Gestresst durch Auswertung

Erfahrungen, Umfragen

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Mimi90
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Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Mimi90 » Samstag 21. November 2020, 19:39

Hallo ihr Lieben

Fühlt sich jemand von euch wegen der täglichen Beschäftigung mit seiner Temperaturkurve bzgl des Kinderwunsches gestresst? Es heißt ja immer, man soll den Kopf ausschalten und dann klappts (natürlich wenn keine anderen Einschränkungen vorliegen). Aber wie soll das gehen, wenn man sich Tag ein Tag aus damit beschäftigt in welcher Phase man ist und die Tage bis zum lila Balken zählt. Durch NFP hab ich so viel über meinen Körper gelernt, aber irgendwie macht mich die Auswertung auch verrückt. Kann das jemand nachvollziehen? Vor allem beim Kinderwunsch ist man oft so intolerant gegenüber seinem Körper und der Funktionsweise. :crazy:
Würde mich mal interessieren.
Viele Grüße
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Seety
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Seety » Sonntag 22. November 2020, 21:29

Hallo Mimi,

ja, mir ging das zumindest im 1.ÜZ auch so. Jetzt bin ich im 2.ÜZ und messe weiter, denke aber, dass es durch die Routine der Situation (dass man es jetzt gewohnt ist, die Temperatur und den ZS unter KiWu-Aspekten zu lesen) automatisch entspannter wird. Wenn Du deinen Körper durch NFP schon gut kennengelernt hast und grundsätzlich weißt, wie dein Zyklus funktioniert, könntest Du ja auch darüber nachdenken, zwischendurch mal nicht zu messen? Dann wärst Du nicht täglich damit konfrontiert und kannst vielleicht besser abschalten.

Liebe Grüße!

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Ms_Trillian
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Donnerstag 26. November 2020, 16:25

Hey Mimi,

genauso geht es mir gerade. Ich bin im 2ten Übungszyklus. Im ersten Übungszyklus war ich ziemlich enttäuscht, dass es nicht direkt geklappt hat - hab doch alles richtig gemacht, Pille seit 08/2019 abgesetzt, ziemlich regelmäßiger Zyklus, immer ES und durch NFP und LH-Tests konnten wir die Herzchen genau setzen. Und dann kommt die Blutung :problem:

Die erste Zyklushälfte war jetzt kein Problem, aber seitdem ich in Hochlage bin, schaue ich alle Stunde auf die scheiß App, als ob der lila Balken automatisch näher kommen würde :wtf:

Ich hab auch schon überlegt einfach nicht zu messen, aber dann denkt mein Kontrollfreak-Hirn: was, wenn ich Probleme habe und dann ins KiWu-Zentrum muss und dann wollen die meine Auswertungen und ich hab dann keine und weiß nicht, woran es jeweils gescheitert ist... Das einzige, was ich tatsächlich komplett sein lasse, ist die Herzchen aufzeichnen.

Jetzt hast du ein paar Tage drüber nachgedacht. Wie willst du es machen? Willst du aufhören zu messen? Wo stehst du, wie geht es dir?

Viele Grüße!
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Ms_Trillian
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Donnerstag 26. November 2020, 16:29

Seety hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 21:29
Hallo Mimi,

ja, mir ging das zumindest im 1.ÜZ auch so. Jetzt bin ich im 2.ÜZ und messe weiter, denke aber, dass es durch die Routine der Situation (dass man es jetzt gewohnt ist, die Temperatur und den ZS unter KiWu-Aspekten zu lesen) automatisch entspannter wird. Wenn Du deinen Körper durch NFP schon gut kennengelernt hast und grundsätzlich weißt, wie dein Zyklus funktioniert, könntest Du ja auch darüber nachdenken, zwischendurch mal nicht zu messen? Dann wärst Du nicht täglich damit konfrontiert und kannst vielleicht besser abschalten.

Liebe Grüße!
Also bei mir ist es weniger das Messen, als dass die Aufzeichnung halt immer da ist. An der Hand im Handy. Vielleicht einfach die App löschen und nur einmal die Woche im Browser aktualisieren... Mein Thermometer hat nen Speicher :think:
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Mimi90 » Dienstag 1. Dezember 2020, 13:19

Hallo Seety und Ms_Trillian

Ich bin ehrlich gesagt froh von euch zu hören und euren Erfahrungen. Somit bin ich wohl nicht allein mit meinem "Problem" :D
Seit Dezember 2019 habe ich die Qlaira abgesetzt, wobei ich am Anfang wirklich sagen muss, dass sich mein Körper erst wieder an die Eigenleistung gewöhnen musste. Er hat zwar an sich tadellos funktioniert, d.h. nach Absetzen kam meine Abbruchblutung und nach 28 Tagen meine Periode. Seitdem habe ich Zyklen von 27-34 Tage (im Durchschnitt 30) und auch sonst weißt alles auf einen geregelten, funktionierenden Zyklus hin. Der ZS verändert sich im Zyklus, ich habe eindeutige Hochlagen von ca. 10-12 Tagen, während den entscheidenden Tagen herzln wir natürlich und meine Periode dauert ca. 3-4 Tage ohne Schmierblutungen etc.
Da stellt man sich nach ein paar Monaten zwangsläufig die Frage, was passt da eigentlich nicht? Mein Mann hat ein Spermiogramm machen lassen - alles in bester Ordnung.

@Ms_Trillian - mit der Aufzeichnung ging es mir so ähnlich. Ich hatte auch immer Angst, meine Ärtzin hätte am Ende zu wenig Infos falls ich zu ihr gehen müsste und ihr alles schildern soll. Deswegen kann ich nach wie vor sagen, dass die Auswertung spitze ist. Wegen der geschilderten Problematik habe ich die letzten zwei Monate allerdings darauf verzichtet. Ich konnte den "Stress" einfach grad nicht ertragen. Ich hab auch immer die Tage abgezählt bis zum lila Balken und wenn die Tempi dann schon relativ früh so nen Abwärtstrend gezeigt hat, wäre ich am liebsten ausgerastet :lol:

Aktuell bin ich wieder am Messen, meine Frauenärztin riet mir dazu und auch zu einem Hormontest. Mal sehen was dabei raus kommt. Nach dem Termin bei ihr war ich schon stark verunsichert, weil sie mir auch zu einer Eileiterdurchlässigkeitsprüfung geraten hat und sich das im ersten Moment bei mir so angefühlt hat, als wäre ich schon ein hoffnungsloser Fall... Es ist einfach schade, wenn sich das Wunschkind so lange auf sich warten lässt.

Viele Grüße!
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Dienstag 1. Dezember 2020, 22:14

Wie lang probiert ihr es schon? Hast du dir erst jetzt angefangen Sorgen zu machen, nach dem deine Gyn "schwere Geschütze" auffahren will? Die Rahmendaten deines Zyklus hören sich soweit perfekt an :thumbup:

Ich hab mir nach unserer Unterhaltung hier übrigens den Trackle im Black Friday Sale gekauft :lol:
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Mimi90 » Mittwoch 2. Dezember 2020, 15:04

Hallo Ms_Trillian

Seit ca. einem Jahr, wobei ich zu anfangs nicht gemessen habe weil ich nfp gar nicht kannte. Erst im Mai hab ich dann mit dem Messen angefangen und war dann eben deshalb ständig gestresst. Unter anderem auch weil man dann ja immer genau weiß wann die fruchtbaren Tage sind und man dann das Gefühl hat jetzt aber herzln zu müssen. Und natürlich die tempi Schwankungen. Nach 6 Monaten wollte ich mir dann einfach ne Pause gönnen. Aber ich dachte mir schon, ob ich die einzige bin die das tägliche Messen wahnsinnig macht :D :D. Was ist denn der trackle?
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Mittwoch 2. Dezember 2020, 16:26

Das ist ein Temperatur Sensor, den man nachts trägt. Er nimmt automatisch die tiefste Temperatur, so musst du nicht immer ans messen denken und beginnst nicht jeden Tag mit dem Gedanken an KiWu. Zumindest erhoffe ich mir das davon :lol:

Ich hatte vorher schon mit NfP verhütet, daher war das für mich bisher kein Problem. Aber jetzt im KiWu wird es irgendwie belastend. Vorher die ganze Zeit drauf geachtet dass ich nicht schwanger werde und jetzt eben _dass_ ich schwanger werde. Ich würde es gerne mal genießen einfach mal ein paar Monate ohne an Verhütung zu denken. Aber der Kontrollfreak in mir traut sich eben nicht. Außetdem hab ich in der 2. Hälfte Schmierblutungen. Daher die Sensor Idee.

Du, aber wenn dein Zyklus doch tadellos ist und du eine schöne Hochlage hast, keine Schmierblutungen usw dann bringt dir NfP doch im Grunde keinen Mehrwert im Moment. Hast ja keine zusätzlichen Infos davon, wenn alles passt. Entweder dauerts halt jetzt einfach und ihr beide seid am falschen Ende der Statistik oder das "Problem" ist durch NfP nicht beobachtbar. Wenn ich nicht in jedem Zyklus Schmierblutungen hätte, würde ich es auch sein lassen. Notiere dir doch nur deine Blutung. Durch die vergangene Beobachtung weißt du ja, wann normalerweise dein ES ist und ihr beide habt euch dann halt zwischen dem 8ten und 18ten alle 2-3 Tage lieb und gut ist. Was denkst?
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Mittwoch 2. Dezember 2020, 16:31

Ach jetzt fällt mir ein, dass deine Gyn dir dazu geraten hat. Tja. Wie gesagt, ich frag mich, was es bringen soll, wenn dein Zyklus in Ordnung ist.

Was aber sicher ne gute Idee wäre, während du noch misst, ist ein Hormontest. Dazu ist es immer ganz gut zu wissen, an welchem Punkt im Zyklus du bist, weil zu bestimmten Tagen dein Hormonstatus genommen wird. Dann kannst du das wenigstens ausschließen. Und wenn das erledigt ist, hörst du mit dem Messen wieder auf.
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Re: Gestresst durch Auswertung

Beitrag von Ms_Trillian » Mittwoch 2. Dezember 2020, 16:36

Kann übrigens nachempfinden, dass dich das alles verunsichert. Bevor man es probiert, denkt man ja immer - ein Schuss ein Treffer. Wenn es dann ein Jahr dauert und man nicht weiß wieso, kann es einen wahnsinnig machen... Ich kann dir auch nichts kluges dazu sagen, außer dass es mich auch wahnsinnig macht und das schon nach 2 Zyklen 😅😂
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