Zervixschleim (u.a.) - wie kann man denn z.B. bei f nichts sehen?

Auswertung, Beobachtung, Unregelmäßigkeiten
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NeuHier415de3b
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Zervixschleim (u.a.) - wie kann man denn z.B. bei f nichts sehen?

Beitrag von NeuHier415de3b » Freitag 15. Mai 2020, 11:49

Hallo ihr Lieben,

ich habe diesen Monat mit NFP angefangen und habe einige Anfängerfragen :)

Ich bin also in meinem ersten NFP-Zyklus und habe seit 7 Jahren nicht mehr hormonell verhütet (jedoch im Dezember mal die Pille danach nehmen müssen und da schien mir mein Zyklus kurzzeitig ins Schwanken geraten zu sein). Mein Zyklus scheint normalerweise relativ regelmässig zu sein, ich messe mit dem Germatherm analogen Basalthermometer vaginal für 5 Minuten (ausserdem denke ich, dass unregelmässige Aufstehzeiten bei mir nicht unbedingt ein Störfaktor sind, ich stehe nicht mit Wecker auf und bekomme immer genug Schlafzyklen, ich würde erstmal nicht davon ausgehen, dass mein Körper da grossartig drauf reagiert).

Ich denke, ich habe trotz der fehlenden Vergleichswerte schon ein gutes Gefühl für die systematischen Veränderungen in meinem Zervixschleim bekommen.

Nun habe ich aber ein paar Fragen:

1) bei f ist mir nicht ersichtlich, wie man "feucht" sein kann, aber trotzdem nach drübergehen mit dem Finger nichts sieht. Heisst das dann dass das einfach glasig ist/wässrig?

2) ich habe hier im Forum gelesen, dass die Schleimhautfeuchte nicht der Zervixschleim ist. Ich nehme mal an, dass mit Schleimhautfeuchte nicht der Erregungsschleim gemeint ist. Was genau ist die Schleimhautfeuchte denn bzw. wie kann man diese vom Zervixschleim unterscheiden?

3) nach der nfp app habe ich fast immer eigentlich S-S+ Schleim, kann aber einen Unterschied deutlich feststellen. Ab wann empfiehlt sich eine Binnendifferenzierung? Mit den beiden f Werten bin ich mir jedenfalls nicht ganz sicher, habe aber auf jeden Fall einen Unterschied feststellen können. Um den Eisprung herum hatte ich definitiv das was hier Schleimpropf genannt wird und sehr viel Zervixschleim. Würde euch das ausreichen als Indikatoren, selbst wenn die App das nicht auswerten würde? Theoretisch müsste ich ja, wenn ich mir bei f nicht sicher bin, noch Fruchtbarkeit annehmen.

4) Zu guter Letzt - so aus Interesse - würdet ihr in meinem Fall auch schon im 1. Zyklus freigeben? Ich habe das Gefühl, dass der Eisprung sehr gut erkennbar ist, bin mir aber wie gesagt bei f nicht sicher.

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Danke und liebe Grüsse!

Hexe_Clari
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Re: Zervixschleim (u.a.) - wie kann man denn z.B. bei f nichts sehen?

Beitrag von Hexe_Clari » Mittwoch 20. Mai 2020, 09:19

Da ich am Handy bin nur eine kurze Nachricht.

Ich habe im ganzen Zyklus immer nur S und S+, Solang ein Schleimumschwung zu erkennen ist, würde ich keine Binnendifferenzierung nutzen.
1.+3.ICSI Frühjahr'17 + '18 negativ
2.ICSI Sommer'17 *7+1
Immunologie März '19, erhöhte T-Lymphozyten
Mama eines Pflegesohnes April'19
Gebärmutterspiegelung August'19, kein Befund
4.ICSI Juni '20

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Krachbum
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Re: Zervixschleim (u.a.) - wie kann man denn z.B. bei f nichts sehen?

Beitrag von Krachbum » Sonntag 24. Mai 2020, 07:47

NeuHier415de3b hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2020, 11:49
Hallo ihr Lieben,

ich habe diesen Monat mit NFP angefangen und habe einige Anfängerfragen :)

1) bei f ist mir nicht ersichtlich, wie man "feucht" sein kann, aber trotzdem nach drübergehen mit dem Finger nichts sieht. Heisst das dann dass das einfach glasig ist/wässrig?

2) ich habe hier im Forum gelesen, dass die Schleimhautfeuchte nicht der Zervixschleim ist. Ich nehme mal an, dass mit Schleimhautfeuchte nicht der Erregungsschleim gemeint ist. Was genau ist die Schleimhautfeuchte denn bzw. wie kann man diese vom Zervixschleim unterscheiden?
Schleimhäute haben ja immer eine gewisse Grundfeuchtigkeit. Wenn ich bei der Beurteilung des ZS nur einen leicht befeuchteten Finger habe, so als hätte ich ihn kurz abgeleckt oder einen Spiegel angehaucht, und sonst nichts sehe, bewerte ich das als "nichts". Kommt aber noch ein feuchtes Gefühl dazu, wenn ich an den Scheideneingang denke(!) (das ist eine wichtige und gleichberechtigte Komponente bei der ZS-Beurteilung), bewerte ich mit f.
3) nach der nfp app habe ich fast immer eigentlich S-S+ Schleim, kann aber einen Unterschied deutlich feststellen. Ab wann empfiehlt sich eine Binnendifferenzierung?
Wenn Du klar zwischen S+ und S differenzieren kannst und so auch den ZS-Höhepunkt bestimmen kannst, empfiehlt sich die Binnendifferenzierung nicht. S+ als Höhepunkt und 3mal S reicht ja als Auswertung. So ist es bei mir auch fast immer. Ich steige nach der Mens meistens direkt mit S+ ZS ein und kann nach dem Höhepunkt mit S-ZS auswerten.
...Würde euch das ausreichen als Indikatoren, selbst wenn die App das nicht auswerten würde? Theoretisch müsste ich ja, wenn ich mir bei f nicht sicher bin, noch Fruchtbarkeit annehmen.
Die Frage verstehe ich nicht ganz. Wie oben beschrieben reicht ja ein Muster wie S+ - S - S - S als Auswertung. Warum sollte die App, und vor allem auch du in der Kontrolle, das nicht auswerten?
4) Zu guter Letzt - so aus Interesse - würdet ihr in meinem Fall auch schon im 1. Zyklus freigeben?
Ich hätte wohl freigegeben. Selbst wenn du zur Sicherheit S statt f notiert hättest (vorausgesetzt, du konntest wirklich keine S+ Qualität feststellen), ist die Auswertung ja korrekt.

Wie hast du es denn gehandhabt? Es ist ja etwas schade, dass dein Beitrag untergegangen ist.

LG
Klammerregeln
Mit Sternchen im Herzen *17.07.2016, überraschend schwanger im 21. ÜZ H. *09.06.2018
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