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Über myNFP


Wie kommt ein Mann dazu, eine Webseite mit so einem Thema zu machen? Die Frage höre ich öfter. Schön, dass Sie auch fragen :)

Anfang 2006. Meine damalige Freundin hat keine Lust mehr auf die Pille und sucht nach einer Alternative. Sie findet die symptothermale Methode, meldet sich im NFP-Forum an, ist nach ein paar Monaten mit Herzblut dabei, hat jedoch das gleiche Problem wie alle anderen Frauen im Forum: Es gibt keine gute Webseite oder Software, mit der man regelkonform seine Zyklen aufzeichnen könnte und Zyklen auf Papier? Viel zu umständlich.

Juli 2006. „Ich soll was? So eine Webseite programmieren? Auf keinen Fall!”

August 2006. Ich sitze jeden Tag 10 Stunden vor dem Computer und programmiere an einem Zyklusblatt herum, weil ich "mal was ausprobieren will".

6. September 2006. Irgendwie wurde aus dem Zyklusblatt ein kompletter Prototyp zur Zyklusverwaltung. Ich veröffentliche einen Post im NFP-Forum und kündige myNFP an.

7. September 2006. Schon über 100 Nutzerinnen? Und da kommen auch noch viele gute Verbesserungsvorschläge. Okay, ich baue ein paar davon ein.

Dezember 2006. Die Liste mit Verbesserungsvorschlägen ist noch nicht abgearbeitet, aber die Webseite läuft schon rund. Über 1000 Frauen sind nun bei myNFP angemeldet. Ich arbeite auch zwischen Weihnachten und Silvester. Nur noch diesen einen kleinen Bug beheben... Ich kann die ganzen Nutzerinnen ja nicht hängen lassen.

2007 – Dezember 2010. Ich schreibe den gesamten Code neu, ändere 3x das Design, behebe Fehler, baue neue Fehler ein, behebe diese, ziehe den Server mehrfach um, lerne mehr und mehr über die symptothermale Methode, die Hintergründe, den weiblichen Zyklus, stelle fest, dass myNFP von über 30.000 Frauen im Laufe der Jahre genutzt wurde. Ich höre nach einigen tausend Stunden auf, die Zeit zu zählen, die ich in myNFP investiert habe. Ich gebe meine Diplomarbeit ab und beginne in einem Monat einen normalen Job mit 43-Stunden-Woche. Da bleibt wohl nicht mehr viel Zeit, um myNFP nebenbei als Hobby zu betreiben. Was tun?

Januar 2011. myNFP ist jetzt ein Unternehmen mit Einnahmen, so dass ich Programmierer beauftragen kann, mich zu unterstützen. Am Wochenende arbeite ich weiter an myNFP.

2012. Ich hänge den normalen Job an den Nagel und arbeite nur noch an myNFP und eigenen Projekten. Das ist eine Win-Win-Situation: Es macht mir mehr Spaß und Nutzerinnen von myNFP können sich darauf verlassen, dass da jemand ist, der sich weiterhin kümmert.

Heute. myNFP wurde im Laufe der letzten 10 Jahre von über 90.000 Frauen genutzt. Die Datenbank hat über 400.000 Zyklen mit über 12 Millionen Zyklustagen – die größte Zyklusdatenbank Europas. Ich habe mehrere zehntausend E-Mails beantwortet und einiges an Erfahrungen mit der symptothermalen Methode gesammelt.

Ich verfolge mit myNFP nun drei Ziele:

  1. Die Methode beibringen. NFP bedeutet, den eigenen Körper besser kennenzulernen, die Körperwahrnehmung zu stärken und seine Zeichen besser einschätzen zu lernen. Mit myNFP möchte ich diesen Lernprozess unterstützen, beschleunigen und so effizient wie möglich gestalten. Dazu gibt es den sehr umfangreichen Wissensteil, eine hilfsbereite Community und eben eine gute Zyklus-Software, die Zyklen automatisch und regelkonform nach den offiziellen NFP-Regeln auswertet.

  2. Aufklärungsarbeit. Leider ist die symptothermale Methode in Deutschland ziemlich unbekannt. Mit myNFP trage ich dazu bei, dass NFP als ernstzunehmende Alternative zu hormoneller Verhütung bekannter wird.

  3. NFP ohne Aufwand betreiben. Je einfacher man NFP anwenden kann, desto höher die Langzeitmotivation und die Disziplin. myNFP unterstützt Sie in der täglichen Anwendung und soll Ihnen dabei aus dem Weg gehen. Je weniger Aufwand Sie mit NFP haben und je weniger Zeit Sie mit Software verbringen müssen, desto besser. Ich mache mir Gedanken über Usability, halte die Benutzeroberfläche modern und passe myNFP an die neuesten technischen Entwicklungen im Internet an.

Ich hoffe, dass myNFP Ihnen eine genauso gute Hilfe ist wie den mittlerweile 90.000 Frauen vor Ihnen. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie mir einfach über das Kontaktformular.

Viele Grüße

Christian Maas