ICSI: Kassenwechsel

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Sabanja
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ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Sabanja » Donnerstag 14. März 2019, 17:08

Hey zusammen,

Ich war vorhin zufällig bei meiner Krankenkasse und habe dort gefragt, ob deren 50% Kostenübernahme fix sind oder ob man da noch was machen kann. Die Beraterin hat mir ganz klar ans Herz gelegt, die Krankenkasse zu wechseln. Sie sagte, dieses Thema wäre der einzige Grund, wieso sie Kunden zu einem Wechsel rät und sie kann das total verstehen. Dort gäbe es jedenfalls nicht mehr als 50% zu holen.

Nun spukt in meinem Kopf natürlich der Wechsel zu einer anderen Kasse.

Ich möchte hier gar nicht über bestimmte Kassen sprechen, mir geht es eher um's formelle.

Ich habe ja zwei Monate Kündigungsfrist und muss mindestens 18 Monate in der neuen Kasse bleiben, bevor ich wieder wechseln kann. Aber:

Wenn ich jetzt in zwei Monaten bei der neuen Kasse bin, könnte ich dann theoretisch sofort mit der Behandlung zur ICSI beginnen oder muss ich da auch bestimmte Fristen abwarten? Hat da jemand Erfahrung mit?

Ich würde mich da sehr über Austausch freuen! :) danke!
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bergfex81
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von bergfex81 » Donnerstag 14. März 2019, 21:06

Hallo Sabanja,

bei uns war das Feedback meiner ursprünglichen Kasse ganz ähnlich. Als sie die Kündigung bekommen haben, hat mich eine Dame angerufen und wollte wissen, warum ich kündige. Da habe ich dann auch gesagt, dass wir wegen besserer Leistung bei IVF wechseln - und sie konnte das komplett nachvollziehen. Die Sachbearbeiter haben da keinen Spielraum. Entweder es steht eine Zusatzleistung in der Satzung, oder eben nicht. Und es kann schnell um mehrere Tausend Euro gehen, die der Wechsel ausmacht.

Du kannst direkt nach dem Wechsel bei der neuen Kasse die ICSI beantragen. Eine Frist gibt es nicht, aber die Genehmigung des Antrags nimmt Zeit in Anspruch. Aber wenn deine KiWu den Antrag schon vorbereitet hat - d.h. wenn ihr vorher alle notwendigen Untersuchungen habt machen lassen, so dass du ihn nur noch mit dem neuen Kärtchen abholen musst - dann kann das schon relativ schnell gehen.

Als Beispiel: Wir haben Ende September 2018 unsere alten Kassen gekündigt und waren ab 1.12. in der neuen Kasse. Den Antrag konnte ich leider nicht direkt in der KiWu abholen, weil noch der HIV/Hepatitis-Check von meinem Mann gefehlt hat. Der lag dann am 12.12. vor und ich konnte den Antrag bei der KiWu am 13.12. abholen. Am 16.12. haben wir das Ganze in die Post gegeben. Am 5.1. war der genehmigte Antrag zurück.
Bei uns waren es also knapp 5 Wochen zwischen neuer Krankenkasse und möglichem Start. Da lag noch Weihnachten dazwischen und wir haben fast 2 Wochen verloren, weil das mit dem Hepatitis-Check ein beklopptes Heckmeck war (das ist aber eine ganz andere Geschichte). Allerdings war die Krankenkasse bei uns relativ fix. Das gleicht sich also ziemlich aus.

Wenn du aber gut vorbereitet bist und wenn die neue Krankenkasse schnell ist (manche machen das glaube ich sogar vor Ort :think:), dann kann man es denke ich auch in zwei Wochen schaffen. Wie eilig man es da haben muss (oder will), hängt aber auch mit dem individuellen Zyklus zusammen. Wenn der neue Zyklus gegen Ende des Monats beginnt, dann kann es sich lohnen Gas zu geben, damit man den Zyklus nutzen kann. Das bringt aber natürlich auch Stress rein.
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Sabanja
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Sabanja » Freitag 15. März 2019, 07:33

Liebe bergfex,

Danke für deinen Erfahrungsbericht! Das hilft mir schon sehr :) ..

Ich hatte jetzt nur befürchtet, dass die Kassen sagen, man muss erst ein halbes Jahr versichert sein, bevor sie solche Leistungen übernehmen, da hätte ich dann schon überlegt, einfach bei der alten Kasse zu bleiben und eben die Kosten zu tragen. Aber wenn es direkt losgehen kann, dann lohnt sich dass wirklich :)

Vielen Dank! :)
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bergfex81
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von bergfex81 » Freitag 15. März 2019, 09:54

Keine Ursache. :flower:
Tatsächlich war ich auch überrascht, wie einfach das letztendlich ging. Das tollste: Du musst niemand anschwindeln. Selbst wenn du der neuen Kasse sagst warum du wechseln willst - die nehmen dich, weil sie laut Regelwerk gar nicht ablehnen dürfen. Dieses Wissen hat mir damals viel Druck genommen, weil ich mir sonst ein bisschen wie ein Versicherungsbetrüger vorgekommen wäre.
Ich wünsche dir sehr, dass es bei euch bald klappt. Egal ob per ICSI oder vielleicht doch noch auf natürlichem Weg. :)
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Sabanja » Freitag 15. März 2019, 11:09

Das mit dem Betrug hab ich gestern auch gesagt bei der Krankenkasse :D

Sie hat gesagt, es gibt Menschen, die wechseln alle 18 Monate ihre Krankenkasse, ich soll mir da bloß keinen Kopf machen. Ich bin ja aktuell auch im Krankengeld und sie hat mir gesagt, auch jetzt darf ich wechseln. Die neue Kasse holt sich dann die Informationen von der alten Kasse :)
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Kiliki » Montag 18. März 2019, 16:30

Weiß jemand, wie das ist, wenn beide in verschiedenen Krankenkassen sind? Bezahlt die des Mannes oder die der Frau oder kann man sich das aussuchen (so nach dem Motto, welche mehr bezahlt)? Oder bezahlen beide die Hälfte?
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Sabanja » Montag 18. März 2019, 21:22

Dazu weiß ich leider nichts, ich bin gerade selbst neu im Thema, weil die ICSI wahrscheinlich auf uns zu kommt. Alles, was ich bisher so gelesen habe, ist es von Vorteil, wenn beide die gleiche Kasse haben.

Kritisch wird es, wenn die Frau privat versichert ist und der Mann gesetzlich und die ICSI aufgrund der Spermien vom Mann gemacht werden muss.. Dann zahlt die private Kasse gar nichts.
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von bergfex81 » Montag 18. März 2019, 22:31

Hallo Kiliki,

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nach dem Versichertenprinzip, die private nach dem Verursacherprinzip. Das heißt: Wenn ihr beide gesetzlich versichert seid, zahlt deine Kasse die Hälfte von deinen Kosten (den Hauptteil also: Medikamente, Punktion, etc). Die Versicherung deines Partners zählt die Hälfte von seinen Kosten.
Die private Krankenversicherung zahlt, wenn der bei ihr Versicherte "Schuld" ist.
Wie ist das bei euch, seid ihr in zwei verschiedenen gesetzlichen Kassen?
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von Kiliki » Dienstag 19. März 2019, 13:12

Ich bin gesetzlich versichert und mein Freund ist in einer ausländischen KK. Die wird hier normalerweise wie privat angesehen, was die Arzt - Rechnungen usw. betrifft. Die würde 500 € pro Jahr dazu geben. Da der Großteil der Behandlung aber "an mir" gemacht wird, würde dann auch der Großteil von meiner KK bezahlt, richtig?
Aber dazu müssten wir wohl auch erstmal heiraten... Haben wir zwar sowieso vor, aber jetzt fühle ich mich ein wenig unter Druck.
Toll, was du im anderen Faden über die Bahn bkk geschrieben hast, sabanja! (ich hätte es wohl versucht zu verheimlichen... Gut zu wissen, dass das gar nicht notwendig ist.)
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Re: ICSI: Kassenwechsel

Beitrag von bergfex81 » Dienstag 19. März 2019, 18:06

Hallo Kiliki,

Ja, ihr müsstest heiraten. Ich weiß, ganz schön unromantisch. :? Aber dafür finanziert die Ersparnis die Hochzeit :lol:
Danach sollte deine Kasse die Hälfte deiner Kosten - also den Großteil - übernehmen. Für seinen Teil reichen die 500€ evtl sogar aus.

Hallo Sabanja,

Ich habe mich auch über deinen positiven Bericht gefreut. :thumbup: Wir sind zur WMF BKK gegangen. Die übernehmen glaube ich auch nur für IUI oder IVF/ICSI die kompletten Kosten. Aber IUI kam für uns eh nicht in Frage, weil bei meinem Mann alles überdurchschnittlich war
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