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Was ist NFP? In 10 Minuten erklärt

NFP ist für viele Frauen ein Augenöffner. Oft beginnt es mit einem nagenden Gefühl, ob die Pille noch das Richtige ist und wie man stattdessen verhüten könnte – mehr im Einklang mit dem eigenen Körper und seinen feinen Signalen. Nach kurzer Zeit die Frage: Warum hat mir das eigentlich vorher noch niemand erklärt?

Diese Einführung zeigt dir, was NFP ist, worauf du achten solltest, was die Vorteile sind und wie du startest.

Diese Artikelserie ist einzigartig, weil dir hier nicht nur eine grobe Definition und ein paar Regeln um die Ohren gehauen werden. Wir schauen uns die symptothermale Methode ganz genau an, ausgehend von Grundprinzipien mit logisch aufeinander abgestimmten Schritten. Am Ende wirst du fundierte Kenntnisse über NFP haben und genau wissen, worauf du dich einlässt – oder dich aus guten Gründen dagegen entscheiden, nicht nur aufgrund von Vorurteilen.

Was ist myNFP? myNFP ist eine Zyklus-App, gemacht für NFP-Anwenderinnen und existiert seit 2006. Dieser Artikel wird jedes Jahr hunderttausendfach gelesen. Wir nehmen es ganz genau mit den Regeln und berücksichtigen auch seltene Sonderfälle.

Die Idee von NFP

Die Idee ist simpel: Einmal pro Zyklus findet der Eisprung statt. Der Eisprung kann anhand von Körpersyptomen bestimmt werden. Wenn du den Zeitpunkt des Eisprungs kennst, kannst du den fruchtbaren Zeitraum eingrenzen. Alle anderen Tage gelten als unfruchtbar. An den unfruchtbaren Tagen ist es biologisch unmöglich, schwanger zu werden.

NFP-Zyklusblatt mit unfruchtbarer Zeit (grün), fruchtbarer Zeit (weiß) und ungefährem Zeitpunkt des Eisprungs (gelb)
NFP-Zyklusblatt mit unfruchtbarer Zeit (grün), fruchtbarer Zeit (weiß) und ungefährem Zeitpunkt des Eisprungs (gelb)

Die Einschätzung der Körpersymptome erfordert etwas Erfahrung, ist aber kein Hexenwerk. Wenn du Interesse an den Abläufen in deinem Körper hast, lernst du das ganz schnell.

NFP, bzw. die symptothermale Methode (NFP wird häufig als Synonym verwendet), ist eine Anleitung für deinen Körper. Diese Anleitung zeigt dir exakt, worauf du achten musst, weil die Muster, nach denen sich der weibliche Zyklus verhält, bei jeder Frau ähnlich ablaufen.

Zyklus der Frau: Basics, die jede NFP-Anwenderinnen wissen sollte

Die meisten Menschen unterschätzen, wie sehr der natürliche weibliche Zyklus schwankt. Das spiegelt sich sogar in der Sprache wider. Da ist die Rede von Monatsblutung oder Regelblutung. Dazu kommt die Pille mit ihrem künstlichen Rhythmus: 21 Tage Pille, 7 Tage Pause, alle 28 Tage eine Blutung. Ja, durchschnittlich betrachtet ist auch der natürliche Zyklus etwa 28 Tage lang, aber die Schwankungsbreite ist viel höher.

Hier sind vier Fakten, die jeder wissen sollte:

  1. Der Eisprung ist nicht immer an Tag 14 – das ist ein Märchen. Wenn dem so wäre, bräuchte man keine Methode und hätte mit der Kalendermethode perfekte Sicherheit.
  2. Es gibt zwei Zyklushälften. Die Phase bis zum Eisprung (Follikelphase) und die Phase danach bis zur Periode (Lutealphase). Bei unterschiedlichen Zykluslängen schwankt die erste Zyklushälfte und damit der Zeitpunkt des Eisprungs. Die zweite Zyklushälfte ist bei den meisten Frauen fast immer gleich lang.
  3. Bei 58 % aller Frauen mit natürlichem Zyklus schwanken Zykluslängen um 8 Tage oder mehr pro Jahr. Zyklen zwischen 23–35 Tagen gelten daher als regelmäßig.
  4. Die Eizelle kann nur innerhalb von 12–18 Stunden befruchtet werden. Spermien überleben bis zu 5 Tage. Daraus ergibt sich ein gemeinsames fruchtbares Fenster von 6 Tagen.

Mehrere Eisprünge im Zyklus sind zwar möglich, treten aber innerhalb von 24 Stunden auf. Es gibt keine spontanen zweiten Eisprünge, auch wenn das fälschlicherweise von manchen Frauenärzten behauptet wird.

Das Problem: Wegen dieser natürlichen Schwankungen kannst du den Eisprung weder berechnen noch vorhersagen – es ist unklar, wann diese 6 fruchtbaren Tage im Zyklus einer Frau sind. Daher sind die meisten Eisprungrechner im Internet völlig sinnlos.

Die Lösung: Die 6 fruchtbaren Tage einschätzen lernen. Wenn du das fruchtbare Fenster eingrenzen kannst, weißt du auch, wann du unfruchtbar bist. Und dabei hilft dir NFP.

Beobachtung und Auswertung

NFP hat zwei Teile: Beobachtung und Auswertung

Hormone regeln den Zyklus der Frau und lösen den Eisprung aus. Dabei gibt es einige interessante Nebeneffekte:

Veränderungen der Temperatur und des Zervixschleims (und des Muttermundes) stehen in kausalem Zusammenhang mit dem Eisprung. Das bedeutet, dass diese Symptome nicht zufällig entstehen, sondern eine Begleiterscheinung des Eisprungs sind. Durch diesen kausalen Zusammenhang kann man den Spieß umdrehen und von den Symptomen auf den Eisprung schließen.

Das Problem: Körpersymptome werden auch von anderen Faktoren beeinflusst. Die Körpertemperatur steigt beispielsweise, wenn wir Sport machen oder bei Infektionen. Daher kommt das Vorurteil, dass die NFP-Methode ja nicht funktioniere, weil sie so störanfällig sei. Das ist aber Unsinn!

Die Lösung: Durch simple Regeln machen wir die Symptome vergleichbar – wir standardisieren die Daten, die wir später auswerten. Die Temperatur beispielsweise wird nicht zufällig irgendwann tagsüber gemessen, sondern nach festen Regeln:

Bei fast allen Frauen verhalten sich Temperatur, Zervixschleim und Muttermund nach demselben Muster – und dieses Muster kann man beobachten und auswerten.

Darüber hinaus gibt es Symptome, die individuell ebenfalls Hinweise auf die Fruchtbarkeit geben, aber nicht bei allen Frauen gleich auftreten: Brustsymptom, Mittelschmerz, Eisprungblutung, Unterleibsschmerzen, Veränderung der Libido oder der Stimmung.

Bei NFP dreht sich alles um Erfahrung und um diese eine Frage

Du bist NFP-Profi, sobald du die folgende Frage zuverlässig beantworten kannst – und das wirst du mit etwas Erfahrung:

Sind die beobachteten Symptome ein Indiz dafür, dass der Eisprung vorüber ist oder sind sie zufällig entstanden?

Eisprung-Symptom oder Störfaktor?

Wozu NFP noch gut ist

Viele NFP-Anwenderinnen starten mit dem Wunsch, endlich ohne hormonelle Verhütungsmittel auszukommen. NFP wird oft als Methode zur „natürlichen Verhütung“ bezeichnet und gilt als sichere Alternative zur Pille. NFP ist jedoch mehr als das – es ist eine Methode zur Steigerung der Wahrnehmung für deinen Zyklus.

NFP ist eine Methode zur systematischen Beobachtung des Zyklus

Mit NFP kannst du...

NFP zur natürlichen Verhütung – funktioniert das?

NFP wird seit vielen Jahrzehnten wissenschaftlich erforscht und weiterentwickelt. Was NFP zu einer Verhütungsmethode (oder besser: Methode zur Natürlichen Familienplanung) macht, ist Folgendes:

Aus wissenschaftlicher Sicht muss man irgendwie beurteilen, wie zuverlässig eine Methode die natürliche unfruchtbare Phase im Zyklus einer Frau bestimmen kann. Das wird daran gemessen, welches Risiko einer ungewollten Schwangerschaft die Anwenderin eingeht, wenn sie an den ermittelten unfruchtbaren Tagen ungeschützten Sex hat:

Die Sicherheit von NFP bei hormonfreier Verhütung

Der Pearl-Index gibt an, wie sicher ein Verhütungsmittel ist. 100 Frauen verhüten ein Jahr lang damit. Anschließend wird gezählt, wie viele von diesen ungewollt schwanger geworden sind.

Man unterscheidet zwischen der Gebrauchssicherheit und der Methodensicherheit:

Bist du gewissenhaft oder schludrig? Hast du oder dein Partner einen latenten Kinderwunsch? Wie genau nimmst du es mit der Verhütung? Diese Faktoren sind super wichtig bei hormonfreier Verhütung.

Wenn du diszipliniert bist und die NFP-Methode korrekt erlernst, dann gilt für dich Gebrauchssicherheit = Methodensicherheit. Nimmst du das alles etwas lockerer, dann solltest du dich am unteren Ende der Gebrauchssicherheit einordnen.

So sicher ist NFP: Pearl-Index

Das NFP-Regelwerk Sensiplan® hat – richtig angewandt – einen Pearl-Index von 0,4–0,6. Das bedeutet: Die Regeln der NFP-Methode sind so gut, dass sie die unfruchtbare Phase zu 99,6 % genau ermitteln.

Die Methode versagt in 0,4 % aller Fälle an einer bestimmten Stelle: Wenn ein Eisprung plötzlich deutlich früher auftritt als bisher. Aber dieses Risiko kann man reduzieren, indem man die unfruchtbare Phase am Zyklusanfang verkürzt.

Methode Pearl-Index
Fehlerfreie Anwendung von NFP mit Enthaltsamkeit während der fruchtbaren Phase 0,4
Fehlerfreie Anwendung von NFP mit Kondomen in der fruchtbaren Zeit 0,6
NFP mit Anwendungsfehlern eingerechnet 1,8
NFP mit groben Verstößen gegen die Regeln (teilweise ungeschützter Sex in der fruchtbaren Phase) 7

Quelle: The effectiveness of a fertility awareness based method to avoid pregnancy in relation to a couple’s sexual behaviour during the fertile time: a prospective longitudinal study. (2007), Frank-Herrmann P, Heil J, Gnoth C, Toledo E, Baur S, Pyper C, Jenetzki E, Strowitzki T, Freundl G, Hum Reprod 22:1310-19. Link zur Studie

Die Zahlen zur Gebrauchssicherheit wurden unter der Voraussetzung erfasst, dass Frauen die symptothermale Methode in einem NFP-Kurs erlernt haben. Es gibt keine Studien zur Gebrauchssicherheit der symptothermalen Methode unter Frauen, die sich die Methode mit dem zugehörigen Buch selbst beigebracht haben.

Das ist jedoch kein Hindernis, denn für die Methodensicherheit spielt das keine Rolle.

Was die Zahlen zur NFP-Sicherheit bedeuten

  1. NFP-Anwenderinnen wenden Kondome sicherer an als der Durchschnittsbürger. Der Pearl-Index von Kondomen wird meist mit 2–12 angegeben. In der NFP-Studie kamen Frauen auf 0,6. Das ist bei jedem Verhütungsmittel so: Je besser man sich damit auskennt, desto weniger Fehler passieren.
  2. Wenn du die Methode richtig erlernst, deinen Körper kennst, Erfahrungen sammelst, motiviert bist und deinen Partner mit einbeziehst, erzielst du mühelos eine fehlerfreie Anwendung und damit den höchsten Pearl-Index.
  3. Es geht schief, wenn du einfach ein paar Temperaturwerte aufschreibst und nach einer Mischung aus Faustregeln, Kalendermethode und Rausziehen „verhütest“. Bitte tu das nicht!

Tipp: myNFP ist eine Zyklus-App, die dir dabei hilft, alle Symptome konsequent einzugeben und keine Regel zu übersehen.

Aber: myNFP nimmt dir nicht die Arbeit ab, die Methode zu erlernen. Eine App, die dir das verspricht, kannst du in die Tonne treten. myNFP ist keine Verhütungs-App.

Erfahrung ist das A und O bei NFP

Zur Erinnerung, Ziel ist es, eine einzige Frage sicher beantworten zu können:

Eisprung-Symptom oder Störfaktor?

Du kannst dir alle NFP-Regeln an einem Nachmittag durchlesen und wirst noch nicht in der Lage sein, diese Frage konsequent und fehlerfrei beantworten zu können, weil es dir an Erfahrung mangelt.

Das wäre so als würde sich eine Nichtschwimmerin ein Buch übers Schwimmen kaufen und glauben, dass das sofort klappt.

Die gute Nachricht ist, dass NFP erlernbar ist und mit einem kleinen mentalen Trick gelingt dir ein sicherer Einstieg.

Ein mentaler Trick für einen leichteren Einstieg

Die meisten Frauen haben um den Eisprung herum die meiste Lust auf Sex und wollen nicht enthaltsam leben. Für die fruchtbaren Tage braucht man ein hormonfreies Verhütungsmittel.

Die Mehrheit der NFP-Anwenderinnen nutzt in der fruchtbaren Phase Kondome. Diese sind sicherer als ihr Ruf, wenn der Partner die richtige Größe verwendet und schützen vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Wenn du als Alternative zur Pille ohnehin Barrieremethoden wie das Kondom oder das Diaphragma verwenden willst, versuche es doch einmal mit diesem Blickwinkel:

Betrachte NFP als Zusatz zu hormonfreier Verhütung und nicht als Haupt-Verhütungsmethode.

Warum? Weil dir das vielleicht den Druck nimmt, dich ab Tag 1 ohne Erfahrung auf eine Methode zu verlassen, die du gerade noch erlernst.

Zur Klarstellung: Die Regeln, der Auswertungsteil (siehe oben: zwei Teile), der symptothermalen Methode funktioniert einwandfrei ab Tag 1 – Zyklusblätter, die mit sauberen Daten gefüllt sind, sind auch gut auswertbar. Es geht hierbei um eine mentale Stütze, die dir beim Einstieg helfen soll.

Die größte Herausforderung für Anfängerinnen ist es, Selbstvertrauen in den eigenen Körper und die eigenen Auswertungsfähigkeiten aufzubauen und zu lernen, welche Symptome durch das Zyklusgeschehen verursacht sind und was als Störfaktor gilt.

Die Entwicklungsschritte einer NFP-Anwenderin

Die meisten NFP-Anwenderinnen durchlaufen einen Prozess von anfänglicher Unsicherheit bis hin zu dauerhaftem Bewusstsein für die aktuelle Zyklusphase:

Bei einigen NFP-Anwenderinnen folgt darauf noch ein weiterer Entwicklungsschritt:

Aber: Ohne Lernbereitschaft funktioniert NFP nicht. Wenn dich dein Zyklus nicht die Bohne interessiert, dann wäre es absurd, NFP als Verhütungsmethode zu verwenden.

Nachteile von NFP

Wenn du die NFP-Methode als Lernprozess zur besseren Fruchtbarkeitswahrnehmung betrachtest, hat sie keine Nachteile und viele Fragen rund um den Zyklus einer Frau würden sich gar nicht stellen, wenn mehr Menschen (auch Männer) ein größeres Verständnis für den weiblichen Zyklus hätten.

Im Vergleich zu hormonellen Verhütungsmitteln hat NFP durchaus Nachteile.

Pille & Co bieten nunmal ab Tag 1 einen zuverlässigen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft, ohne dass die Anwenderin sich groß für die Wirkung oder den weiblichen Zyklus interessieren müsste.

Der Preis dafür ist allerdings, dass unerwünschte Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen. Und das sehen viele Frauen zurecht nicht mehr ein.

Die Nachteile:

Wenn du dich gegen hormonelle Verhütung entscheidest, ist NFP vielleicht einfach das geringste Übel. Eine Möglichkeit, klassische hormonfreie Verhütungsmittel erträglicher und sicherer zu machen oder zumindest an etwa der Hälfte der Tage im Zyklus wegzulassen.

Welchen Aufwand ist dir das wert?

Zwischenfazit


Die NFP-Methode funktioniert doch nicht, weil...

Meine Zyklen sind unregelmäßig

Bei NFP wird der Eisprung nicht berechnet, sondern anhand von Symptomen bestimmt. Dadurch ist es egal, ob der Eisprung an Tag 13, 18, 32 oder 64 stattfindet. Temperatur + Zervixschleim verändern sich durch die Hormone im Zyklus der Frau immer auf die gleiche Weise, egal wann der Eisprung passiert.

Aber: Bei sehr langen Zyklen nimmt der Nutzen von NFP ab, weil man nahezu die ganze Zeit Fruchtbarkeit annehmen muss. Man kommt auf etwa 12–18 Zyklustage, die sich sicher als unfruchtbar einstufen lassen, egal wie lang der Zyklus ist.

Da muss ich ja total diszipliniert sein

Jein. Wenn du einen extrem unregelmäßigen Lebensrhythmus hast, wird es tatsächlich schwierig mit NFP. Aber hier und da eine Party? Kein Problem. Gestörte Temperaturwerte werden so behandelt als seien sie nicht vorhanden. Lücken im Zyklusblatt werden ignoriert.

Problematisch wird es, wenn du in der Zyklusmitte eine Woche keine Temperatur misst. Wie willst du dann die entscheidende Frage Eisprung-Symptom oder Störfaktor richtig beantworten?

Je länger du NFP machst, desto besser kannst du einschätzen, in welcher Zyklusphase du dich befindest. Sobald die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung ermittelt wurde, kannst du mit allen Messungen und Beobachtungen aufhören. Der tägliche Aufwand nimmt mit der Zeit ab.

Manche NFP-Profis messen sogar nur noch stichprobenartig. Die kennen ihre Körper so gut und wissen, wann sie messen müssen und wann nicht.

Ich arbeite im Schichtdienst

Ausprobieren. NFP kann gut funktionieren, je nachdem, ob die Temperatur durch unterschiedliche Messuhrzeiten gestört wird oder nicht.

Einmal krank oder Stress auf der Arbeit und schon geht es schief

Die Temperatur steigt nach dem Eisprung um etwa 0,2–0,5 °C an. Fieber lässt Temperaturwerte deutlich höher steigen. Eine Woche Fieber und die Kurve ist damit nicht mehr auswertbar? Ja und? Wie oft kommt sowas vor?

Stress mag sich negativ auf den Zeitpunkt des Eisprungs auswirken, aber dadurch wird das typische Muster von Temperatur + Zervixschleim nicht beeinflusst.

Im Zweifelsfall gilt immer: Zusätzlich verhüten und Fruchtbarkeit annehmen.


Erfolgreich und sicher mit NFP starten, so geht's

Thermometer, Zyklus-App oder Zyklusblatt und das Sensiplan®-Regelwerk
Thermometer, Zyklus-App oder Zyklusblatt und das Sensiplan®-Regelwerk
  1. Überlege dir, mit welchem Verhütungsmittel du hormonfrei verhüten willst. Falls es das Kondom wird, bezieh deinen Partner mit ein und schaut nach der richtigen Größe für bestmögliche Sicherheit.
  2. Erlerne die symptothermale Methode. Weiter unten findest du eine umfangreiche Liste an Ressourcen und Hilfsmitteln.
  3. Kauf dir ein geeignetes Thermometer mit zwei Nachkommastellen. Das kostet nur 5–10 €.
  4. Lade dir die myNFP-App herunter und nutze sie für 30 Tage kostenlos. Die App hilft dir dabei, alle Daten richtig einzugeben und überprüft deine Auswertung. Alternativ kannst du auch ein NFP-Zyklusblatt auf Papier ausdrucken.
  5. Beobachte für 3 Zyklen erstmal, was in deinem Körper passiert. Lerne Muster kennen und taste dich heran, um die Frage beantworten zu können: Eisprung-Symptom oder Störfaktor?
  6. Falls du noch die Pille oder ein anderes hormonelles Verühtungsmittel nimmst, müsstest du dieses absetzen, denn sonst hast du keinen natürlichen Zyklus, den du beobachten könntest.

So lernst du NFP – Hilfsmittel und Ressourcen

NFP-Foren und Communities

Eine Community zum Klären von Fragen kann sehr dabei helfen, die symptothermale Methode richtig zu erlernen. Die größten sind:

NFP-Beratung

Eine NFP-Beratung ist eine sehr empfehlenswerte Anlaufstelle, weil du die Methode dort richtig und tiefgründig erlernst und in einem geschützten Raum individuell auf deine Fragen eingegangen wird. Die Malteser haben eine Liste mit NFP-Beraterinnen. Falls dort niemand in deiner Nähe gelistet ist, schreib den Maltesern trotzdem eine E-Mail über deren Kontaktseite. Die Liste ist nicht unbedingt vollständig.

Frauenärzte

Erfahrungsgemäß sind manche Frauenärzte nicht sonderlich gut informiert, was die symptothermale Methode betrifft. Selbst unter Ärzten sind Halbwissen und Vorurteile gegenüber natürlicher Verhütung verbreitet. Manche schwören ausschließlich auf die Wunder hormoneller Verhütung und halten deren Nebenwirkungen für Einbildung.

Der Lernerfolg kann dadurch verbessert werden, wenn du auf einen Arzt oder eine Ärztin vertrauen kannst, die dich darin unterstützt. Oder zumindest dir nicht aktiv von der symptothermalen Methode abrät. Falls du unzufrieden mit deinem Arzt oder deiner Ärztin bist, wirst du vielleicht hier fündig:

Titelbild des Artikels

NFP im Alltag

Frauenärzte-Verzeichnis

Eine Liste mit Frauenärzten, die von NFP-Anwenderinnen empfohlen werden

Podcasts

Viel Erfolg!