Temperaturmessung bei Östrogenmangel

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Loia
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Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von Loia »

Hallo ihr lieben!
Ich messe meine Temperatur schon eine Weile und stelle immer wieder fest, dass es absolutes Chaos ist. Dabei ist es ganz egal, ob ich oral oder vaginal messe und auch Störfaktoren kann ich meist ausschließen. Nun habe ich einen (hoffentlich durchs Stillen bedingten 🤞🏻) Östrogenmangel und frage mich, ob es da überhaupt etwas bringt, die Tempi zu messen? Der kleine ist schon fast zwei, stillt also nicht mehr so super oft. Eigentlich sollte das da doch nicht so einen Einfluss drauf haben, oder?
Vielleicht können mir die Vollprofis unter euch hier weiterhelfen!
Schonmal vielen Dank und liebe Grüße ♥️
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Krachbum
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Re: Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von Krachbum »

Hast du denn deine Periode wieder?
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Loia
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Re: Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von Loia »

Nein leider noch nicht. Aber ich denke immer der es kommt ja vorher und den müsste man dann ja trotzdem erkennen 🤷🏼‍♀️
The-cycle1992
Beiträge: 412
Registriert: Montag 5. Juni 2023, 18:32

Re: Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von The-cycle1992 »

Also in der "alternativen" Medizin gibt es das Konzept der Östrogendominanz. Diese tritt häufig mit einem Östeogenmangel (das ist kein Widerspruch, denn es geht um das relative Verhältnis zwischen Östeogen und Progesteron) und bei sehr vielen Frauen mit Zyklusstörungen/Erkrankungen auf. Ich würde daher sagen, dass es durchaus Sinn macht die Temperatur zu messen, denn man kann auch mit Zyklusstörungen Eisprünge haben.Es kann aber schon sein, dass der Zyklus anovulatorisch ist, aufgrund des Östrogenmangels. Im Prinzip kann jedes hormonelle Jngleichgewicht dafür sorgen, dass der Zyklus aus dem Lot gerät - und der ES ausbleibt. Das ist btw ja auch das Verflixte an hormonellen Problemen' Wenn ein Hormon zu hoch oder zu niedrig ist, hat das wieder Auswirkungen auf andere Hormone - und damit den Zyklus. Und logischerweise schlägt sich das immer auch im Temperaturverlauf nieder (deswegen machen wir den ganzen Spaß ja). Aber per se kann man nicht sagen, dass Temperaturnessen sinnlos ist - weil man allein aufgrund eines hormonellen Ungleichsgewichts eben auch nicht sagen kann, dass kein Eisprung stattfindet oder stattfinden wird.
Ich habe z.B. PCOs und meine Temperatur ist meist perfekt auswertbar. Wieder andere haben diese Krankheit und überhaupt keine ES - und die Kurven sehen aus wie Kraut und Rüben. Man kann das also nicht pauschalisieren.
Das wirst du nur mit der Zeit herausfinden. Oder anders gesagrt: Ob das Messen Sinn macht (meiner Meinung nach sollte jede Frau, die in irgendeiner Form mit Zyklusproblemen zu kämpfen jat so oder so NFP machen)

Oder anders gesagt: Entscheind ist schlichtweg, ob du ein zyklisches Geschehen hast. Wenn nicht - oder wenn es sich um anovulatorische Zyklen handelt, ergibt Messen aus Verhütungssicht sicher keinen Sinn. Die URSACHE dafür ist aber egal. Was macht denn der Zerfixschleim? Der ist ja eigentlich der Östrogenmarker. Ist da ein Muster erkennnar?

Ah, und die Periode kann auch kommen, wenn du keinen Eisprung hast. Jedoch deutet das Ausbleiben der Periode schon darauf hin, dass da kein ES war. Denn es gibt keinen Eisprung , ohne dass nicht die Mens einsetzt.
"beobachtend" im 14. Zyklus - #fightPCOS - 32 und aktuell noch kinder(wunsch)los glücklich :flower:
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Krachbum
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Re: Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von Krachbum »

Bei der Laktationsamenorrhoe ist ja nicht der Östrogenmangel an sich ursächlich.
Viele Mediziner*innen gehen davon aus, dass der erhöhte Prolaktinspiegel die Follikelreifung unterdrückt. Allerdings ist bei Langzeitstillenden der Prolaktinspiegel nach etwa 1 Jahr, wenn ich das richtig im Kopf habe, wieder auf Normalniveau. Man geht mittlerweile davon aus, dass der Milchspendereflex bzw. das Saugen an sich *irgendwie* die Follikelreifung unterdrückt. So richtig weit ist man da aber noch nicht.

Während der Zeit der Laktationsamenorrhoe macht das Messen der Temperatur vielleicht wirklich nicht so viel Sinn, außer man steht auf Statistik oder will die erste postnatale Auswertung nicht verpassen (so wie ich :lol: )

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass der ZS vor dem ersten postnatalen ES ziemlich eindeutig war.

LG
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NeuHierdb58e8
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Re: Temperaturmessung bei Östrogenmangel

Beitrag von NeuHierdb58e8 »

Es gibt spezielle Regeln für die Stillzeit bevor die erste Periode einsetzt. Da misst man auch nicht unbedingt die Temperatur. Da dass etwas spezieller ist, wertet myNFP nicht danach aus. Die Regeln kannst du aber im Praxisbuch natürlich&sicher nachlesen.
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