Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Wann und warum sind sie zu berücksichtigen und wie sind sie feststellbar?
Antworten
rmona
Beiträge: 117
Registriert: Donnerstag 19. Juli 2018, 13:58

Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Beitrag von rmona » Montag 29. April 2019, 09:53

Hallo liebe Community :flower:

Ich betreibe NFP nun schon seit 1,5 Jahren mit sehr regelmäßigen Zyklen. Die Klammerregeln sind mir grundsätzlich bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Trotzdem habe ich nun noch einmal eine Verständnisfrage bzgl. Störfaktoren:

Ich klammere in der Tieflage nur Werte, die immer stören. Soweit so klar.
Heißt das jetzt aber im Umkehrschluss, dass alle potentiellen Störfaktoren unter dem je ohne vorliegendem Störfaktor gemessenen Temperaturwert keiner meiner Störfaktoren sind? Oh Gott, das klingt jetzt echt kompliziert. Zur Veranschaulichung:

Der höchste Wert, den ich zweifelsfrei ohne vorliegendem Störfaktor bisher gemessen habe, lag bei 36,65°C (ich hatte einmal einen Fall mit 36,7°C, aber da lag ein potentieller Störfaktor vor, den ich aber nicht geklammert habe, weil unsicher). Heißt das, wenn nun ein neuer potentieller Störfaktor eintritt, der aber unterhalb dieser 36,65°C auftritt, kann ich davon ausgehen, dass das nicht stört? :think:

Mir schwirrt da nämlich noch etwas anderes im Kopf herum: Klammert man zusätzlich nicht auch nur dann, wenn der Wert über die anderen hinausragt? Ist damit also die Betrachtung des jeweilig vorliegenden Zyklus gemeint?

Ach und ich spreche hier jetzt nur von der Tieflage als solche, nicht vom Anstieg. Hier ist mir alles klar soweit :)

AnnaLyse
Beiträge: 9
Registriert: Mittwoch 10. April 2019, 11:43

Re: Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Beitrag von AnnaLyse » Donnerstag 2. Mai 2019, 18:08

Hallo rmona,

ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage wirklich richtig verstanden habe, ich versuche mal, sinnvoll zu antworten ;)
Der höchste Wert, den ich zweifelsfrei ohne vorliegendem Störfaktor bisher gemessen habe, lag bei 36,65°C
Daraus schließe ich jetzt mal, dass du mit einer Hilfslinie bei 36,65 problemlos auswerten kannst. Insofern brauchst du Werte, die unterhalb dieses Werts liegen nicht auszuklammern, auch wenn sie potentiell gestört sind. Insofern hast du schon recht, dass man nur SF klammert, die nach oben hinausragen und tatsächlich immer stören.
Nur im Anstieg klammert man auch zur Sicherheit, wenn man bei einem SF nicht sicher ist, ob er stören könnte.
Ich hoffe, das konnte dir helfen?
Viele Grüße
Anna

rmona
Beiträge: 117
Registriert: Donnerstag 19. Juli 2018, 13:58

Re: Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Beitrag von rmona » Freitag 3. Mai 2019, 09:16

Nein, meine bisher höchste Hilfslinie lag bei 36,6°C :) Der zweifelsfrei ohne Störfaktor höchste Wert lag eben bei 36,65°C - das war aber vor den 6 niedrigeren Werten und somit für eine Auswertung nicht relevant. Ob ich auch bei einer Hilfslinie von 36,65°C immer auswerten könnte, weiß ich jetzt aus dem Stegreif nicht. Meine Hochlagenwerte liegen für gewöhnlich zwischen 36,7°C und 36,9°C.

Dieser eben "zweifelsfrei ohne Störfaktor" festgestellte Wert von 36,65°C bedeutet also, dass ALLE Werte darunter, keinen Störfaktor aufweisen? Im Durchschnitt liegt meine Tieflage zwischen 36,35°C und 36,55°C... das heißt, hätte ich einen Temperaturverlauf von sagen wir:

Tag 1: 36,50°C
Tag 2: 36,50°C
Tag 3: 36,35°C
Tag 4: 36,35°C
Tag 5: 36,40°C
Tag 6: 36,45°C
Tag 7: 36,45°C
Tag 8: 36,45°C
Tag 9: 36,60°C (hier potentieller, noch nicht ausgeschlossener Störfaktor "nächtliches Schwitzen")
Tag 10: 36,50°C
Tag 11: 36,45°C
Tag 12: 36,45°C
etc.

Kann ich also davon ausgehen, dass der Wert an Tag 9 definitiv nicht stört (also auch für nachfolgende Zyklen als Klammergrund ausschließen kann), weil er unter dem jemals höchsten und zweifelsfreien Wert der Tieflage von 36,65°C liegt?

Van
Beiträge: 135
Registriert: Donnerstag 5. Juli 2018, 15:15

Re: Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Beitrag von Van » Freitag 3. Mai 2019, 10:31

Hi rmona,

ich habe diesen Thread hier auch verfolgt, weil ich ein bisschen auf eine Antwort von einer sehr erfahrenen Anwenderin gehofft habe :lol:

Ich versuche mal, zu erklären was ich mir denke: Die TL hat ja eine gewisse Schwankungsbreite, sowohl nach oben, als auch nach unten. Bei mir (und anscheinend auch bei dir) ist es so, dass die Hilfslinien generell irgendwo innerhalb dieser Schwankungsbreiten liegen. Meine Zahlen: Schwankungsbreite bis (mindestens!) 36,5°C, Hilfslinien bei 36,3...,35...,4. Und die HL sind immer entstanden, ohne dass ich in den 6 Werten vor Anstieg etwas klammern musste/konnte. D.h. in meinem Fall stabilisiert sich die TL immer vor dem Anstieg (bisher), obwohl meine Zyklen recht lang sind und ich da auch zu Zyklusbeginn ziemliche Schwankungen habe. Bei Frauen mit kürzeren Zyklen kann das natürlich ganz anders sein, wenn es quasi auf jeden Wert ankommt, um eine Auswertung hinzubekommen.

Aber wichtig ist ja zusätzlich, dass man auch noch die Hochlage mitbetrachtet. Denn ein Wert muss ja "aus der üblichen TL-Breite herausragen", um geklammert werden zu dürfen, sprich (annähernd) im HL-Niveau liegen. In deinem Fall führt der Tag 9 ja weder zu einer zu frühen Auswertung, noch ragt er wirklich aus deiner TL-Schwankungsbreite heraus. Deswegen würde ich ihn konkret jetzt nicht klammern, aber dennoch als potentiellen SF im Hinterkopf behalten. Ich glaube auch, dass nächtliches Schwitzen wie "Krankheit" durchaus mal stören kann und mal nicht. Hattest du denn schonmal "nächtliches Schwitzen" als SF mit wirklich erhöhtem Wert oder kam das jetzt zum ersten mal vor?

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viel Quatsch verzapft und es ist halbwegs verständlich :lol:

Gruß,
Van

rmona
Beiträge: 117
Registriert: Donnerstag 19. Juli 2018, 13:58

Re: Störfaktor unterhalb bisher höchstem gemessenen Tieflagenwert

Beitrag von rmona » Montag 6. Mai 2019, 15:30

Also das oben waren alles nur theoretische Werte :D
Aber Stein des Anstoßes war tatsächlich der potentielle Störfaktor "nächtliches Schwitzen" in meinem aktuellen Zyklus (habe aber mal die anderen sechs, seit ich mit der App arbeite, auch verlinkt): https://app.mynfp.de/zyklus/freigabe/TZ ... 6jbtvxgJNc

Mit 36,55°C aber auf jeden Fall in meinem durchaus üblichen Temperaturniveau, da war der Sachverhalt mit Nicht-Klammern klar für mich.
Aber irgendwie kam dann eben die Idee auf, ob ich da überhaupt darüber nachdenken müsste, wenn ich doch eh schon einmal eine Temperatur von 36,65°C in der Tieflage (Zyklus 2, ZT6) gemessen hatte ohne Störfaktor. :think: Also so in der Art "für alle zukünftig auftretenden Werte unterhalb 36,65°C - in der Tieflage - stören keine Störfaktoren --> der Störfaktor kann für mich ausgeschlossen werden.".

Übrigens sind meine Zyklen auch eher kurz (26 bis 27 Tage, jetzt war im vergangenen halben Jahr sogar zweimal nur 22 bzw. 23 Tage lang), mit Hilfslinien bei entweder 36,50, 36,55 oder 36,60°C und trotzdem konnte ich wirklich immer zweifelsfrei auswerten :)

Antworten