Zyklusauswertung nur mit Störfaktor?

Wer schaut sich mal meine Kurve an?
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Krachbum
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Re: Zyklusauswertung nur mit Störfaktor?

Beitrag von Krachbum »

So, jetzt nochmal konkreter. Die Familie hatte Kohldampf ;)

Erstmal: Störfaktoren sind absolut individuell. Da musst du wirklich ganz bei dir bleiben. Vergleiche und Berichte von anderen bringen da leider wenig. Den Wunsch zu vergleichen, um irgendwie eine Richtschnur zu haben, verstehe ich natürlich total, das geht wahrscheinlich jeder Anfängerin so.
The-cycle1992 hat geschrieben: Sonntag 9. Juli 2023, 08:08 Krankheit ist gefühlt das Einzige, wo ich bisher klar sagen kank " ja das stört" wobei das laut n und s aber auch ein Sonderfall ist (kann mal stören und mal nicht, da sich Krankheiten unterschiedlich auf den Körper auswirken können).
Es kommt da natürlich auf die Krankheit an. Hab ich Fieber während einer Grippeerkrankung oder hab ich nur ein Schnupfen?
Das finde ich schon irgendwie seltsam. Ich meine ich messe 5 Minuten vaginal, dieselbe Messzeit bringt nichts (warum sollte ich mich dann damit geiseln?)
Das ist ja eh so ein Mythos, dass man immer zur gleichen Zeit messen müsste. Bis auf Ausnahmen sollte sich keine Anwenderin mit dem Wecker geißeln, außer, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Genau dafür gibt es ja die Klammerregeln! Wenn ich am WE mal bis 12 schlafe (bitte hysterisches Lachen einfügen ;)) und ich weiß, dass das stört, dann klammer ich halt oder messe auch einfach mal gar nicht. Auch kein Weltuntergang.
Ich habe einen sehr geregelten Schlafrythmus... Aber ich denke, solange die Kurve auswertbar ist, spielt es doch keine Rolle, wenn sie etwas "zackiger" ist, oder?
Ich lese so oft, dass Anfängerinnen ihre Kurven zackig finden, obwohl das objektiv von außen betrachtet in den meisten Fällen gar nicht so ist.
So sehe ich das auch bei dir und du hast vollkommen Recht: Hauptsache du kannst auswerten!

So wie ich dich hier lese, bist du sehr (wissenschaftlich) interessiert und möchtest besonders gut informiert sein. Das ist super! Aber ich habe das Gefühl, dass du dich in der Informationsflut des Netzes etwas verlierst. Vergiss nicht, dass da jede*r (selbsternannte*r) Experte/Expertin schreiben und erzählen kann was er/sie will. Und auch ein Doktortitel muss da leider kein Gütesiegel sein.
Die nfp-Regeln sind einfach und sicher und ich würde da nicht versuchen jeden Sonderfall schon im Voraus (wie das Campen) zu Tode zu analysieren, sondern einfach machen, Werte stoisch eintragen und schauen was bei rauskommt :flower:
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The-cycle1992
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Re: Zyklusauswertung nur mit Störfaktor?

Beitrag von The-cycle1992 »

Krachbum hat geschrieben: Sonntag 9. Juli 2023, 08:33 Darf ich mal fragen, wo du das alles so liest? Ich habe das Gefühl, dass du da sehr.... wilden Quellen zu viel Beachtung beimisst.

Wir sind z.B. sehr passionierte Camper und haben auch schon bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt gezeltet und das hatte kaum Auswirkungen auf meine Temperatur. Im Sommer hat das gar keinen Einfluss.

Die Tieflage hat bei sehr vielen Frauen eine sehr ausgedehnte Bandbreite, auch das: überhaupt nicht ungewöhnlich! Deine Kurven sehen absolut normal aus.

Gib nicht soooo viel auf persönliche, anekdotische Berichte und bleib bei dir und deinen Beobachtungen.
Da hast du Recht. :mrgreen: hast es gut auf den Punkt gebracht. Leider bin ich - gerade wegen meinem PCOs - sehr leicht zu verunsichern und frage mich sehr schnell, was "normal" ist. Einfach weil ich direkt davon ausgehe, dass das sicher mit der Krankheit zusammenhängt. Mein Blick ist also aehr geschärft für alles, was irgendwie von der "Norm" im statistischen Sinne abweicht. Hatte irgendwo mal eine Umfrage gesehen in einem anderen NFP Forum und da waren Frauen mit einer Schwankungsbreite von 0,5 bis 0,6 klar in der Minderheit.
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Re: Zyklusauswertung nur mit Störfaktor?

Beitrag von The-cycle1992 »

Ah, ich lese generell sehr viel zu allem, was mit dem weiblichen Zyklus und Hormonen zusammenhängt. Dazu gehören diverse Blogs/Podcasts (z.B. Generation Pille oder auch "we are the ladies", wobei die beide auch NFP-Kurse anbieten, also denke ich, zumindest schon etwas Ahnung haben. Bei " we are the ladies" stand mal etwas von "wenn deine Kurve 'so' aussieht, solltest du dringend etwas an deinem Messverhalten ändern". Die Kurve sah ähnlich aus wie meine. Da dachte ich mir jedoch im Nachhinein, dass das Schwachsinn ist und vll eher darauf bezogen war, wenn keine klare Hoch- und Tieflage erkennbar ist. Das mit dem Campen hatte eine von "einfach zyklisch" berichtrt, einem Podcast von zwei NFP Beraterinnen. Allerdings meinte sie nur, dass das passieren KANN, nicht muss.

Seitdem ich für mich festgstellt habe, dass es bei mir definitiv keinen Zusammenhang zwischen Temperatur und Uhrzeit/Schlafdauwr gibt, achte ich da gar nicht mehr drauf und messe mal mit dem Wecker, meist aber beim ersten Aufwachen in den frühen Morgenstunden. Genauso wie ich auch nicht mehr darauf achte, wirklich sofort zu messen. Manchmal rede ich auch noch mit meinem Freund, hole den Hund ins Bett oder gucke kurz aufs Handy, bevor ich messe. Einfacb weil ich da keinen Unterschied sehe. Dann frage ich mich aber wieder, ob das nicht total leichtsinnig ist und ich damit nicht am Ende falsch auswerte, gerade wenn ich NFP doch mal wirklich zur Verhütung nutzen, also freigeben, will.
Ähnlich geht es mir auch mit dem Zerfixschleim. Auch da finde ich mein Muster so
..ungewöhnlich. Ich habe, glaube ich, keine wirlich großen Mengen. Jedenfalls hatte ich noch nie was in der Unterhose oder am Klopapier. Dennoch ist es genug für eine sehr eindeutige Unterscheidung (ich nutze bereits seit dem 2. zyklus nicht mehr die eigenschaften, sondern trage direkt die Abkürzung ein, einfach weil der Unterschied so deutlich bei mir ist. Das heißt, es passt weder in die Kategorie "kaum Schleim vorhanden" noch in die der Frauen, bei denen da super viel kommt, zumal S+ bei mir auch erst nach dem Toilettengang vorhanden ist. Gerade da gibt es die von dir beschriebenen selbsternannten "expertinnen", die sagen, dass das gar nicht geht und man das immer VORHER kontrollieren muss.

Ich denke, diese Unsicherheit kennen aber viele? Hoffe, dass das mit der Zeit besser wird, jedenfalls gewinne ich da immer mehr (Selbst-) Sicherheit.
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Krachbum
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Re: Zyklusauswertung nur mit Störfaktor?

Beitrag von Krachbum »

Das wird besser und einfacher, ganz fest versprochen!

Was das Messen angeht: da solltest du dir definitiv angewöhnen wirklich nach dem Aufwachen zu messen, bevor du das Bett verlässt, einfach, damit es regelkonform ist, wenn du dann wirklich freigegeben willst. Sonst hinterfragst du die Werte garantiert im Nachhinein ;)
Also nicht hektisch werden, aber wenn die Gedanken klar werden, würde ich zum Thermometer greifen.

ZS: auch alles normal. Und es ändert sich auch noch im Laufe des Lebens! Vor der Schwangerschaft hatte ich ein anderes Schleimmuster mit viiiiiiiel ZS, in der Stillzeit sah es ganz anders aus und jetzt steuer allmählich auf die Wechseljahre zu, die Zyklen verkürzen sich und auch das ZS-Muster und die Menge.

Zur ZS-Kontrolle: ich würde das so beibehalten. Durch den Druck beim Toilettengang wird der ZS halt nach unten befördert. 🤷‍♀️

Man wird immer sicherer, lernt dem eigenen Körper richtig gut kennen und irgendwann sind die Blogs/Podcasts whatever auch nicht mehr so interessant (ich gebe zu, dass ich auch Team Recherche bin, aber ich glaube zu meiner Anfangszeit war das noch übersichtlicher. Wobei da auch schon viel Murks verbreitet wurde).
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