Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Warum nicht ich? Ich halte es nicht mehr aus!
Frepa
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Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frepa »

Hallo zusammen,

ich würde mich gerne dazugesellen. Bisher war ich im entspannten Hibbelfaden, aber so langsam finde ich die Warterei nicht mehr lustig und betrachte mich immer mehr als eine Langzeithibblerin.

Zum Steckbrief:

Alter: 28
Beruf: Psychologin
Wohngegend: Rheinland-Pfalz
Hobbys: Kaffeeklatsch, Netflix, Bücher, Couching, Katzen, Basteln, Saunen, Reisen
Meine Geschichte in einem Satz: Wir haben ca. 9 Monate entspannt und ohne NFP geherzelt und seit Mai mache ich NFP. Nun im 5.ten NFP-Zyklus angekommen, bin ich soweit mich auch untersuchen lassen zu wollen, da ein Jahr nun längst rum sind...


Längere Geschichte:
Mein Mann und ich haben im September 2015 aufgehört zu verhüten und gesagt, dass wir nun herzeln und schauen was passiert. Da wir am bauen waren, war es nicht so eilig, aber dennoch willkommen. Seit April diesen Jahres wohnen wir nun im Haus und seit Mai beobachte ich meinen Zyklus. Insgesamt sind wir also seit 13 Zyklen am hibbeln, aber leider erfolglos. Ich hab am 4.11. einen Termin bei der FÄ und werde dann mal die ersten Untersuchungen starten. Ich hoffe, es ist nur eine kleine Stellschraube, an der gedreht werden muss, aber wer weiß? Ich glaube, so ganz ohne HIlfe wird das hier nix mit der Kinderplanung. Meine Zyklen sind aber sehr regelmäßig und meine Blutung dauert auch ganz normal immer 6 Tage. Ich hatte mal vor einiger

Ich habe mich auch erst mal gezügelt, Urlaubspläne nur im näheren Raum etc. pp. Sport gerne mal aufgeschoben etc. Aber das lasse ich nun. Ich genieße jetzt mein Leben als Kinderlose. Sprich, ich trink meinen Wein, ich plane einfach ohne Hintergedanken meine Reisen für nächstes Jahr etc. pp. Wenn es dann doch mal klappen sollte, werde ich mich dann natürlich nach dem Kind richten...

Hoffe ich bin hier willkommen, ansonsten düse ich wieder ab. :flower:
Warten auf das große Wunder... mit Hashimoto, Insulinresistenz und PCO als Begleiter.
IUI 04.18 negativ
Bild seit September 2015 (mit Unterbrechung von Dez-´15- März ´16) - wann kommst du zu uns Krümelchen?
canini
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Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von canini »

Hallo zusammen,

auch ich würde mich gerne dazu gesellen :wave: Wir (ich, 33, und Schatzi, 40) wohnen im Raum Heidelberg, also auch Süddeutschland. Wir versuchen schon seit über einem Jahr schwanger zu werden, aber es tut sich nix. Ich komme nun langsam in die Phase, wo ich darüber wirklich frustriert und traurig bin - zumal ich gerade das Gefühl habe, andere Frauen aus meinem Umfeld werden "per Fingerschnippen" schwanger :(
Bei mir kommt allerdings erschwerend hinzu, dass ich nach einer Eileiterschwangerschaft vor 10 Jahren nur noch einen Eileiter habe. Ich habe demnächst einen Termin bei meiner Gynäkologin und möchte nun unbedingt, dass weitere Untersuchungen und Tests eingeleitet werden, um zu checken, warum es nicht klappt. Hat jemand von euch Tipps, worauf ich meine FÄ gezielt ansprechen kann?
Da auch meine Familie und meine beste Freundin ziemlich weit weg wohnen (am anderen Ende von Deutschland), würde ich mich freuen, wenn ich hier ab und zu mein Herz ausschütten könnte :flower:

Viele Grüße,
canini

Ich: 34, ELSS 03/2006, biochem. SS 01/2016
Er: 41, Asthenozoospermie
Hibbelstart: 08/2015
1. IUI 05/2017: negativ


Manchmal kann man nichts machen außer weiter
Frau_Piep

Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frau_Piep »

Hallo Frepa, hallo Canini, klar ist hier noch Platz für euch! :flower: :flower:

Erstmal finde ich es super, dass ihr jetzt weitere Schritte einleitet und gleichzeitig euren Körper auch erst Zeit gegeben habt.

Canini: Der FA wird bestimmt erst mal ein Zyklus-Monitoring machen. Dazu wird zum Zyklusanfang und nach dem Eisprung Blut abgenommen und die Hormonwerte werden bestimmt. Die machen auch gleich die Schilddrüse mit. Zusätzlich wird im Ultraschall die Follikelreifung beobachtet. Daraus kann man dann ableiten, ob vielleicht die Eizellreifung nicht optimal abläuft. Man kann trotz eines scheinbar normalen Zyklus suboptimale Hormonwerte haben. Im zweiten Schritt bespricht man dann, wie man den Zyklus optimieren kann. Oder ein Spermiogramm gemacht wird.
Ich kann nur raten: Alles Schritt für Schritt angehen. Man muss schon etwas Zeit für die Diagnose einrechnen.
Wusstest du eigentlich, dass der eine Eileiter auch zum anderen Eierstock wandern kann? Ich weiß nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, aber ich habe hier im Forum schon eine Glückskurve gesehen, wo das der Fall war. Meine Frauenärztin hat mir auch erklärkt, wie das geht, weil die Eileiter wie kleine Hebebühnen zum Follikel fahren, wenn sie ein Signal vom Eierstock bekommen. Sie wissen wo sie hinmüssen und wenn ein EL inaktiv ist, empfängt der andere das Signal und kann einspringen. Faszinierend, oder?

Frepa: Ich finde, du klingst eigentlich ganz entspannt, was ich super finde. In deinen Alter (sorry für die doofe Floskel) hast du zumindest noch keinen biologischen Zeitdruck. Aber klar, unerfülltes Hibbeln ist in jedem Alter nervig. Mit bald 36 kann ichs ja noch auf die nicht mehr so vielen guten Eizellen schieben. Aber ich kann mir vorstellen, dass man unter 30 dann umso erstaunter ist, wenn es länger nicht klappt. Gut, wenn du dem also auf den Grund gehst. Ich finde der Austausch tut gut, wenn man merkt, man ist nicht alleine, es dauert auch bei anderen. Von einigen weiß man es nur nicht.

Was mich so generell interessieren würde: Wie sehr involviert ihr denn eure Männer? Meiner macht zwar immer brav mit, ging auch ohne Veto gleich mit in die KiWu-Klinik, aber ich merke schon, dass er auch überfordert ist, wenn ich es zu sehr thematisiere.

Wer noch nicht hat, schreibt ihr mir noch eure Stichwortliste? Dann mache ich eine Übersicht, die wir gelegentlich auffrischen :flower:
Frepa
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Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frepa »

Ah gut zu wissen. Ich habe mich nämlich gefragt, wie denn jetzt so ein Termin abläuft, wenn man wegen ungewollter Kinderlosigkeit hingeht. Ich hab da einen Tag vor dem Termin whrsl meinen Eisprung, wenn es so pünktlich ist wie immer. :mrgreen: dann können die ja da auch schon direkt Blut abzapfen oder vllt auch schon was zur Follikelreifung sagen.

Mein Mann geht da noch sehr abweisend mit um. Wir haben ja ein Jahr entspannt gehibbelt. Im September haben wir kirchlich geheiratet und seit September sind wir mit dem Haus soweit uach fast durch. Gerade laufen die Außenanlagen, aber das Schlimmste ist durch und ein Baby würde jetzt also wirklich gar nicht mehr stören. Da wir nun also richtig verheiratet sind und das Haus fast fertig ist mein Mann auch so richtig bereit für ein Baby. Deswegen geht für ihn die "Zählung" (klingt doof...) erst seit September los und er ist noch ganz entspannt. Aber bei mir geht die Zählung schon seit einem Jahr und ich bin da schon wesentlich sorgenvoller und mach mir meine Gedanken, warum es nicht klappt. Aber ich bin ja auch viel näher am Geschehen als er. Das setzt ihn dann schon sehr unter Druck, wenn ich versuche darüber zu sprechen und er wird zickig. Deswegen lasse ich das momentan noch sein und versuche erst mal so herauszufinden was schief läuft. Möchte ihn ja auch nicht unter Druck setzen.

Für mich ist das halt auch doof. Mein Mann ist 7 Jahre älter als ich. Und unsere Freunde sind bis auf zwei - alle schon Eltern und haben Kinder. Und da verschieben sich natürlich auch die Aktivitäten. In die Stadt gehen können wir eigentlich nur noch mit einem Pärchen. DAs andere wohnt zu weit weg und der Rest hat halt die Kinder... Das ist schon doof... Andererseits waren wir jetzt mit dem Hausbau selbst so beschäftigt, dass wir wochenendes nicht so viel gemacht haben, weil wir müde sind/waren. Die nächsten zwei Wochenenden wird auch nicht viel passieren, da wir grad pflastern und den Zaun setzen und so Sachen. Nunja. :)

Ich hoffe ja so ein bisschen, dass vllt auch einfach nur der Stress die Babyplanung behindert hat und es - oh Wunder - doch die nächsten Monate klappt. Aber so richtig rechne ich damit nicht. Das Schlimme ist ja, dass ich schon mit 25 Mutter sein wollte... Und zeitgleich hab ich immer gesagt, dass ich spüre, dass ich keine Mutter sein werde. Weil es nicht klappen wird. Bisher bewahrheitet sich mein Bauchgefühl. Und mein Bauchgefühl lag oft richtig. Das finde ich so schlimm... :-/
Warten auf das große Wunder... mit Hashimoto, Insulinresistenz und PCO als Begleiter.
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canini
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Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von canini »

@ Barbamama,

vielen Dank für deine lieben Worte :flower: Ich fühle mich gleich willkommen im Kaffeeklatsch.

Zum Thema Schwangerwerden mit nur einem Eileiter hat meine Gyn auch gesagt, dass der Körper das "normalerweise" selbst reguliert. Die Eileiter sind wohl beweglich aufgehängt und recht flexibel. Im Nebensatz hat sie dann aber gesagt, dass es natürlich schwieriger ist, schwanger zu werden. Das Thema beschäftigt mich natürlich sehr und ich habe große Angst, dass es beim nächsten Mal wieder eine Eileiterschwangerschaft wird - zumal mir damals vor 10 Jahren keiner sagen konnte, warum es zur Eileiterschwangerschaft kam. So langsam schleicht sich bei mir der Verdacht ein, dass es mit einer Schwangerschaft nicht klappt, weil mein verbliebener Eileiter vielleicht auch verklebt, vernarbt etc. ist. Ich hoffe, das dass in den nächsten Monaten durch weitere Untersuchungen geklärt werden kann.

Mein Mann geht mit der ganzen Geschichte eigentlich ganz gut um - zumindest äußerlich. Wenn ich mal wieder gefrustet bin, weil mir in einer Stunde gefühlt 20 Schwangere bzw. Frauen mit Kinderwagen begegnet sind und meinen Frust rauslasse, sagt er immer, ich soll mir keinen Stress machen, das wäre erst recht kontraproduktiv. Ich denke aber, dass ihn das Thema innerlich auch ziemlich beschäftigt, zumal ja noch nicht geklärt ist, ob er vielleicht auch Beitrag daran hat, dass es nicht klappt. Ein Spermiogramm haben wir noch nicht in Angriff genommen. Dem ist er zum Glück recht offen gegenüber. Er ist keiner, der sagt, so etwas lässt er auf keinen Fall machen :thumbup:
Ich habe auch hin und wieder mal das Thema künstliche Befruchtung angeschnitten. Da hat er zum Glück auch nicht gesagt, dass das für ihn nie in Frage kommt, sondern recht offen reagiert. Was mir allerdings auffällt ist, dass er den ganzen Themenkomplex Schwangerschaft nie von sich heraus anschneidet. Wenn ich etwas besprechen möchte, hört er zu und sagt seine Meinung dazu, aber er spricht es nicht von sich heraus an.
Ich bereue ein bisschen, dass wir einfach zu lange gewartet haben und es nicht schon eher versucht haben, schwanger zu werden. Ich bin jetzt fast 34 und höre meine biologische Uhr wirklich sehr laut ticken. Wir sind seit über 10 Jahren zusammen und haben im Mai 2016 geheiratet und seit der Hochzeit hat sich unser Wunsch nach einem Kind nochmals verstärkt. In unserer Vorstellung gehört ein Kind einfach dazu zu einer "perfekten" Ehe - klingt blöd, aber ihr wisst bestimmt, was ich meine. Mein Mann ist auch 7 Jahre älter (wie bei Frepa :wave: ) und obwohl es heute schon fast normal geworden ist, dass viele Männer mit Ü50 Vater werden, ist das irgendwie nicht unbedingt unser Lebensentwurf. Ich denke, es macht einen Unterschied, ob man in dem Alter zum ersten Mal Vater wird oder einen "Nachzügler" bekommt bzw. in zweiter Ehe etc. nochmal ein Kind bekommt. Aber bis Ü50 sind es ja noch ein paar Jährchen bei ihm :lol:

@ Frepa: Unsere Bauchgefühle scheinen die gleichen zu sein :clap: Ich hoffe und wünsche, dass ich spätestens in 2-3 Jahren ein kleines Würmchen in den Armen halten kann und an manchen Tage sehe ich mich auch in der Zukunft als Mutter, aber irgendwie habe ich dabei kein gutes Bauchgefühl dabei. In den letzten Monaten hatte ich hin und wieder Zyklen, wo ich überfällig war und mir regelrecht eingebildet habe, dass ich schwanger bin - eben weil mein Bauchgegühl sagte, jetzt hat es geklappt. Aber dann hat ein paar Tage später doch die Mens eingesetzt und ich war wieder ein Häufchen Elend. Beim Schwangerwerden scheint mein Bauchgefühl einfach nicht objektiv zu sein, wahrscheinlich weil es zu sehr von der Wunschvorstellung im Kopf überlagert wird :crazy:

So, nun habe ich mein Herz fürs erste ausgeschüttet. Danke euch fürs "Zuhören", lesen und hoffentlich antworten.

LG,
canini

Ich: 34, ELSS 03/2006, biochem. SS 01/2016
Er: 41, Asthenozoospermie
Hibbelstart: 08/2015
1. IUI 05/2017: negativ


Manchmal kann man nichts machen außer weiter
Frau_Piep

Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frau_Piep »

Hach das mit dem Bauchgefühl kenn ich so gut. Ich hatte von Anfang an diese Vorahnung, dass es nicht klappt, unterbrochen von der Überzeugung alle paar Zyklen, dass es doch geklappt hätte. Voll wirr irgendwie. :crazy:

Dabei fragte ich mich oft, was zuerst da war. Die negativen Gedanken oder die Tatsache, dass es nicht klappt. Huhn oder Ei. Bei mir wurde ja aber dann auch wirklich alles mögliche diagnostiziert, darum glaube ich rückblickend, dass mein Körper mir das mitgeteilt hat durch meine Bedenken. Vielleicht weist euch euer Bauchgefühl ja auf eine Barriere hin. Will euch keine Angst machen, im Gegenteil, Mut machen. Es sind in den meisten Fällen gut regulierbare Faktoren! Ich bin froh, dass Ursachen gefunden wurden, die mir auch erklären, warum es länger nicht geklappt hat. Zumindest weiß man, wo man ansetzen kann, wenn man eine Ursache findet :thumbup:

Seit der Bauchspiegelung, wo endlich sicher ist, dass die Myome nicht mehr stören und die Eileiter frei sind, habe ich endlich eine ganz positive Vorfreude auf das Hibbeln. Das negative Bauchgefühl ist weg. Ich hoffe, das hält auch an, wenns dann echt wieder ernst wird.

Mein Freund ist auch schon 40. Ich habe mir auch schon oft gedacht, schade, dass wir uns so spät erst gefunden haben. Wir kennen uns noch keine 3 Jahre. Aber da ich anscheinend meine Zeit gebraucht habe, um reif genug für den Richtigen zu sein, will ich nicht damit hadern. Man ist halt, wer man ist, und viele tolle und wichtige Erfahrungen hätte ich als junge Mutter so nie gemacht. Ich werde einfach nie wissen, ob mein Leben mit Kind vorher besser gewesen wäre, ich glaube es nicht.

Bei uns ist das auch so, dass er sich eigentlich vorbildlich verhält, aber wenig aktiv fragt oder forciert. Nun ja, außer den Sex, aber das tut er eher unabhängig vom Zyklus. Was ja an sich auch gut ist. Wenn ich grade nicht so gut drauf bin, wünschte ich mir manchmal, er wäre noch mehr hinterher. Aber wenn ich gut drauf bin, dann denke ich, es ist ja eigentlich besser, wenn einer die Distanz bewahrt. Solange der Kinderwunsch bei beiden da ist, ist das ja alles, was zählt. Und ich glaube, die Männer leiden mehr mit, als man denkt ... nur eben reden sie nicht darüber ... :silent:

Jetzt, wo ich zuversichtlicher bin, lässt sich die Vorstellung an ein Leben ohne Kind besser ertragen. Der tolle Urlaub hat mir geholfen, zu merken, dass das Leben auch ohne Kind super ist. Ehrlichgesagt ist für mich am schwierigsten der Vergleich mit den anderen. Da kniche ich dann doch immer wieder ein, wenn ich Paare sehe mit 2 kleinen Zwackerln und die Mama wieder einen dicken Bauch hat. Dagegen kann ich mich nicht wehren. Dann bin ich durch und durch neidisch, weil ich denke: Hey, bevor die Kind 3 kriegt, wäre ich doch jetzt mal dran. Wäre ich von mehr kinderlosen Paaren umgeben, ich würde nicht so oft das Gefühl haben, dass was fehlt. Geht euch das auch so?
canini
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Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von canini »

Oh ja, mir geht es auch so :crazy: Wenn ich manchmal in der Tram sitze und eine junge Mutti mit Baby sehe, dann denke ich auch oft "Warum klappt es bei der, aber bei mir nicht". Ich weiß, dass es nicht gut ist, so zu denken, aber meine Gedanken kann ich leider nicht immer steuern. Ich habe gerade in meiner Familie den Fall, dass meine Schwägerin im 4. Monat schwanger ist. Als ich davon erfahren habe, bin ich fast in Tränen ausgebrochen. Nicht vor Freude, sondern aus tiefer Frustration. Es ist schwer, sich mitzufreuen, wenn einem vor Kummer fast das Herz zerspringt. Ich versuche, mir das nicht anmerken zu lassen, weil ich sonst Gefahr laufe, mich erklären zu müssen. Und ich finde, ich bin niemandem in meiner Familie Rechenschaft schuldig, warum wir noch kein Kind haben. Aber ich weiß jetzt schon, dass es zu Weihnachten, wenn wir alle zusammensitzen und der Babybauch meiner Schwägerin schon ziemlich groß ist, richtig schwer für mich wird :(

Gestern hatte ich einen Termin bei meiner Gyn. Sie hat mir nun eine Überweisung gegeben zum Kinderwunschzentrum, da es einfach nicht klappen will und sie mit ihrem Latein eigentlich am Ende ist. Sie möchte im nächsten Zyklus in der 1. und 2. Zyklushälfte noch einen Hormoncheck machen, v.a. um nach dem Gelbkörperhormon zu schauen. Parallel dazu soll ich schon einen Termin machen im KWZ. Mein Mann ist nun dringend aufgefordert, ein Spermiogramm machen zu lassen. Im Moment ziert er sich noch etwas und schiebt den Gedanken noch etwas weg, aber darauf nehme ich keine Rücksicht. Wenn ich Opfer bringe, dann muss er auch ran :lol:
Gestern habe ich mich richtig niedergeschlagen gefühlt, als meine Gyn sagte, sie schickt uns jetzt ins KWZ. Das war für mich so der endgültige Wink mit dem Zaunpfahl, dass es bei uns auf "natürlichem Wege" nicht klappen wird. Nach einer Nacht drüber schlafen bin ich heute etwas positiver drauf. Ich sage mir, dass wir nun auf einem guten Wege sind und man uns sicher helfen kann, schließlich begeben wir uns in die Hände von Spezialisten.
Wie sind eure Erfahrungen? Seid ihr auch im Kinderwunschzentrum in Behandlung?

LG,
canini

Ich: 34, ELSS 03/2006, biochem. SS 01/2016
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Hibbelstart: 08/2015
1. IUI 05/2017: negativ


Manchmal kann man nichts machen außer weiter
Frau_Piep

Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frau_Piep »

Canini, ja das hat mir auch immer weh getan, weil ich mich für meine Freunde und Bekannten ja freuen wollte, aber nicht konnte. Ich bin normal kein neidiger Typ. Und das hat mir einfach eine neue Seite gezeigt, dir mir nicht gefällt. Aber wehren kann man sich halt nicht gegen solche Gefühle, dann kommen nämlich noch Schuldgefühle und top. Mir fällt halt auf, wenn ich wieder mehr Hoffnung habe, dann kann ich besser damit umgehen. Schlimm ist es halt immer, wenn man grad ne Tiefphase hat. :thumbdown:

Finde das von deiner FA eigentlich verantwortungsvoll, dass sie dir das mit der KiWu-Klinik vorschlägt, es ist dort einfach alles in einem Haus und besser getaktet als bei einer normalen Gyn, wo ja oft auch noch die Schwangeren bei den Terminen vorgezogen werden. Das ist einfach organisatorisch eine Erleichterung und von der Ausstattung, die die da haben. Dass es nicht doch natürlich klappt, ist damit ja gar nicht gesagt. :flower: Das kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Vor allem, solange kein SG da ist. :flower: Das wäre wohl echt mal das wichtigste. Vorher machts auch keinen Sinn, an deinem Zyklus zu arbeiten.

Ja ich bin in KiWu-Behandlung. Der Schritt dahin hat mir auch gut getan, weil endlich was weiter ging. Meine Fraunärztin vorher hat mich leider nur hingehalten und wollte Geld absahnen für Untersuchungen wie SG, die im KiWu-Zentrum umsonst sind.

Gerade bin ich bei einer Heilpraktikerin und beginne (parallel zur KiWu-Behandlung) eine TCM-Therapie. Hintergrund ist der: ich habe seit der Bauchspiegelung neue Hoffnung und Zuversicht geschöpft, dass mein Körper das schaffen kann, schwanger zu werden. Ich habe ja regelmäßige ES, normale Blutungen, nur halt keine optimale Eizellreifung. Ich denke, dass einfach was im Körper im Ungleichgewicht ist. Das hat der erste Termin bei der HPin auch bestätigt. Und ich will dem ne Chance geben, ob sich mein Körper mit Hilfe der Natur nicht selbst hilft.

Da ich ja schon drei erfolglose Stimmuversuche mit Clomi hinter mir habe (vor der Myom-OP), will ich erst mal sehen, wie es mir mit der TCM-Therapie geht und bin mental jetzt noch nicht gleich wieder bereit für einen neuen Stimmu-Versuch. Einfach mal schaun, wie sich das mit den Kräutern und der Akkupunktur anfühlt, wie mein Körper darauf reagiert (eine Freundin meinte, es war erstaunlich!) und mein Bauchgefühl wird mir dann schon sagen, ob und wann ich doch wieder einen Stimmu-Versuch wagen will. Mach mir da mal keine Zeitvorgabe. Ich habe durch die vielen Enttäuschungen während des Hibbelns einfach für mich gelernt, dass in kleinen Schritten Denken besser für die Psyche ist.
Hm... wenn ich nach den bald zwei Jahren nur EINEN Rat geben würde, wie man mit unerfüllten KiWu umgeht, dann wäre es wohl dieser. Immer nur ein Schritt, nicht mental schon beim nächsten sein.

Natürlich ist TCM nicht jedermanns Sache und beruht halt, anders als die Medizin nicht auf Forschungsergebnissen. Man muss schon auch dran glauben, sonst denke ich, ist der Erfolg auch nicht so da. Darum will ichs niemanden raten, der damit nix anfangen kann. Erzähle bei Interesse aber gerne, wie es weitergeht.
Illy

Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Illy »

Barbamama_35 hat geschrieben: Aber sag mal, wie geht das technisch denn mit der DIY-Insemination? :think:
Becherchen bestellt, dann macht der Mann sich an die Arbeit (ich musste dafür immer außer Haus sein, weil er sich sonst komisch gefühlt hätte...was man nicht alles tut :roll: ), nach 10 Minuten oder so ist das gute Zeugs dann flüssig, damit man's mit ner Spritze aufziehen kann und dann kann man's entweder gleich vor Ort spritzen Ich habs aber in ne Menstase gefüllt und die dann eingesetzt :D
Grad läuft der zweite Versuch, bevor's im nächsten wieder in die Kinderwunschklinik geht.
So funktioniert das bei uns wenigstens und ich bin weniger frustriert

Ansonsten gibt's bei mir nichts neues: das Semester hat wieder angefangen, also bin ich gut abgelenkt.

Wir sind bald stolze Besitzer eines Thermomixes, also sollte das mit der Ernährungsumstellung (mehr frisch und gesund kochen) leichter werden ;)
Begleitend hab ich jetzt eine Entgiftungskur gestartet - mal schauen, was das bringt (hab auch so meine Problemchen mit der Verdauung)
Also sind meine primären Baustellen gerade eher die Ernährung und mein Gewicht. Will wieder mehr im "Fitnesslifestyle" leben :)

Ich kann euch übrigens trösten: ich bin ganz offen zu mir und weiß, dass ich mich grad einfach nicht für andere freuen kann und deswegen tu ich auch erst gar nicht so. Bei engen Freunden (die gerade aber zum Glück nicht schwanger sind) würde ich mich dem aber noch aussetzen, aber im weiteren Kreis zieh ich mich da gleich raus. Da löscht man ohne Zögern WhatsApp-Gruppen oder geht einfach nicht zu irgendwelchen Partys :D Mir ist egal, was andere denken. Ich find's zwar selbst nicht nett von mir, aber ich bin der Meinung, ich bin jetzt einfach mal dran. Im Gegenzug hab Ichs auch nicht vor, irgendjemand anderem auf die Nase zu binden, wenn ich mal schwanger sein sollte, wenn ich mich für denjenigen nicht hätte freuen können. So geht's mir gut damit - mittlerweile kann ich mir von meinen guten Freunden wenigstens auch wieder Geschichten von anderen anhören - ich will diejenigen nur nicht sehen :nono: Hier im Forum ists anders. Da hoff ich bei manchen sogar noch richtig mit :flower: zumindest bei meinen Leidensgenossinnen

Ich muss ganz ehrlich sagen: wenn frau regelmäßige Zyklen hat, wär mein erster Schritt immer das Spermiogramm. Das ist am wenigsten aufwendig (außer, dass man den Mann meistens überreden muss) und am wenigstens invasiv. Was bringen irgendwelche Hormonpräparate, wenn der Mann zu langsame Spermien hat? Und was anderes wird ja meistens nicht gemacht. Die Eileiterprüfung kann man sich bei schlechtem Spermiogramm auch sparen. Aber wir Frauen machen uns ja schon viel früher Sorgen als die Männer...

Illy
Alter: 27
Beruf: Studentin
Wohngegend: Baden-Württemberg
Hobbys: Netflix, American Football, Yoga, Kreuzfahrten
Meine Geschichte in einem Satz: Nach 3 Jahren mit vielen ungenutzten Chancen setzen wir jetzt auf Inseminationen.
Meine Bucket List: 10kg abnehmen, Ernährung umstellen, meinen Schal fertig häkeln (aktuell - offline-Liste ist länger ;) )
Frau_Piep

Re: Kaffeetantentreff – warmes Tässchen Tee für die Seele

Beitrag von Frau_Piep »

Illy: okay, so geht das also. Also in die GM müssen die Schwimmer dann trotzdem noch selber, richtig?
Wir Entsäuern dann ja quasi gemeinsam :wave: Mein Freund und ich fangen morgen mit dem Basenfasten an.
Haben erst mal ganz schön viel Kohle im Reformhaus ausgegeben für für uns völlig neue Produkte wie Mandelmus. Kokosöl. Leinsamensaat :lol:
Ich finds ganz interessant zu lernen, welche sauren Dinge man durch basische ersetzen kann, was es da überhaupt für Möglichkeiten gib, ohne dass man Diät halten muss.
Entsäuern will ich wegen diverser Langzeit-Wehwechen ja schon länger. Es hat immer der letzte Kick gefehlt, das durchzuziehen.
Jetzt im Kombi mit der TCM Therapie ist einfach der perfekte Zeitpunkt. Grad noch so vor Weihnachten. Dann dürfen auch mal ein paar Plätzchen sein.

Ich starte mal unsere kleine Vorstell-Liste, die wir in unregelmäßigen Abständen ja updaten können
Wer noch dabei ist, der melde sich jetzt :wave:

Illy
Alter: 27
Beruf: Studentin
Wohngegend: Baden-Württemberg
Hobbys: Netflix, American Football, Yoga, Kreuzfahrten
Meine Geschichte in einem Satz: Nach 3 Jahren mit vielen ungenutzten Chancen setzen wir jetzt auf Inseminationen.
Meine Bucket List: 10kg abnehmen, Ernährung umstellen, meinen Schal fertig häkeln

Frepa
Alter: 28
Beruf: Psychologin
Wohngegend: Rheinland-Pfalz
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Canini
Alter: 30
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Meine Geschichte in einem Satz:
Meine Bucket List:

Barbamama
Alter: 35
Beruf: Redakteurin
Wohngegend: Bayern, Landkreis München
Hobbys: Kaffeeklatsch, Netflix, Bücher, Couching, Spazieren gehen, 80ies, Pilates
Meine Geschichte in einem Satz: Nach über 1,5 Jahren erfolglosem Hibbeln geht es nach BS mit Myom-Op neuen Mutes bald wieder mit dem Hibbeln los
Meine Bucket List: An den Amazonas reisen, wieder in Shape kommen und 3-4 Kilo abnehmen, wieder Auto fahren (nach langer Pause)
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