowieso die Zeit nach abgeschlossener Temperatur- und ZS-Auswertung, in der die meisten schneller freigeben, als am Zyklusanfang.

Zu 2.) Würde ich auch so sehen :) Allerdings müsstest du ZT 13 eigentlich auch klammern, da ein Störfaktor im Anstieg vorliegt und du noch nicht sicher weißt, ob dieser sicher nicht stört. Wenn es dir im Moment nicht auf Freigabe ankommt, ist das egal. Aber da du die Krankheit an ZT 9&10 klammerst, müsstest du konsequenterweise auch im Anstieg klammern. Und du misst teilweise zu recht unterschiedlichen Uhrzeiten. Das könnte deine Temperatur beeinflussen, muss es aber nicht...Herausfinden kannst du das aber nur in der TL und mit Geduld :lol: Ich persönlich klammere aktuell noch gar nicht, da ich mich noch nicht so sicher fühle, dass ich freigeben würde und auch noch nicht weiß, was wirklich stört.

3.) Ja, der ZS ist am Anfang schwierig... :shamebag: Auch hier hilft Geduld, damit du dein Schleimmuster besser kennen lernst. Es ist auf jeden Fall sicherer, den Schleim "zu gut" einzuordnen, als zu schlecht. Ich war am Ende meines ersten Zyklus mit Einsetzen der ersten richtigen nfp-Periode viel schlauer! Das wirst du bestimmt auch sein :)

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!
Grüße,
Van

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misswaterlilly
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von misswaterlilly » Freitag 11. Januar 2019, 13:54

...irgendwie hab ich im Kopf, dass die Minus 20 Regel nicht verkürzend angewendet wird, sondern nur verlängernd. Ich bin jetzt aber nicht sicher, ob das stimmt. Können die alten NPF Häsinnen da etwas dazu sagen? :think:
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Van
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Van » Freitag 11. Januar 2019, 15:18

@misswaterlilly, da könntest du Recht haben...das weiß ich auch nicht, weil die für mich nicht in Frage kam. Aber der Sinn hinter der Regel ist glaube ich ja, dass man seine (über 12 Zyklen dokumentierten) Erfahrungen aus der Vergangenheit zum eigenen Nutzen einsetzen darf, wenn man mit nfp beginnt.

Dennoch muss man die Minus-20-Regel ja nicht zwingend anwenden, auch wenn man 12 Zyklen lang einen Zykluskalender geführt hat, oder? Auch hier bitte wieder ein altes Häschen...?

Im Fall von Mokkaschnittchen ist es dennoch wahrscheinlicher, dass ihr eine frühe ehM zusammen mit der Minus-8-Regel die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang verkürzen wird, bevor sie überhaupt genug Vertrauen in die Methode gewonnen hat, um eine Freigabe am Zyklusanfang in Betracht zu ziehen. Das sind nur meine Spekulationen und nicht "hellseherisch" gemeint :lol: Aber grundsätzlich muss man ja zu Beginn mit nfp immer erstmal eine Weile beobachten, um entscheiden zu können, welche Schlüsse man aus den vorliegenden Daten zieht. Bei durschnittlich eher kurzen Zyklen, wird sie ja, wenn sie am Ball bleibt, recht schnell an Wissen und Erfahrung gewinnen :)

Mokkaschnittchen
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Mokkaschnittchen » Freitag 11. Januar 2019, 15:41

Danke schonmal für die ausführlichen Antworten - und eins vorab: ja, sie helfen mir weiter! :thumbup:
Zum einen würde ich nach der PiDaNa damit rechnen, dass noch Unregelmäßigkeiten auftreten oder "Unerklärliches" passieren kann. Es ist ja doch wieder ein Eingriff in den Hormonhaushalt, den jeder Körper unterschiedlich verkraftet.
Auf jeden Fall. Vor allem, weil ich so viele Jahre schon hormonfrei bin und recht empfindlich auf Medikamente reagiere.
Wenn man mindestens 12 Monate einen Zykluskalender geführt hat, bevor man mit nfp anfängt, darf man die Minus-20-Regel anwenden, die bei dir ja verkürzend wirken würde. Zur Minus-8-Regel: die kann man ja erst verlängernd anwenden, wenn man 12 Zyklen zusammen hat. Verkürzend wirkt sie aber schon vorher! Und das würde dich auch absichern, da deine Periode und deine Zyklen ja recht kurz zu sein scheinen.
Genau. Die Minus-8-Regel, die sich ja an der ehM bemisst, würde ich jeden Monat neu auswerten und sobald der Wert niedriger als 4 ist, die Freigabe am Monatsanfang verkürzen. Dennoch: was mache ich mit dem aus-der-Reihe-tanzenden 17-Tage Zyklus? Einfach komplett aus der Rechnung rausnehmen?
Zu 2.) Würde ich auch so sehen :) Allerdings müsstest du ZT 13 eigentlich auch klammern, da ein Störfaktor im Anstieg vorliegt und du noch nicht sicher weißt, ob dieser sicher nicht stört. Wenn es dir im Moment nicht auf Freigabe ankommt, ist das egal. Aber da du die Krankheit an ZT 9&10 klammerst, müsstest du konsequenterweise auch im Anstieg klammern. Und du misst teilweise zu recht unterschiedlichen Uhrzeiten. Das könnte deine Temperatur beeinflussen, muss es aber nicht...Herausfinden kannst du das aber nur in der TL und mit Geduld :lol: Ich persönlich klammere aktuell noch gar nicht, da ich mich noch nicht so sicher fühle, dass ich freigeben würde und auch noch nicht weiß, was wirklich stört.
ZT 13 habe ich nicht geklammert, weil die Werte an ZT 9 und 10 schon extrem waren und mir der ZT 13 schlüssig erschien und ich für die zukünftige Anwendung der Minus-8-Regel die ehM nicht "verpassen" wollte.
Die unterschiedlichen Uhrzeiten machen bei mir glaube ich nichts aus - sagt mir mein Gefühl so. Ich hatte halt am Anfang Urlaub und habe immer dann gemessen, wenn ich aufgewacht bin (um danach weiterzuschlafen). Und jetzt, da ich wieder arbeiten gehe, stehe ich unter der Woche eh zu den gleichen Zeiten auf und es sollte sich mit der Zeit ein klareres Muster abzeichnen. Dennoch sehe ich beim jetzigen Zyklus einen deutlichen Unterschied zwischen Tief- und Hochlage, weswegen ich bez. unterschiedlicher Messzeiten entspannt bleibe.
3.) Ja, der ZS ist am Anfang schwierig... :shamebag: Auch hier hilft Geduld, damit du dein Schleimmuster besser kennen lernst. Es ist auf jeden Fall sicherer, den Schleim "zu gut" einzuordnen, als zu schlecht. Ich war am Ende meines ersten Zyklus mit Einsetzen der ersten richtigen nfp-Periode viel schlauer! Das wirst du bestimmt auch sein :)
Ich hoffe es! Bin da vielleicht wirklich zu ungeduldig.

Ich fühle mich bei NFP so gut aufgehoben, weil es einfach logisch und wissenschaftlich ist. Deswegen würde ich mich wohl dabei fühlen, schon vor dem vierten Zyklus freizugeben. Allerdings werde ich das bei diesem nicht tun, da Pidana und Krankheit mir einen Strich durch die Rechnung machen. Mal sehen, wie es im zweiten Zyklus wird!

Mokkaschnittchen
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Mokkaschnittchen » Freitag 11. Januar 2019, 15:45

Van hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:18
Im Fall von Mokkaschnittchen ist es dennoch wahrscheinlicher, dass ihr eine frühe ehM zusammen mit der Minus-8-Regel die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang verkürzen wird, bevor sie überhaupt genug Vertrauen in die Methode gewonnen hat, um eine Freigabe am Zyklusanfang in Betracht zu ziehen. Das sind nur meine Spekulationen und nicht "hellseherisch" gemeint :lol: Aber grundsätzlich muss man ja zu Beginn mit nfp immer erstmal eine Weile beobachten, um entscheiden zu können, welche Schlüsse man aus den vorliegenden Daten zieht. Bei durschnittlich eher kurzen Zyklen, wird sie ja, wenn sie am Ball bleibt, recht schnell an Wissen und Erfahrung gewinnen :)
Hehe, das ist ein kleiner Vorteil von eher kurzen Zyklen. Ich habe jetzt schon soviel Vertrauen in die Methode, dass ich zumindest die ersten zwei Tage des Zyklus freigeben würde. Aber wie gesagt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und die Pidana könnte ja noch nachwirken, sodass ich auch im nächsten Zyklus mit Kondom verhüte.

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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von _Mirjam_ » Freitag 11. Januar 2019, 17:12

Nach Wissensteil scheint Zweck der Minus-20-Regel zu sein, die unfruchtbare Zeit am ZA verlängern zu können. Zu Verkürzung steht hier nichts: https://www.mynfp.de/unfruchtbarkeit-am ... s-20-regel
Zur Minus-8-Regel, 12 ausgewertete Zyklen sind eine ganze Reihe Zyklen, die erstmal gesammelt werden wollen. Bei Verhütung sollte immer erst der aktuell laufende Zyklus sicher ausgewertet sein, bevor man sich gegen eine Klammer entscheidet. Die Minus-8-Regel wirkt schließlich für kommende Zyklen, gewollt ist aber eine sichere Freigabe in diesem Zyklus. Daher gehört ZT 13 geklammert. Du kannst aus Vorerfahrungen nicht ausschließen, dass dieser Wert nicht gestört ist (Vgl. KR 5 z.B. in meiner Signatur).
Dass sich die EllaOne längerfristig auf die Temperatur auswirkt, halte ich für unwahrscheinlich. Kurzfristig kann sie für eine erhöhte Temperatur sorgen, aber das bezieht sich üblicherweise nur auf die nächsten paar Tage nach der Einnahme. Natürlich entscheidest am Ende du, ab wann du freigibst. Sicher wäre eine Freigabe aber nach abgeschlossener Auswertung bereits im ersten Zyklus (Temperatur & ZS). Zum ZS, der SH ist der Tag, an dem du das letzte Mal ZS der für dich besten Kategorie gefunden hast. Demnach kann in deinem Zyklus # 1 noch kein SH gefunden werden. Für mich sieht es aus, als stuftest du "feucht" als mehr ein als es ist. "Feucht" ist bei mir etwas, wo ich nichts Besonderes empfinde oder fühle, aber es mehr ist trocken oder unangenehm. Vergleichbar wäre das bei mir z.B. mit der Feuchtigkeit meiner Mundhöhle. "Nass" ist hingegen auch richtig nass und wird manchmal begleitet von einem rinnenden Gefühl. Ich würde dir raten, am Anfang alle gesehenen, gefühlten und empfundenen Attribute zu notieren und am Ende das Kürzel zu wählen. Dass man S+ empfindet, aber z.B. S sieht, wäre im Übrigen nicht ungewöhnlich. Aber ein z.B. nasses Empfinden genügt bereits, um S+ zu werten.

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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Catherinela » Freitag 11. Januar 2019, 17:54

Mokkaschnittchen hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:41
ZT 13 habe ich nicht geklammert, weil die Werte an ZT 9 und 10 schon extrem waren und mir der ZT 13 schlüssig erschien und ich für die zukünftige Anwendung der Minus-8-Regel die ehM nicht "verpassen" wollte.
Naja, ZT 13 ist genau so gestört wie ZT 10 und du klammerst trotzdem nur ZT 10. Ausserdem werden nicht nur "extreme" werte geklammert, sondern jeder wert der durch einen unbekannten STF fälschlicherweise zu einer verfrühten Freigabe führen könnte. Das wichtigste ist ja eine verfrühte Freigabe zu verhindern, nicht sich auf die minus 8 Regel zu fokusieren. Du kannst dir ja in den Notizen schreiben dass die ehm vielleicht früher gewesen ist, sowieso findest du mit der Zeit ja raus ob das nun ein StF war oder nicht, jedenfalls musst du jetzt noch klammern um nicht zu früh freizugeben.
Ausserdem wiederholt sich eine fehm normalerweise, so dass sie dann irgendwann für die minus 8 regel
einberechnet kann.

EDIT : Ich habe gerade gelesen dass ähnliches schon geschrieben wurde. Ich schick es jetzt trotzdem ab :flower:
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Mokkaschnittchen » Sonntag 13. Januar 2019, 10:26

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! :flower:
Ich hab den besagten ZT 13 jetzt geklammert, sodass die ehM am ZT 14 ist. Mein persönliches Gefühl sagt mir, dass gestörter Schlaf nicht zu fehlerhaften Messungen führt. Ich schlafe generell eher schlecht, wache oft auf usw. Aber: ihr habt natürlich recht: glauben ist nicht wissen ist nicht regelkonform. ;) Die Frage ist für die Zukunft: wie lerne ich, den echten Störfaktor “schlecht geschlafen” von dem irrelevanten, vermeintlichen Störfaktor “schlecht geschlafen” zu unterscheiden? Die Zeit wird’s zeigen.
Zu dem feucht und nass: ja, da kann es gut sein, dass ich feucht überbewerte. Ich hab halt schiß, den SH falsch zu setzen, weil ich meinen ZS noch nicht so gut auswerten kann. Deswegen habe ich öfter mal zu “nass” tendiert, um nicht eine zu frühe Freigabe zu riskieren.
Die letzten zwei Tage war aber tatsächlich ein deutlich wahrnehmbarer Umschwung zu merken, sodass ich davon ausgehe, dass die Schleimauswertung heute Abend abgeschlossen ist.

Van
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Re: Freigabe, Zervixschleim, Klammern - Fragen einer blutigen Anfängerin

Beitrag von Van » Montag 14. Januar 2019, 15:16

Mokkaschnittchen hat geschrieben:
Sonntag 13. Januar 2019, 10:26
Die Frage ist für die Zukunft: wie lerne ich, den echten Störfaktor “schlecht geschlafen” von dem irrelevanten, vermeintlichen Störfaktor “schlecht geschlafen” zu unterscheiden? Die Zeit wird’s zeigen.
Mach dir vielleicht in die Notizen Kommentare, was an dem jeweiligen Tag der Störfaktor "schlecht geschlafen" konkret bedeutet: unruhige Nacht, kreisende Gedanken beim Einschlafen, schlecht geträumt, schweißgebadet aufgewacht...etc. Da wirst du persönlich bestimmt noch etwas differenzieren können, was die vorgegeben möglichen Störfaktoren nicht abdecken.

Du kannst bestimmt selbst morgens gut einschätzen, ob du jetzt eine für dich "übliche unruhige" Nacht oder eine "außergewöhnlich schlechte" Nacht hattest.
Ausserdem wiederholt sich eine fehm normalerweise, so dass sie dann irgendwann für die minus 8 regel
einberechnet kann
Das ist auch ein guter Hinweis, Catherinela! Ich persönlich mache mir da zwar (noch) keine Gedanken drüber, mit meinen langen Zyklen, aber das ist etwas, was einem ja nur jemand mit gewisser nfp-Erfahrung sagen kann :)

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