Langzeitmotivation für die STM?

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-V-
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Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von -V- » Samstag 25. Oktober 2014, 21:54

Wie könnt ihr auch nach langfristiger Anwendung die Motivation behalten?
Meine Motivation ist gerade am absoluten Nullpunkt angekommen, aber ich weiß gar nicht mal genau warum.
]Wir haben in den letzten Zyklen die unfruchtbare Zeit nicht wirklich gut "genutzt" und meistens nur mit Kondom Sex gehabt. Wenn das dann so ist, lohnt sich der Aufwand irgendwie nicht mehr. (Den Sex zwanghaft auf die unfruchtbare Zeit legen finde ich auch unsinnig).
Wie kann man sich wieder mehr aufraffen und aus dem "schon wieder messen, obwohl man es gerade lästig findet" rauskommen?
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Koshka
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von Koshka » Sonntag 26. Oktober 2014, 16:57

Hallo -V-,

auch wenn ich noch nicht so lange wie du mit der STM verhüte (bin "erst" im 20. Zyklus), verstehe ich, was du meinst. Natürlich gibt es Phasen, in denen man nicht unbedingt die größe Lust auf die Messerei hat. Aber dennoch ist es eine Verhütungsmethode, die auch große Freude bereitet (ich sehe es als eine Art Bereicherung) und ich bin sehr froh, darauf gestoßen zu sein.
Vielleicht hilft eine Art "Rückbesinnung", weshalb man sich für diese Methode entschieden hat/ was die Alternativen sind (nämlich hormonelle Verhütung, ständig Kondom usw.)/ und was tatsächlich die Vorteile sind (man hat ein besseres Körperbewusstsein/ weiß, in welcher Zyklusphase man sich befindet etc.).

Liebe Grüße,
koshka
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mQ
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von mQ » Sonntag 26. Oktober 2014, 17:23

Hey -V-

mir gehts gerade genauso wie Dir: https://www.mynfp.de/display/view/te3p566gvw6f/" target="blank
Eigentlich wollt ich diesen Zyklus wieder mit dem Messen beginnen - aber aus heute wird morgen und übemorgen.

Vielleicht könnte Dich motivieren, dass du eine von wenigen Frauen bist, die über einen so langen Zeitraum eine online-geführte Zyklusbeobachtung hat. Vielleicht motiviert Dich der Gedanke die Daten für die Statistik zu sammeln - immer weiter füttern - am Ende fürs Große&Ganze. Eine persönliche Motivation ist in Deiner Situation ein bisschen verzwickter. Könnte es helfen, wenn Ihr Euer Sexleben etwas aufpeppt und variiert? An der Methode an sich kannst Du wohl nicht viel ändern, außer Du nimmst mal ein anderes Thermometer oder testet den iButton, oder steigst von analog auf digital um oder etwas in diese Richtung - raus aus dem Trott. Ich meine mich zu erinnern, dass Du deinem Partner die Links zur Kurve schickst - versuchs mal nicht zu tun. Behalte es für Dich und mache aus der öffentlichen Sache ein kleines Geheimnis. Macht ein Spiel draus - bleibt aber natürlich zwecks Verhütung in gewisserweise Ernst dabei.

War etwas dabei zum Weiterdenken?

Beste Grüße!

-V-
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von -V- » Sonntag 26. Oktober 2014, 18:52

Es ist schon mal schön, nicht die einzige Unmotivierte zu sein ;).
Andere Verhütungsmethoden sind auch nicht für mich, das habe ich mir schon mal durch den Kopf gehen lassen. Hormone will ich nicht mehr nehmen, ein Dia wäre bei mir auch nicht optimal und eine Spirale oder Gynefix will ich auch nicht (mehr), obwohl ich schon mal eine Spirale gehabt habe.
Bezüglich der Messweise habe ich auch schon viel ausprobiert (digital, analog, iButton), aber ich bin letztendlich beim analog messen hängen geblieben, das ist das praktikabelste für mich. Ich glaube für Gründe wie "Körpergefühl, sich selbst kennen lernen" etc. bin ich nicht "esoterisch" genug angehaucht, außerdem hat sich der Effekt nach 4,5 Jahren auch schon sehr abgenutzt :shifty:.
Da hilft wohl nur Augen zu und durch, vielleicht wird es dann mal wieder besser. Bisher habe ich trotz der nicht vorhandenen Motivation immer noch regelkonform ausgewertet, aber vielleicht reduziere ich das einfach noch weiter, auch wenn es dann nicht mehr regelkonform ist. Das müsste ich auch erst Mal mit meinem Freund absprechen. Mein Freund schaut sich meine Kurven auch nicht regelmäßig an, so interessant findet er das dann auch wieder nicht ;) .
Im letzten Jahr haben wir auch über mehrere Monate eine Wochenendbeziehung geführt, das hat die Sache natürlich noch zusätzlich erschwert, weil man dann garantiert Montags oder Dienstags auswerten kann :evil: . Aber das ist jetzt zum Glück vorbei.
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Falklandinsel
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von Falklandinsel » Sonntag 26. Oktober 2014, 19:24

Ich wollte schon fragen, ob für Dich andere Verhütungsmittel in Frage kämen, wie Spirale.
Und wenn nicht, dann hilft es wohl nur sich die Alternativen vor Augen zu führen. Und dann eben Augen zu und durch. Vermutlich sind solche Tiefs normal.
Die Frage ist, wie D_ sich über so viele Jahre motivieren konnte. Vllt hat sie ultimative Tipps.

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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von Libby » Montag 27. Oktober 2014, 10:19

Ist es denn bei dir einfach nur das Messen und Dokumentieren, zu dem du dich momentan nicht aufraffen kannst, oder ist es die ganze Methode an sich, auf die du keine Lust hast?

Ich messe ja auch seit etwas über vier Jahre (auch wenn ich noch nicht so lange hier bin) und habe neuerdings auch ab und an mal Phasen, wo ich keine Lust hab und das Messen immer mal ausfallen lasse. Keine Ahnung, warum, und ich konnte trotzdem immer gut auswerten. Aber das ist erst seit Kurzem so, seit ich wirklich das Gefühl habe, auch mit dem wenigen Messen sichere Kurven führen zu können.

Alles in allem denke ich aber über Motivation etc. gar nicht weiter nach. Das Messen etc. gehört einfach dazu und ist so selbstverständlich wie das tägliche Zähneputzen. Das macht man ja auch immer, ohne weiter drüber nachzudenken und es evtl. in Frage zu stellen. :think:

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D_
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von D_ » Montag 27. Oktober 2014, 11:03

Falklandinsel hat geschrieben:Die Frage ist, wie D_ sich über so viele Jahre motivieren konnte. Vllt hat sie ultimative Tipps.
Hm das ist individuell sehr verschieden, denke ich. Was die Motivation zum Messen angeht, kann ich wenig beisteuern. Ähnlich wie Libby mache ich das völlig automatisch und da ich von Natur aus diszipliniert bin, zudem passionierter Morgenmensch mit sehr regelmäßigem Lebensrhythmus, fiel und fällt mir das nie schwer. Ich gehörte allerdings schon immer zu den "Schmalspur"-Nfplerinnen, ich taste keinen MuMu ab und begutachte den Schleim auch eher oberflächlich. Meine Zyklen waren und sind aber auch wie ein perfekt laufendes Uhrwerk.

Was die Methode an sich angeht - auch dazu musste ich mich nie motivieren, nachdem ich mit Hormonen massive gesundheitliche Nebenwirkungen hatte, die einzige Alternative war bzw. wäre eine Sterilisation - dazu kam ich aber mit nfp + Kondomen zu gut klar.

Die positiven Nebeneffekte von nfp neben der hormonfreien sicheren Verhütung sind für mich persönlich a) Körperkenntnis - ich komme langsam in die Wechseljahre und bin mir sicher, dass ich diese Entwicklung mit nfp besser einschätzen kann und b) weiß ich zu 100% sicher, wann ich meine Tage kriege - ohne Temperaturmessung würde ich das deutlich weniger genau zeitlich eingrenzen können :mrgreen: Und, last but not least: Dank mynfp muss ich nicht mehr diese blöden Kurvenblätter malen wie noch vor Jahrzehnten, sondern kann endlich automatisch auswerten lassen, yeah!
D_ verhütet seit über 25 Jahren erfolgreich mit nfp :thumbup:

-V-
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von -V- » Montag 27. Oktober 2014, 11:31

Die Methode finde ich nach wie vor super, nur ich steh mir gerade einfach selbst im Weg. Ich finde man kann das Messen auch nicht mit dem Zähneputzen vergleichen, wenn ich mir nicht die Zähne putze, schade ich unwiderruflich meinen Zähnen, wenn ich nicht messe tritt kein "Horrorszenario" ein, ich kann nur im schlimmsten Fall nicht auswerten. Ist aber kein Drama.
Ich bin leider gar kein Morgenmensch, wenn ich nicht bewusst ans Messen denke fällt mir das erst beim frühstücken auf. Ich muss mir das fast am Abend vorher vornehmen, sonst vergesse ich das gerne. (Ich weiß auch nie aus dem Kopf an welchem ZT ich gerade bin, das muss ich am Vorabend immer nachschauen und dann überlegen ob ich messen muss oder ob ich es ausfallen lassen kann. :shamebag: ). Trotzdem habe ich bisher immer genug Werte zur regelkonformen Auswertung gehabt.
Die positiven Effekte gibt es ganz klar. "Leider" ist mein Zyklus zu regelmäßig, ich komme auch mit einmal grob die übliche Zykluslänge überschlagen ganz gut mir der "Menstruationsprognose" hin.
Den Aufwand, den ich mir mache, habe ich auch schon minimiert. Zusatzleisten gibt es bei mir nicht, weil ich die eh nie ausfüllen würde. Und den Mumu/ZS beobachte ich nicht vor ungefähr ZT 14, weil vorher garantiert nichts auswertungsrelevantes passiert.
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KleinBoms
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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von KleinBoms » Montag 27. Oktober 2014, 17:59

Mir gehts momentan ganz genauso... Ich suche auch jeden Morgen nach Ausreden, weshalb messen sich gerade heute nicht lohnt (noch viel zu früh, schon viel zu spät). Und das, obwohl ich während der Mens und nach abgeschlossener Auswertung ohnehin nicht messe. Also eigentlich sind die Tage, an denen ich messen muss, abzusehen.

Noch schlimmer ist es bloß mit dem ZS, den "vergesse" ich ständig. Früher habe ich mehrmals täglich mega motiviert kontrolliert und am Ende des Tages eingetragen. Mittlerweile bin ich teilweise so weit, dass ich nur noch die Tage eintrage, an denen es besonders guten oder besonders schlechten Schleim gibt. Die Sicherheit beeinträchtigt das bei mir eher nicht, da ich meine Kategorien sehr gut kenne und genau weiß, wann er hochfruchtbar ist oder nicht. Das Problem ist eher, dass es keinen Spaß mehr macht :( Genauso wenig Spaß macht es aber auch, sich mit Alternativen auseinander zu setzen :crazy:
...Glücklich mit Spucki seit dem 10.02.2016...

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Re: Langzeitmotivation für die STM?

Beitrag von -V- » Montag 27. Oktober 2014, 20:53

KleinBloms, dann sitzen wir im selben Boot.
Alternativen sehe ich für mich im Moment auch nicht. Wenn man die Kinderplanung definitiv abgeschlossen hat, ist eine Sterilisation bestimmt eine gute Option mit hoher Sicherheit bei Null Aufwand.
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