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Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Donnerstag 15. Mai 2014, 17:42
von un-kompliziert
Ich mag deine gut überlegte Art sehr. Und ich glaube, sie wird dir sicher helfen dir richtige Entscheidung zu treffen.

"Vieleicht, aber mach dir keine Hoffnungen." Ist ein Widerspruch in sich. Das meine ich nicht als Vorwurf an deinen Freund, sondern nur als Hinweis an dich, damit du das richtig einsortieren kannst.
"Vielleicht" macht nämlich Hoffnungen. Wenn er vermeiden will dir Hoffungen zu machen, müsste er sagen: "Nein. Nie."

Mein Mann ist auch so ein Typ der bei manchen Dingen ganz laut tönt: "Nein! Auf gar keinen Fall!" - "So ein Unsinn. Nie mach ich das." und wenn man es einfach ein Weilchen sacken lässte, dann sieht es beim nächsten Mal schon etwas freundlicher aus.
Da geht es aber mehr um alltägliche Dinge.
Oder um den Zeitpunkt ab wann wir aufhören zu verhüten.
Vielleicht möchte er sich einfach in Ruhe entscheiden dürfen, oder es kommen ihm Zweifel an seiner ersten Meinung.

Eigentlich wollte er das Haus fertig renoviert haben und ich sollte in einer Festanstellung sein.
Ich habe ihn gebeten, wegen meinem Altern darauf zu verzichten und doch gleich nach der Hochzeit damit anzufangen.
Das war schon nicht ganz einfach.
Und dann haben wir hart gefeilscht, ob wir im September 2013 anfangen oder im Januar 2014.
Letztendlich war es egal, denn jetzt sind über 7 Monate mit gezieltem Sex um und ich bin immernoch nicht schwanger.

Und statt dass er sich freut, weil es ihm Zeit verschafft, ist er jetzt besorgter als ich.

Kann sein, dass dein Freund wirklich konkrete Sorgen hat, was das Geld angeht oder ob er genug Zeit hat.
Zumindest mit dem Geld würde es vielleicht helfen, einfach mal zu erzählen, wie es konkret aussehen würde.
Oder er hat Angst dann keine Zeit mehr für seine Selbstständigkeit zu haben.

Kann sein, dass er seine Freiheit bedroht sieht. Aber Freiheit ist ein so abstrakter Begriff.
Vieleicht kannst du ja - ohne Babythema - mal fragen, was den noch seine MUST-Träume für die Zukunft sind. Dann kann man in Ruhe alleine oder zu zweit überlegen, ob das mit Kindern nicht gehen würde.

Kann auch sein, dass er ein Romantiker ist und sich denkt:
"Ich wollte schon Kinder, aber nicht so...Ich wollte das perfekte Nest bauen, einen tollen job haben und dann romantisch um ihre Hand anhalten."

Ich glaube man, kann seinem Partner schon einiges zutrauen. Wenn du den Mann so liebst, dann bin ich überzeugt, wird er dir vielleicht auch helfen eine Lösung zu finden oder zu verstehen, was in seinem Kopf vorgeht.

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Donnerstag 22. Mai 2014, 15:55
von _Lexa_
Hallo Mädels,

da bin ich wieder. Musste mich erstmal aus dem Forum ausklinken, um mit meinen Gedanken zwischendurch allein zu sein. So ganz bin ich noch nicht zu einer Lösung zu meinem Dilemma gekommen, aber zumindest so eine Richtung bestimmt. Auch wenn ich mal einen guten, zuversichtlichen und dann wieder Tage habe, wo alles schwarz und sinnlos erscheint und ich mir einfach nur die Augen ausheule. Die Pille ist daran nicht ganz unschuldig. Seit der ca. 3. Pille geht es mir tagtäglich wirklich unsagbar beschissen - Übelkeit ist nicht das Einzige, aber wohl das Schlimmste. Habe ich nicht anders erwartet. Eine Nacht lang musste ich mich schon übergeben. Habe danach angefangen, die Pille noch später am Abend zu nehmen und zusätzlich eine Vomex. Ob ich das lange aushalte, weiß ich nicht. Ist zumindest nicht empfehlenswert, wegen des Abhängigkeits-Risikos. Gestern war einer der Tiefpunkte. Habe mir einen Tag Pause gegönnt (Pille 8) - ist eh nicht tragisch. Kein Gv seit der Diagnose und auch keine Lust mehr. Allgemein finde ich zurzeit nichts mehr auch nur ansatzweise erfreulich. Fühle mich allein und verletzt, irgendwie. Bin kurz davor, meinem Freund zu sagen, dass ich gar nicht mehr verhüte, weder Pille noch NFP. Wenn er kein Kind mit mir will, soll er sich gefälligst drum kümmern. Traue mich aber nicht... Er wird es sicherlich so auslegen, dass ich ihn erpressen oder reinlegen will o.ä.

Abgesehen davon sieht mein (kurzfristiger) Plan zurzeit folgendermaßen aus:

* Ich werde, wie geplant, zu meinem Freund ziehen und ihm ca. 1 Jahr Zeit lassen, das Ganze zu überdenken. Diese Zeit wäre insofern auch von Vorteil, weil wir dadurch ja erstmal nen Eindruck bekämen, ob wir uns "so nah" überhaupt "ertragen" können. Das ist doch auch ein nicht zu unterschätzender Faktor in Sachen Zukunfts-/Kinderplanung?! Oder? Vielleicht geht ja das schon in die Hose, dann wären auch die ganzen heutigen Sorgen, Überlegungen meinerseits sowieso hinfällig.

* Ich "versuche" weiterhin die Pille zu nehmen - oder eine zu finden, die ich schließlich doch vertrage, solange die Entscheidung punkto Kinderkriegen nicht getroffen ist. Ob es hinterher klappt steht nach wie vor auf einem anderen Blatt.

* Da das Zusammenziehen auch finanzielle Vorteile (geteilte Lebenshaltungskosten, weniger Benzinkosten) mit sich bringt, könnte dies einen positiven Einfluss auf seine Argumentation anti-Kinder haben. Daneben möchte ich dennoch unabhängig bleiben und die Zeit nutzen, Geld für "schlechtere Zeiten" zu sparen.

* Länger als Mitte nächsten Jahres werde ich mit meiner Entscheidung nicht warten. Je nachdem wie sich die Beziehung und unsere finanzielle Lage (vielleicht läuft bis dahin sein Geschäft ja auch viel entspannter?) dann entwickelt, muss ich ihm ein Ultimatum stellen und dann die Konsequenzen daraus ziehen.

* Ich werde versuchen, gemeinsam mit ihm einen gesünderen Lebenswandel zu erreichen. Höre endgültig auf zu rauchen, esse bewusster, treibe etwas Sport, etc. Gelegenheiten wird es genug geben (Fitnessstudio praktisch vor der Tür und ich fange an, mit ihm gelegentlich Fahrradfahren zu gehen). Dies alles soll sich ja auch positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Nicht zu vergessen, dass man sich dann sowieso viel wohler fühlt.

Das Einzige, woran es mir zurzeit so massiv fehlt, ist Motivation und Zuversicht. Ich habe beides einfach nicht. Mir fällt es so wahnsinnig schwer, mich auf etwas zu freuen, ob es um einen Freizeitparkbesuch mit Freundinnen geht, oder bei meinem Freund zu sein, oder das erste Grillen dieses Jahr (eine unserer absoluten Lieblingsbeschäftigungen im Sommer). Sagt mir bitte, wie ich diese Trauer fürs erste überwinden und nach Vorn schauen kann?! Ich komme einfach nicht drauf, wie ich das schaffen soll. :-(

Gruß,
Tanicka

@un-kompliziert:

Danke für deinenen ausführlichen Beitrag. Ich versuche, das Wesentliche zu beantworten:

Er ist ein absoluter Pragmatiker und keineswegs ein Romantiker. Aber ansonsten stimmt deine Vermutung schon und er hat es auch so ähnlich ausgedrückt "Wenn dies und jenes anders wäre (Job, Absicherung Geld), dann könnte man ja EVTL. sagen, wir versuchen's mal, aber". Was ich mit Sicherheit sagen kann ist: Es ist für ihn definitiv ein MUSS, dass es jobmäßig genauso perfekt läuft wie die Beziehung (was ja wohl so ist), er die Familie finanziell abgesichert wissen will, DANN würde er erst an Kinder denken. ABER das andere ist auch, dass er um seine "Freiheit" fürchtet. Er hat Traumziele, die er bereisen will und das funktioniere lt. ihm mit Zwerglis im Anhang nicht so gut (aber dieses Argument wackelt gut genug, dass ich DAVOR am wenigsten "Respekt" habe. Das Totschlag-Argument ist definitiv das liebe GELD und vielleicht noch die hoch gefürchtete VERANTWORTUNG, die ich nicht so einfach weg diskutieren kann.) Das Einzige, was hilft, ist Zeit. Aber auch nur so viel wie ich zu Verplempern bereit bin. Ich hoffe SEHR, dass es ähnlich wie bei dir läuft und wir doch noch zu einer für beide Seiten akzeptablen Übereinkunft kommen, bevor ich mir den Traum vom eigenen Kind völlig abschminken kann...

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Donnerstag 22. Mai 2014, 16:06
von _Lexa_
achso.. das Geldproblem ist, dass er weniger als ich verdient und einen verhassten Job hat. Für ihn steht definitiv fest, dass er sein eigener Chef werden will und arbeitet gerade daraufhin. Erste Erfolge gibts, aber nicht so, dass er jetzt nur davon leben könnte und sich noch was gönnen könnte, was ihm sehr wichtig ist (Urlaube, bspw.). Schulden hat er leider auch, es lief halt auch in seinem Leben nicht alles glatt (wie bei vielen von uns). Das ist auch der Grund, warum ich ihm auch - sachlich gesehen - nicht böse sein kann, wenn er sich jetzt keine solche Verantwortung für einen kleinen Menschen aufhalsen will. Nur innerlich habe ich so das Gefühl, im Stich gelassen zu werden, weil aus Frauensicht Geld natürlich weniger Rolle spielt, wenn es auch noch darum geht, dass die Chancen für später einfach schwinden. Man fühlt sich abgelehnt, irgendwie, obwohl es ja von ihm gar nicht so gemeint ist. Die Situation ist einfach wahnsinnig kompliziert und deshalb auch so scheinbar aussichtslos und unlösbar (zumindest nicht zu meinen Gunsten). :|

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 06:15
von D_
Nur ein Gedanke, der mir spontan zu Deiner Beschreibung von gestern kam: Die Belara kann (wie andere Pillen auch) als Nebenwirkung Depressionen auslösen - i.S. der klinischen Definition von Depression, nicht i.S.v. "momentaner Durchhänger", die wirklich massive Formen annehmen kann und die Sicht auf das Leben viel stärker und nachhaltiger verdüstert, den Antrieb, etwas zu tun, die Fähigkeit, sich zu freuen, lahmlegt, mehr, als es die tatsächliche Ausgangslage hergäbe.

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 09:16
von Cylina
Tanicka1983 hat geschrieben:Habe mir einen Tag Pause gegönnt (Pille 8) - ist eh nicht tragisch. Kein Gv seit der Diagnose und auch keine Lust mehr. Allgemein finde ich zurzeit nichts mehr auch nur ansatzweise erfreulich. Fühle mich allein und verletzt, irgendwie. Bin kurz davor, meinem Freund zu sagen, dass ich gar nicht mehr verhüte, weder Pille noch NFP. Wenn er kein Kind mit mir will, soll er sich gefälligst drum kümmern. Traue mich aber nicht... Er wird es sicherlich so auslegen, dass ich ihn erpressen oder reinlegen will o.ä.
Nur mal so ganz kurz eingeworfen: Also ganz ehrlich finde ich das eine durchaus berechtigte Überlegung. Warum sollst du dich weiterhin mit der Pille bzw. ihren Nebenwirkungen herumquälen, obwohl du nicht einmal wirklich verhüten möchtest? Du machst es ja nicht heimlich, sondern sagst es ihm. Warum sollte das nicht legitim sein, dass er sich dann um Verhütung kümmert? Er ist ja auch derjenige, dem es wichtig ist.

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 09:49
von un-kompliziert
Ich denke nach wie vor an dich und drücke fest die Daumen, dass es weiterhin bergauf geht! :flower:

Cylina, die Pille ist nicht nur zur Verhütung gedacht sondern auch um Eizellen zu "sparen.

Ich habe aber auch von Frauen gehört die die Pille schlecht runterkriegen oder drinbehalten, wenn sich das Unterbewusstsein im Prinzip dagegen wehrt.
Aber als Erpressung würde ivh das angekündigte absetzen nicht sehen. Schließlich ist sich ein Kondom überzustreifen harmloser als Hormone zu schlucken.

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 17:52
von Cylina
un-kompliziert hat geschrieben:Cylina, die Pille ist nicht nur zur Verhütung gedacht sondern auch um Eizellen zu "sparen.
Ach so, meinte nur weil Tanicka schrieb, sie sei kurz davor ihrem Freund zu sagen, dass sie nicht mehr mit Pille verhüten will. Dass mit dem Unterbewusstsein kann ich mir übrigens sehr gut vorstellen. In mir hat sich damals auch jede Faser meines Inneren dagegen gesträubt, die Pille zu nehmen. Deswegen habe ich es auch in meinem Leben kaum jemals getan.

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 19:27
von NoisyS
Liebe Tanicka,

ich war lange nicht im Forum unterwegs - hatte eine Babypause eingelegt.
Ich möchte aber wirklich gerne noch etwas zu Deinem Fall sagen, denn ich war auch in der Situation, Kinder zu wollen und einen Partner zu haben, der sich nicht wirklich entscheiden wollte / konnte.
Ich finde, vor allem Deine medizinische Brisanz sollte ihm einen Schubs geben. Ich kann es wirklich nicht verstehen, dass er sich nicht zu einem Ja oder Nein durchringen kann. Bzw. lese ich in Deinen Texten ein "Nein" seinerseits. Er weiß doch das es bei Dir so ist: jetzt oder nie.

Ich war schon soweit, mich von meinem Freund zu trennen, bis er dann einlenkte. Man könnte das Erpressung nennen, aber so habe ich es nie gemeint. Es war einfach so, dass mir der Kinderwunsch zu wichtig war, um den Zeitpunkt womöglich zu verpassen (ich war auch Anfang 30, und meine Mama ist auch sehr früh in die Wechseljahre gekommen). Ich hätte mich von ihm getrennt, aber für diese Erkenntnis habe ich auch sechs Monate gebraucht.

Ich finde, Du gibst ihm eine sehr lange Bedenkfrist von einem Jahr, aber das ist Deine Sache. Vergiss nicht, dass es auch bei gesunden Frauen einige Zeit dauern kann, bis sie schwanger werden; also selbst wenn er sich dann in einem Jahr entscheidet, kann es gut nochmal ein Jahr dauern, bis Du schwanger wirst.

Die Frage, die man sich stellen muss, ist leider: Bin ich am Ende meines Lebens zufrieden mit meinem Leben, denn wir haben nur eins. Und ist ER es wert, dass Du womöglich keine Kinder bekommen wirst, bzw. dass Du bereust, es nicht wenigstens probiert zu haben.

Nur meine Gedanken dazu … Alles Gute!!!

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Sonntag 25. Mai 2014, 14:16
von angie_73
Hallo Tanicka,
ich möchte dir auch meine Gedanken auf den Weg geben -
nur kurz zu meiner Situation. Ich bin mittlerweile 41, mein Mann noch 7 Jahre älter. Obwohl wir schon sehr lange zusammen sind, haben wir beide den Kidnerwunsch immer vor uns hergeschoben wegen Auslandsdiensten, Umschulungen, das richtige Haus war noch nicht da,....... Mit 36 ist in mir plötzlich der Gedanke gekommen - ich will ein Kind und zwar sofort!!! Mein Mann meinte, noch immer nicht bereit zu sein, wir waren gerade mit Hausumbau beschäftigt,....... Da habe ich aber ein Machtwort gesprochen, die Pille abgesetzt (er wußte natürlich davon), mit nfp begonnen und da erst das erste Mal Panik bekommen, was wenn es schon zu spät ist???????? Ich gehörte jedoch zu den Glücklichen und wurde gleich schwanger. Das zweite Kind brauchte noch mal ein wenig Überredungsarbeit, aber da war ich dann schon 38 und fühlte, ich habe wirklich nicht mehr viel Zeit. Mit einer FG dazwischen (die ich aber mal gar nicht auf das Alter schiebe, es passiert so oft) , bekam ich mit 39 Jahren mein zweites Kind. Erst im Nachhinein ist mir klar, welch Glückspilz ich war und bin, dass trotz meines Alters alles so perfekt gelaufen ist.
Mit 30 schon mit Wechseljahren konfrontiert zu werden. stelle ich mir ganz, ganz hart vor. Ich denke, es war nicht nur für dich ein Schock, sondern auch für deinen Freund, man glaubt, man hat noch alle Zeit der Welt und dann doch eben nicht. Für mich ist ganz klar - wenn du ein Kind möchtest, mußt du dazu stehen (bevor es wirklich zu spät ist), diesen Wunsch auf keinen Fall aufgeben, und wenn dein Partner auch eines möchte, dann ist es eben ein wenig früher als geplant und ihr macht das gemeinsam. Und gerade kleine Kinder kosten nicht auf einmal so viel Geld......... wir haben Sachen von vielen Freunden bekommen, es gibt gebrauchte schöne Kinderwägen,..... also auch wenn die finanzielle Situation noch nicht ganz perfekt ist, das geht schon.
Aber weißt du was, dein Plan klingt doch schon ganz gut, erst mal zusammenziehen, die Sache auch bei deinem Freund sacken lassen,.... ihm aber auch immer wieder klarmachen, daß die Zeit drängt. Ich wäre todunglücklich gewesen, hätte ich keine Kinder mehr bekommen können, nur weil uns immer andere Dinge wichtiger waren. Mittlerweile ist auch mein Mann so gerne Vater, obwohl er solche Angst davor hatte! :love:
Ach ja, eines noch, bevor ich es vergesse.......... ich glaube, der Plan, mit der Pille Eizellen zu sparen, funktioniert nicht. Die Eizellen werden ja trotzdem jeden Zyklus vorbereitet, sie springen nur nicht, aber weg sind sie trotzdem.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles, alles Gute :flower: - du wirst sehen, dein Partner wird die Wichtigkeit deines Kinderwunsches schon noch erkennen, wenn nötig eben mit ein wenig Druck. ;)
LG angie

Re: Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung...

Verfasst: Montag 26. Mai 2014, 22:52
von _Lexa_
Hallo Angie und Glückwunsch, dass es bei dir so wunderbar funktioniert hat!

Ja also das mit der Eireifung trotz Pille habe ich leider inzwischen auch zuhauf gelesen ;'( aber dann verstehe ich den Arzt nicht - es war ja SEIN erster "Therapievorschlag"...
Will er mich verarschen?

Mir ist es in den letzten Tagen schon viel besser ergangen. Mein Körper scheint sich an die Hormonbombe zu gewöhnen. Mein Gemütszustand ist auch wesentlich besser geworden. Vor ein paar Tagen habe ich das Thema vage wieder angeschnitten, da ich irgendwie die Angst bekam, dass mein Freund das Thema quasi verdrängen und mich allein mit meinem Wunsch sitzen lassen will. Nun kam es so, dass er ein wenig böse wurde, warum ich denn nach so kurzer Zeit seit dem letzten Gespräch wieder davon anfange. Und weiter: er hätte mich nicht gefragt, ob wir zusammenziehen wollen, wenn er "dem" denn nicht völlig abgeneigt wäre, ich solle doch aber bitte nicht so kurzfristig eine Entscheidung erwarten; seine Meinung könne sich innerhalb so kurzer Zeit (Tage) jawohl nicht ändern. Da musste ich erst schlucken, weil ich das so nicht erwartet hätte. Für mich zeigt es ganz deutlich, dass es ihm nicht soooo gleich ist, wie sich das zunächst dargestellt hat. Er fühlt sich definitiv unter Druck gesetzt aber in seinem Kopf rattert es doch ganz schön. Und DAS ist das Wichtigste! Was denkt ihr?