Kein Eisprung ersichtlich

Wer schaut sich mal meine Kurve an?
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Leonie
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Registriert: Samstag 17. September 2022, 07:37

Re: Kein Eisprung ersichtlich

Beitrag von Leonie »

Die Schwierigkeit hier ist, dass es einmal die logische Seite gibt und die der Sensiplan Regeln.

Dann ist da auf der anderen Seite das Gefühl, das angetriggert wird durch das Übliche, was man so hört in den Medien wie: Nur die Pille ist sicher. Es braucht eine Lösung wie Pille, Spirale und Co. "Natürlich" ist immer suspekt, unkontrollierbar und undurchsichtig.
Diese Stimme sagt dann: Was, wenn ich Messfehler habe? Was, wenn doch ein Ei gesprungen ist und ich sogar schwanger bin?

Dieser Zwiespalt lässt sich hier im Forum nicht lösen, weil er sehr persönlich ist und auch persönliche Ängste aufweist, die oft noch weiter verborgen im Hintergrund mitwirken.
Der Widerspruch lässt sich nur auflösen, indem Du dann eine Entscheidung für Dich triffst:
Will ich der Methode vertrauen?
Was sind meine Werte und welche Verhütungsmethode stimmt mit meinen Werten überein?
Wie gehe ich mit den Ängsten um, die auftauchen bezüglich der Verlässlichkeit?
...

Insofern sind auch alle logischen Argumente, die wir jetzt aufführen, im Grunde völlig sinnlos, weil das Gefühl von Angst halt immer dagegen halten kann, auch gegen jede Logik.
The-cycle1992
Beiträge: 419
Registriert: Montag 5. Juni 2023, 18:32

Re: Kein Eisprung ersichtlich

Beitrag von The-cycle1992 »

Leonie hat geschrieben: Donnerstag 6. Juli 2023, 09:34 Die Schwierigkeit hier ist, dass es einmal die logische Seite gibt und die der Sensiplan Regeln.

Dann ist da auf der anderen Seite das Gefühl, das angetriggert wird durch das Übliche, was man so hört in den Medien wie: Nur die Pille ist sicher. Es braucht eine Lösung wie Pille, Spirale und Co. "Natürlich" ist immer suspekt, unkontrollierbar und undurchsichtig.
Diese Stimme sagt dann: Was, wenn ich Messfehler habe? Was, wenn doch ein Ei gesprungen ist und ich sogar schwanger bin?

Dieser Zwiespalt lässt sich hier im Forum nicht lösen, weil er sehr persönlich ist und auch persönliche Ängste aufweist, die oft noch weiter verborgen im Hintergrund mitwirken.
Der Widerspruch lässt sich nur auflösen, indem Du dann eine Entscheidung für Dich triffst:
Will ich der Methode vertrauen?
Was sind meine Werte und welche Verhütungsmethode stimmt mit meinen Werten überein?
Wie gehe ich mit den Ängsten um, die auftauchen bezüglich der Verlässlichkeit?
...

Insofern sind auch alle logischen Argumente, die wir jetzt aufführen, im Grunde völlig sinnlos, weil das Gefühl von Angst halt immer dagegen halten kann, auch gegen jede Logik.
Das Problem gibt es aber bei der Pille auch. Wie viele Frauen haben nur Sex mit Kondom UND Pille, weil sie der Pille allein nicht trauen? Schau dich mal auf Seiten um, die sich explizit an Jugendliche richten und wo diese Fragen stellen können an Ärzte und Co. Da liest du Sachen, das gibt es nicht. Richtig absurde Situationen, wo Mädels trotz Pille panische Angst haben, schwanger zu werden. Meine persönliche Erfahrung (und das ist da meist auch der Tipp des Expertenteams) ist aber dass ich, seit ich mich besser mit dem Zyklus und seiner Funktionsweise auskenne, ich viel weniger Angst habe, ungewollt schwanger zu werden. Man bekommt als Frau ja auch immer eingetrichtet, praktisch vom Anschauen schon schwanger zu sein und das jeden Tag im Zyklus. Das Gleiche betrifft auch die Überlebenszeit von Spermien. Die sind auch echt empfindlich und überleben nur unter sehr guten Bedingungen. Ich denke, es hängt da stark davon ab, was für ein "Typ" man ist. Ich lasse mich z.B. nur von Fakten überzeugen und kriege immer die Krise, wenn Frauen ankommen mit aussagen wie "und irgendwann spürst du deinen Eisprung). Ich weiß, das ist auch ein rationales Argument, aber surchsichtig und unberechenbar sind Pille und Spirale. Ich nehme jeden Tag etwas und muss hoffen, dass es wirkt. Oder dass die Spirale ihre Funktion erfüllt.

Allerdings lassen sich auch irrationale Ängte auflösen, indem man sie hinterfragt und dann neue Glaubenssätze bildet. Nach genau diesem Prinzip funktioniert ja auch die kognitive Verhaltenstherapie. Insofern würde ich nicht sagen, dass logische Schlussfolgerungen per se so gar nichts bringen. Ich verfalle auch oft in diese "aber das kann doch gar nicht safe sein"-Denke, aber korrigiere mich dann sozusagen selbst, indem ich mich auf die Fakten berufe.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass das irgendwie tiefer sitzt.Nur dann bestünde die gleiche Unsicherheit wahrscheinlich auch bei einer anderen Verhütungsmethode: Was ist wenn die Pille nicht gewirkt hat? War das jetzt schon Durchfall? Was ist, wenn ich sie vergesse? Was ist wenn die Spirale verrutscht oder ich trotzdem schwanger werde?
Die allgemeine Unsicherheit, die sicher eng mit dem ,was wir gesellschaftlich "abgespeichert l" haben bezüglich Verhütung kann ich schon irgendwie nachvollziehen. Aus demselben Grund möchte ich erst freigeben, wenn ich nochmal 1-2 Termine bei einer NFP-Beraterin hatte. Das ist dann sozusagen etwas Offizielles. Vielleicht könnte das der Fragestellerin auch helfen oder mehr sicherheit geben.
"beobachtend" im 14. Zyklus - #fightPCOS - 32 und aktuell noch kinder(wunsch)los glücklich :flower:
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