Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

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pinkpunk-panther
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Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von pinkpunk-panther » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:02

Liebe Hibbelhühner, liebe Schwangere und alle anderen Interessierten,

im Hibbelhühnerfaden haben wir in den letzten Wochen das Thema Schilddrüsenstörungen und deren teilweise nicht unerhebliche Wirkung auf Fruchtbarkeit, Zyklus und Schwangerschaft diskutiert. Da solche besonderen Themen im Hibbelfaden schnell nach unten rutschen habe ich mich entschlossen, einen extra Faden zu dieser Thematik zu eröffnen und euch zu einem Austausch einzuladen.

Es soll an dieser Stelle nicht um einen Hibbelfaden gehen, bei dem Hibbellisten geführt werden - vielmehr soll es eine Plattform für Betroffene mit Schilddrüsenstörungen und alle Interessierten sein! Ich freue mich auf eure Beiträge.
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pinkpunk-panther
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von pinkpunk-panther » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:20

Dann fange ich auch gleich mal mit meinen Erfahrungen an: vor gut 15 Jahren hatte ich aus dem Nichts eine heftige Schilddrüsenüberfunktion - ich konnte den Tag nicht ohne Mittagsschläfchen überstehen, habe ohne Diät schnell 10 kg verloren und meine Haare haben auch sehr darunter gelitten. Der Hausarzt stellte eine Schilddrüsenüberfunktion fest, die Werte weiß ich leider nicht mehr. Es war allerdings so stark, dass die Schilddrüse in einem Krankenhaus sehr sehr gründlich mit unterschiedlichen Methoden untersucht wurde. Dank Tabletten habe ich die Symptome gut in den Griff bekommen. Auslöser war bei mir meiner Meinung nach sehr großer und langwieriger Stress auf der Arbeit. Nach guten 2 Jahren und Umgebungswechsel war mein TSH wundersamerweise auf 1,0 und ich habe seitdem keine Tabletten mehr gebraucht.

Bei einer Hormonuntersuchung vor einigen Jahren wegen ganz was anderem stand im Befund ein * bei TSH und der Vermerk, dass meine Schilddrüsenwerte im Falle eines Kinderwunsches eingestellt werden sollten. Auch diesen Wert weiß ich nicht mehr, aber dieser Vermerk ist mir im Kopf geblieben.

Als wir im letzten Jahr aktiv in die Familienplanung gegangen sind, habe ich das Thema Schilddrüse bei meiner Frauenärztin angesprochen und diese hat eine Blutuntersuchung bei meiner Hausärztin befürwortet. Aktuell ist der TSH bei 1,7, also Richtung Schilddrüsenunterfunktion. Ich merke davon nix und es schränkt mich auch nicht ein, daher ist der Wert für mich persönlich ok. Laut beiden Ärztinnen ist der Wert für einen KiWu auch ok, aber die Hausärztin würde mir nach doch mittlerweile einigen erfolglosen Hibbelzyklen Schilddrüsenhormone verschreiben. Irgendwie habe ich auch ein bisschen die Hoffnung, dass die Schilddrüse der Faktor sein könnte, warum es bisher nicht geklappt hat - in einem Kinderwunschbuch habe ich gelesen, dass Werte von TSH 1.0 +/- 0.2 optimal wären und Abweichungen davon bei vielen Frauen kein Problem für den Kinderwunsch darstellen, bei anderen Frauen widerum aber schon. Demnächst habe ich einen Termin und lasse mir die Schilddrüsenhormone verschreiben - bin gespannt, wie sich die Einstellung auf den Zyklus und natürlich den Kinderwunsch auswirkt.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und eure (Erfolgs-)geschichten!

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pinkpunk-panther
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von pinkpunk-panther » Mittwoch 13. Juni 2018, 23:38

sabanja, schön, dass du da bist :flower:.

Lt. meiner Ärztin dauert es nur etwa 6 Wochen, bis man auf die Tabletten anspricht, aber so wie ich das bei anderen gelesen habe, ist es nicht immer einfach, die richtige Dosis zu treffen und die Ärzte tasten sich auch oft erstmal mit unterschiedlichen Dosierungen ran. Bei meiner starken Überfunktion vor 15 Jahren habe ich auch in Erinnerung, dass die Tabletten relativ schnell gewirkt haben.
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Twins79
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Twins79 » Donnerstag 14. Juni 2018, 01:06

Hallo an allen, die das Thema interessiert.
Hier meine "Geschichte": Vorweg - ich entdecke bei mir keine Symptome, die ich einer SD- Funktionsstörung eindeutig zuschreiben könnte. Das könnte aber auch daran liegen, dass bisweilen nur der TSH- Wert aus der Reihe tanzt und die freien t3 und t4 in Norm sind.
2006 wurde TSH von 3,4 gemessen, der Hausarzt hat dann Ultraschall der SD gemacht und das war es. Ein Jahr später wurde wegen Magenbeschwerden Blutbild gemacht und der TSH Wert lag bei 1,3.
Letzten Herbst nach 8 Monaten unerfüllten Kinderwunsch wollte ich meinen Hormonstatus prüfen. Die FA hat sich erst mal geweigert so früh Zyklusmonitoring zu machen, weil ich einen regelmässigen Zyklus habe und alles sicherlich nur eine Frage der Zeit sei.. bla- bla. Dann wurde TSH 4,4 gemessen und gleich hieß es TSH muss runter, so kann ich nicht schwanger werden. Leider bin ich nicht gleich zum Endokrinologen gegangen, sondern ließ mich vom Hausarzt "therapieren". Nach nur vier Wochen Thyroxin 50 hatte ich TSH von 0,19. Die Thyroxindosis wurde auf 25 reduziert und weitere 6 Wochen später war der TSH im Blut nicht nachweisbar. Im Ultraschall sah laut Hausarzt die SD weiterhin normal aus. Der Hausarzt war ratlos, hat davon gesprochen, dass womöglich gar nicht die SD das Problem ist. Es war Ende Januar 2018 und ich wollte nach der Karrenzzeit wegen Impfungen an meinem Kinderwunsch weiterarbeiten. Einen Monat ohne Thyroxin habe ich mir gelassen, bevor ich Ende Februar erneut Blutbild diesmal beim Endokrinologen machen ließ. TSH war immer noch sehr niedrig 0,04. Die freien t3 und t4 weiterhin in Norm. Der Endokrinologe fand aber, dass das SD- Gewebe leicht echoarm ist. Ab dann hieß es ich habe mit hoher Wahrscheinlichkeit Hashimoto. Erhöhte Antikörper wurden nicht festgestellt. Weiterer Monat ohne Thyroxin brachte auf einmal TSH von 5,26. Langsam schwand meine Geduld mit den Ärzten. Der FA sagte TSH ist hoch, daher wäre Schwangerschaft sehr schwierig. Der Endokrinologe sagte, Hormone bis auf TSH sind i.O. also ist die SD nicht daran schuld, dass ich noch nicht schwanger geworden bin. Seit Ende April bin ich in einer KiWu- Klinik und die Ärtze dort sehen das SD - Problem auch eher locker. Inzwischen nach 6 Wochen Thyroxin 12,5 hatte ich TSH von 2,2 und jetzt nehme ich wieder Thyroxin 25. Nächste Woche habe ich wieder Termin beim Endokrinologen. Der nächste "Hammer" - es gibt Anzeichen für eine autoimmune Nebennierenschwäche. Das Drama geht weiter....

Minna1
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Minna1 » Donnerstag 14. Juni 2018, 08:17

Hallo ihr Lieben 🤗
Danke PinkPunkPanther für das neue Forum. :)
Ich habe meine Geschichte auch schon paar mal geschrieben, aber geht irgendwie auch unter. Deshalb schreib ich sie hier und hoffe auf Erfahrungsaustausch. 🤗
In meiner Familie hat jede Frau Hashimoto, daher wurde es bei mir schon mit 20 diagnostiziert. Meine Werte waren aber immer im Normbereich ( zwischen 2,5 und 3,5) und daher wurde ich nie mit Tabletten behandelt. Da ich am Land wohne bin ich leider auch immer nur zum Hausarzt gegangen. Die letzten 5 Jahre waren gesundheitlich eine Herausforderung. Ich war nur noch krank. Hatte alle drei Monate über 39 Fieber . Im April wurde ich dann mit Verdacht auf Lympfdrüsenkrebs operiert.. was sich dann zum Glück nicht bestätigte.. bekam dann ein Dreiviertel Jahr Privigen ( immunglobuline) und monatliche Blutabnahmen. Ich war trotzdem immer wieder krank. Im Jänner startete ich mit Schilddrüsentabletten ( Hausarzt hat sie verschrieben 50 L-thyrex) im Februar dann kurz Stopp wegen Schilddrüsenüberfunktion ( tsh von 0,01) Da war ich auch das erste mal beim Spezialisten, sie meint dass ich auf jedenfall schon Tabletten brauche, ich kurz pausieren muss wegen der Überfunktion ( hatte Schilddrüsenentzündung) und im März bei der Kontrolle war der Wert nach der Entzündung auf 10,5. ich muss jetzt 75 nehmen, seitdem war ich nicht mehr krank!! Hatte seit 2018 keinen einzigen Fehltag in der Arbeit. Sie hat zu mir gesagt das dauert jetzt 3 Monate bis sich der Wert wieder stabilisiert und die Tabletten wirken.. daher habe ich jetzt nächste Woche erst den nächsten Termin. Bin schon sehr aufgeregt!!
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Minna1 » Donnerstag 14. Juni 2018, 08:24

Ich nimm schon seit 2 Jahren Orthomol Immun. Momentan Orthomol natal. Jetzt zusätzlich Selen und Vitamin D. Also meine andere Blutwerte waren immer Perfekt!! Die Ärzte konnten sich überhaupt nicht erklären warum ich so viel krank bin. Daher so viele Blutabnahmen.
Aja bei meiner Schilddrüsenärztin zahle ich po Termin zwischen 70 und 200 Euro... da wird man dann auch ernst genommen 🙈🙈🙈🙈🙈🙈
Momentan fühle ich mich wieder nicht so gut, viel Stress in der Arbeit,.. das wirkt ja auch immer gleich auf die Schilddrüse..
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Traumwolke88 » Donnerstag 14. Juni 2018, 08:26

Das ist ja super mit dem Faden hier. :D
Ich hab noch keine Diagnose, ich möcht einfach nur mitlesen. Mein TSH Wert schwankt sehr von 7-1. Mein Arzt macht aber nix. Versuch jetzt über ein halbes Jahr schwanger zu werden und wollte das auch mal genauer abklären lassen, warum das so schwankt. Hab aber das Gefühl das die das nicht ernst nehmen. Zudem neig ich zu depressiven Verstimmungen und hab unregelmäßige Zyklen mit viel Schmierblutungen. Mir wurde daraufhin Mönchspfeffer gegeben und sont nix. Sie sagten es dauert oft zwei Jahre bis sich nach der Pille wieder alles einpendelt. Was meint ihr?
Achja danke Pinkpunk-Punther. :flower:
https://www.mynfp.de/freigabe/139wvhc9l ... rd0uqazw8h

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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Minna1 » Donnerstag 14. Juni 2018, 08:36

Also wenn er so schwankt würde ich auf jedenfall zum Spezialisten. Da wartet man eh oft zwei Monate auf einen Termin.. dann müssen die Tabletten auch noch wirken. Bei mir ist wie oben beschrieben jetzt fast ein halbes Jahr vergangen 🙈

Aja man sieht manchmal erst im Ultraschall ob man Tabletten braucht. Also bei mir hat sich der Ultraschall in den letzten 2 Jahren verändert. Vor zwei Jahren hat die Schilddrüse noch ganz gut ausgesehen . Also ganz wichtig sind Antikörper testen.. Hashimoto, Basedof ( weiß nicht wie man das schreibt)bei Blutabnahmen dazusagen!! Und Schilddrüsenultraschall.

Zyklusprobleme habe ich schon mein ganzes Leben lang 🙈 momentan dürfte es aber auch besser werden☺️
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Minna1 » Donnerstag 14. Juni 2018, 11:37

Twins: wegen den niedrigen Werten. Mir hat die Ärztin erklärt, wenn man eine Schilddrüsenentzündung hat wird ein bisschen was von der Schildrüse zerstört und dadurch werden kurzfristig gaaaanz viele Schilddrüsenhormone freigesetzt. Deshalb der niedrige tshWert. Und danach je nachdem wie viel kaputt wurde hat man nachher wieder normale Wert oder wie bei mir plötzlich eine latente Unterfunktion. .. das war hald die Erklärung. Also das ist hald bei Hashimoto dass man immer wieder Entzündungen hat , und daher am Beginn immer wieder Überfunktion hat und später nur noch Unterfunktion. Und diese Aussage wegen AutoImmunerkrankung der Niere.. also ich hatte auch immer Harnwegsinfekte und die Nierenwerte waren bei mir auch nie gut. Seit ich vor zwei Jahren mit den Orthomolimmun begonnen habe, jetzt das Privigen bekommen habe, meine Ernährung umgestellt habe ( Laktoseintoleranz) und die Schilddrüsenmedikamente nehme gehts total bergauf. Davor hatten sie mich schon abgeschrieben dass ich einfach eine Immunschwäche habe.
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Re: Hibbeln, Zyklus und Schwangerschaft mit Schilddrüsenstörungen

Beitrag von Twins79 » Donnerstag 14. Juni 2018, 13:10

Hallo Minna,
der Endokrinologe hat auch so etwas vermutet. Es soll, wie du auch geschrieben hast, üblich bei Hashimoto sein. Allerdings ist er sich immer noch nicht 100% sicher, ob ich Hashimoto habe. Die andere vermutete autoimmune Erkrankung ist der Nebenniere - Addison- Krankheit.
Ich habe bis letzten Herbst (zum Glück) nicht viel mit Ärzten zu tun gehabt und seitdem fühle ich mich immer wieder von denen allein gelassen, wenn es wieder heißt nächsten Monat untersuchen wir weiter und schauen was rauskommt. Man erwartet irgendwie doch Hilfe und Aufklärung von den Ärzten, aber die fischen, so mein Gefühl, oft ins Trübe und warten nur ab.
Es freut mich aber für dich, dass du dich mittlerweile besser fühlst und die richtige Medikamente gefunden hast.

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