Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Probleme, Krankheiten, Schwierigkeiten
Sylvie1409
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Sylvie1409 » Donnerstag 29. November 2018, 11:45

Hallo ihr Lieben,

ich finde das Thema echt gut bzw. an sich weniger. Hätte nicht gedacht, dass doch so viele darunter leiden.

In den letzten Jahren hatte ich auch immer wieder eine Blasenentzündung und zum Schluss dann eine Harnröhrenreizung, Symptome wie bei einer Blasenentzündung und echt sch...

Seit gut sechs Monaten habe ich jetzt ruhe. Mein Arzt hatte mir empfohlen, es mit der Körperhygiene nicht zu übertrieben, sprich sich zwar schon jeden Tag zu waschen, aber am besten ohne Seife oder diese nur selten zu benutzen, auch nicht Intimseife. Außerdem meinte er, das es reicht, wenn man sich einmal am Tag wäscht, ich hab mich meistens zwei Mal am Tag gewaschen.

Mein Arzt hat mir das so erklärt, dass unser Intimbereich seine eigene Flora hat und wenn die durch übermäßiges waschen, Stress etc. aus dem Gleichgewicht kommt, dann leidet man verstärkt an Blasenentzündungen oder ähnlichem. Er hatte mir dann empfohlen entweder mit einer Salbenkur zu versuchen meine Imtimflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen oder noch weitere Untersuchungen beim Urologen zu machen.

Außerdem meinte er noch ich solle immer erst auf Toilette gehen, wenn die Blase auch voll ist und nicht beim kleinsten Anzeichen schon, da häufiges zur Toilette gehen auch dazu beitragen kann, das sich dort mehr Bakterien ansammeln.

Ich wasche mich jetzt nur noch einmal am Tag, trinke genug, gehe erst auf Toilette, wenn die Blase wirklich voll ist und halte mich schön warm und seit gut sechs Monaten habe ich Ruhe.

Letztens habe ich aber auch einen medizinischen Artikel dazu gelesen und da stand, dass man sich gegen Blasenentzündungen auch immunisieren lassen kann. Da wird dann nur für einen selbst eine Art Impfstoff hergestellt, der genau auf die Genetik von einem abgestimmt ist und dann soll auch Schluss mit Blasenentzündungen sein. Kostenpunkt wohl ungefähr 150,00 €, aber wenn gar nichts mehr hilft, wäre es das mit Sicherheit wert.

Liebe Grüße :flower:
Hormonfrei seit November 2016

Bellaballerina
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Bellaballerina » Donnerstag 29. November 2018, 12:32

Ich habe mittlerweile zwei Bekannte, die immer und immer wieder starke Probleme mit ständigen Blasenentzündungen hatten.
Die eine hat sich in ihrer Not an eine darauf spezialisierte Urologin gewand. Diese behandelt prophylaktisch (also nicht die akute Infektion) mit einer probiotischen Darmkur...Nennt sich "Symbiflor", glaube ich, und im Anschluss an diese Kur sollte man weiterhin Probiotikakapseln nehmen, die auf jedenfall einen bestimmten Stamm enthalten (habe davon auch welche zuhause, kann ich bei Bedarf nachschauen wie die heißen). Häufig ist es nämlich so, dass durch die ganzen Antibiotika die Darmflora und damit das Immunsystem schon völlig zerstört ist. In anderen europäischen Ländern ist es daher Standard eine probiotische Kur danach zu machen.

Jedenfalls ist die eine Bekannte ihre dauernden Infektionen dadurch komplett los geworden. Bei der anderen hat es auch lange zu einer Verbesserung geführt. Aktuell gab es einen Rückschlag, der aber im Griff ist.

Vielleicht kann das ja der ein oder anderen von euch helfen...ich wünsche es jeder, denn BE ist fuuuuurchtbaaar!!!
:flower:

Dalilah
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Dalilah » Donnerstag 29. November 2018, 12:56

Ich hatte auch lange Zeit endlose BEs. Habe dann nach etlichen Versuchen mit AB, die aber immer nur kurzzeitig halfen, immer beim kleinsten Anzeichen mit Cystinol, D-Mannose, Cranberry und Unmengen an Wasser gegengesteuert und so meistens den Ausbruch verhindert.

Irgendwann fand meine FÄ das aber arg seltsam dass die ständig wiederkamen und hat bei der nächsten die zum Ausbruch kam Bakterien anzüchten lassen. Im Ergebnis handelte es sich um ESBL-Keime, also multiresistente e.coli Bakterien, die gegen das AB was sie immer verschrieb ein klein wenig sensibel waren, deshalb kam es immer nur Besserung aber nie zur Heilung. Nach einer Therapie entsprechend dem angefertigten Antibiogramm waren die Bakterien nicht mehr aus dem Urin anzüchtbar und ich hab seither keine BE mehr gehabt.

Anzucht und Antibiogramm sollte man bei ständig rezidivierenden BEs auf jeden Fall machen lassen, das kann einem viel ersparen.

Dine80
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Dine80 » Mittwoch 2. Januar 2019, 15:41

Hallo Zusammen,
von Blasenentzündungen und Dauerbesuch beim Urologen kann ich auch ein Liedchen singen. Hatte Jahre lang Probleme und immer wieder eine Blasenentzündung auch über Nacht bekommen mit ratz fatz Blut im Urin. Ausser Antiobiotika hat nix mehr geholfen.
Vor 2 Jahren hab ich eine Vitamin D3 und Zink Kur gemacht seitdem bin ich Beschwerde frei.
Nach 23 Jahren letzte Pille am 08.11.2018 :)

Ultninchen
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Ultninchen » Montag 11. November 2019, 04:03

Ich hatte während einer Fernbeziehung immer wieder Probleme (der Klassiker) und zu Beginn des Studium dann mit neuer Liebe nach einem halben Jahr plötzlich wieder DAUERND Blasenentzündungen. Alle klassischen Hausfrauentricks und Naturmittelchen haben -außer Angocin- nichts geholfen. Der Höhepunkt war dann eine Nierenbeckenentzündung.
Danach habe ich den Arzt gewechselt und damit kam der Durchbruch: mein Partner und ich würden auf alles Mögliche durchgecheckt. Auch kein Treffer und dann kam von der Ärztin der entscheidende Tipp: mit verdünnter Essiglösung und Vaginaldusche nach Sex ausspülen, um den sauren pH-Wert der Scheide wiederherzustellen (Spermien sind basisch). Und das war‘s. Seit vier Jahren (!) keine Probleme mehr gehabt.
Hatte zusätzlich den Vorteil, dass ich nach dem Sex nicht mehr ‚ausgelaufen’ bin. Mittlerweile sind wir wieder beim Kondom, weil ich keine Lust hab, danach immer gleich auszuspülen. Nach wie vor keine Probleme.

Hab das Thema hier nochmal aufgegriffen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass viel zu viele Frauen darunter leiden, und man zu wenig Erfahrung dazu teilt.
Auf jeden Fall dranbleiben! Bis man weiß, was es auslöst. Einer Freundin hat nur eine Ballon OP geholfen - mir die Essiglösung. Jede ist anders.

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CandyCandy
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von CandyCandy » Montag 18. November 2019, 12:20

Ich kann mich leider bei den BE-Geplagten einreihen!

Muss aber vorab dazu sagen, dass ich in meinem ganzen Leben nie BEs hatte, bis ich dann die Pille abgesetzt habe. Ob das zusammenhängt weiß ich natürlich nicht...

Jedenfalls habe ich innerhalb 1,5 Jahren 4x eine BE gehabt, davon eine die nach kurzem ohne Behandlung von allein verschwunden ist, eine die zwar länger anhielt und mit Antibiotika behandelt werden musste, aber eine BE geblieben ist, und zwei mal hat sich das ganze in eine Nierenbeckenentzündung verschlimmert.

Diesen Frühling hatte ich das letzte Mal eine und das war die schlimmste. Ich hatte von einem Tag auf den anderen massig Blut im Urin. Morgens habe ich nur Rot gepinkelt, gruselig!! Bin natürlich gleich zum Arzt, wieder Antibiotika. Nach vier Tagen ohne Besserung stieg es natürlich dann langsam in die Nieren. Insgesamt war ich zwei Wochen nur gelegen weil ich nur noch Schmerzen hatte. Nierenbeckenentzündung macht wirklich keinen Spaß. Das war zeitweise einfach nur Hölle.

Zeitgleich hat sich da rausgestellt, dass mein Freund offenbar eine kleine Entzündung an der Prostata hatte - lt. meinem Hausarzt ist das ein möglicher Auslöser für meine BE gewesen!
Es kann also tatsächlich auch durch den Partner ausgelöst werden.

Auch mangelnde Hygiene oder Keime des Partners können Ursache sein.
Ansonsten lag es einmal bei mir daran, dass ich recht lange Durchfall hatte - da haben sich dann leider Keime verirrt.
Auch lag es einmal daran, dass ich beim Abwischen wohl von hinten nach vorne die Keime geholt habe. Das waren aber beide Male die "harmlosen"

Bei allen BE hat mir auf jeden Fall die Medikation geholfen, zusätzlich dazu habe ich immer mind. 500 ml Cranberry Saft täglich getrunken und massig, wirklich massig Tee, Wasser und anderes ungesüßtes. Damit ich möglichst oft und viel pinkeln war.

Wie Ultninchen aber schon schreibt, ist es bei jeder Frau anders.
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Er '89 & Ich '91 mit Glückskurve

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Juhuuu
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Juhuuu » Dienstag 10. Dezember 2019, 21:59

Ich hatte während meiner Pillenzeit auch sehr oft mit Blasenentzündungen zu kämpfen - und dann auch immer so richtig, innerhalb kürzester Zeit wars die komplette Hölle. Habe immer Antibiotika genommen dagegen, sonst hätte ich das nicht ausgehalten, und dann natürlich immer wieder Scheidenpilz gehabt, wegen den ABs. Gegen das alles hat auch Klo gehen gleich nach dem Sex, viel Trinken, beim kleinsten Anzeichen und manchmal auch vorbeugend Cranberrytabletten etc. alles nichts genützt.
Bei mir hat sich dann mit Absetzen der Pille alles geändert. In den letzten vier Jahren hatte ich keine Pilzinfektion mehr. Blasenentzündung hatte ich auch fast keine mehr, aber was mir aufgefallen ist, beide Male waren nach ungeschütztem Sex während der letzten Tage der Mens - kann natürlich Zufall sein, aber vielleicht auch nicht ;-)
--Knowing that we can be loved exactly as we are gives us all the best opportunity for growing into the healthiest of people.--

Sternchen2014
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von Sternchen2014 » Freitag 31. Januar 2020, 17:50

Hallo,

Also gut ist cystinol long und uro vaxom.
Es gibt aber auch die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Strovac ist dafür bekannt. Die Kassen zahlen es nicht immer, da muss man sich erkundigen.

atzenjule
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Re: Blasenentzündungen - wer hat einen Rat für mich?

Beitrag von atzenjule » Freitag 7. Februar 2020, 17:39

Hallo zusammen,

ich hatte auch ständig BE, obwohl ich jedes mal danach sofort auf Toi gerannt bin, dann weniger seife etc benutzt habe... hatte schließlich auch irgendwann nen nierenbeckenentzündung und habe mir cystinol quasi wie tic tac eingeworfen. eine apothekerin hat mir ceres tropfen empfohlen, das ist wohl eine art kur die man über zwei monate nimmt, so lange bis das fläschchen leer ist. seitdem hab ich echt ruhe. ich bin dieser apothekerin sowas von dankbar :lol:

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