Frage zu PCOS und Pille

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Perle8318
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Registriert: Donnerstag 14. April 2022, 11:25

Frage zu PCOS und Pille

Beitrag von Perle8318 »

Hallo,
ich weiß nicht, ob es hier in das Forum gehört, ich hoffe aber, hier hat jemand die Erfahrung um mir einen Rat zu geben.

Meine Tochter ist 16 Jahre und hat extrem unregelmäßige Zyklen, ihre erste Regel hatte sie mit 14 Jahren und seitdem nur ein paar mal eine Blutung. Nun war sie letzten Monat im Krankenhaus wegen starken Schmerzen rechts im Unterleib, Blinddarm konnte ausgeschlossen werden und bei der gynäkologischen Untersuchung wurden viele Zysten an beiden Eierstöcken festgestellt.
Nun war sie heute beim Frauenarzt und ihr wurde Blut abgenommen um die Diagnose PCOS auszuschließen.

Sie hat nun gleich eine Pille für 3 Monate verschrieben bekommen, das kommt mir aber wirklich sehr lange vor. Angeblich um einen normalen Zyklus zu erreichen, aber den erreicht man doch nicht über die Pille?
Ich hätte ja mit einem Zyklus Pilleneinnahme gerechnet um eine Blutung auszulösen und dann weiterschauen.

Ich bin nun total unsicher, weil wir eigentlich überhaupt keine Pille wollen. Die Blutergebnisse sind natürlich auch erst in ein paar Tagen da, aber 3 Monate die Pille erstmal auf Verdacht, ich bekomme da wirklich Bauchschmerzen.

Hat hier vielleicht jemand Erfahrung mit dieser Vorgehensweise?
Ich überlege nun erstmal die Ergebnisse am Telefon zu erfragen und zu fragen, ob sie nicht einfach erstmal nur den einen Monat nehmen soll und danach vielleicht anzufangen mit Temperatur messen um zu Schauen, ob es nicht vielleicht wieder einen Eisprung gibt. Der nächste Termin wäre erst im Oktober.
42 , 3 Kinder (10/2005)(2/2014)(9/2016) und 2⭐(3/22)(10/22)

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Sumsimitpo
Beiträge: 1640
Registriert: Donnerstag 22. August 2019, 12:04

Re: Frage zu PCOS und Pille

Beitrag von Sumsimitpo »

Örgs...jetzt hatte ich schon einen LAAAANGEN text fertig...und nu alles wech -.-

egal...noch mal...

aaalso:

Als bei mir 2012 PCOS aufgrund ausbelibender regel festgestelt wurde gab es die Pille ebenfalls allerdings nicht für regelmäßige zyklen sondern "um die eierstücke zu schonen". Meine FÄ erklärte es damals so das "die Eier verpuffen uns sich so Zysten bilden" - ob die erklärung so stimmt, weiß ich nicht...

Ich kann nun nur aus meiner SIcht berichten:
Nach 6 Jahren pille ist das PCOS aktuell unaufällig nach absezten (das liegt nun gut 4 jahre zurück). Zylken waren recht regelmäßig bei 30-33 (oder 35 :think: ) Tagen...

Was ich defintiv empfehlen werde ist das ihr die schilddrüse checken lassen (zB Hashimoto) solltet sowie den HOMA-Index (!) bestimmen lassen um festzustellen ob ggf eine Insulinresistenz (gewissenmaßen vorstufe zu Diabetes) vorliegt...Häufig kommt PCO nicht "allein"
Bei mir wurde irgendwo zwischen 2012 und 2018 Hashimoto festgestellt (Zufallsbefund da ich auf ursachenforschung meiner kopfschmerzen war) und nun 2020 aufgrund des KiWu die Insulinresistenz von der ich schon vorher die vermutung hatte sie zu haben (bin aber an den falschen arzt geraten der nur einen einfachen zuckertest gemacht hat, mit dem man zwar diabetes aber nicht die IR feststellen kann)
Seit ich Metformin (wegen der IR) nehme habe ich "Bilderbuch" Zyklen von durchschnittlich 28 Tagen. Ebenfalls ist es mir seither möglich ohne sport mein gewicht zu halten (mit sport zu reduzieren) was vorher unmöglich war und ich eigentlich immer (wenn auch langsam) zuahm ohne mehr zu essen (was natürlich in frust endete und man sich mehr reinschaufelte -> teufelskreis)

Schade ist das man mit der Pille "abgetan" wird solange kein Kinderwunsch besteht...es gibt allerdings eine Menge Lektüre dazu...ob die Maßnahmen jedoch im einzelfall was bringen bleibt glaub ich blöde gesagt "auszuproieren"...

Hoffe ich hab nicht zu viel verwirrung rein gebracht und auch hoffentlich nichts falsches geschrieben :shamebag: :wave:

PS: gerade mal gegooglt "was passiert wenn PCO unbehandelt bleibt" und folgendes erhalten -> was sich ja quasi mit mir deckt
"Im schlimmsten Fall kann das PCO-Syndrom unbehandelt viele Langzeitfolgen haben. Aufgrund der über lange Zeit bestehenden hormonellen Veränderungen kommt es vermehrt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Auch das Risiko für Gebärmutterkrebs ist erhöht."

PPS: (Gynäkologische) Endokrinologie denke ich könnte die richtige stelle sein
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Perle8318
Beiträge: 336
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Re: Frage zu PCOS und Pille

Beitrag von Perle8318 »

Ich danke Dir für deine ausführliche Antwort und die Tipps.

Die Blutergebnisse bei meiner Tochter waren nun auch nicht wirklich eindeutig, es kann immer noch sein, daß es ganz normale Startschwierigkeiten sind, wir hoffen das Beste. Obwohl schon noch ein paar Sachen zutreffend wären, starke Körperbehaarung usw, die Ärztin meinte, es ist am Ende dann auch eher eine Ausschlussdiagnose, wenn nichts anderes gefunden wird.

Ich habe noch einmal mit der Ärztin telefoniert und sie hat mir das mit der Pille so erklärt, daß es eine Pille ist mit unterschiedlichen Tabletten, also soll wohl doch ein bisschen ein Zyklus nachgeahmt werden, nach 3 Monaten dann absetzen und schauen,ob es sich reguliert hat.
Das wäre dann der beste Fall und alles wäre erledigt.

Wenn es dann leider nicht besser wird, wird es dann wohl auf PCOS hinauslaufen und dann finde ich deine Anregungen wirklich gut. Dann würde ich mit ihr definitiv erstmal ein großes Blutbild Machen lassen und in die von dir genannten Richtungen schauen lassen. Das gibt mir nun auch schon mal etwas Hintergrundwissen, wo ich dann beim nächsten Termin nachhaken könnte. Weil dauerhaft einfach nur die Pille nehmen ist wirklich nicht unsere liebste Option.

Also warten wir nun ab bis Oktober und ich hoffe natürlich auf die einfachste Möglichkeit.
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